smart engineering - Industrie 4.0 aus einer Hand
Home> IT Solutions> Simulation/Viewing> Simulation> Virtual Reality beschleunigt das Virtual Prototyping

Simulation/BerechnungVirtual Reality beschleunigt das Virtual Prototyping

Durch die Übernahme des deutschen VR-Spezialisten Icido kann ESI nun seine Simulationssoftware mit der Virtual Reality kombinieren - und so die komplett digitale Produktentwicklung deutlich voranbringen. Das Lösungsportfolio macht komplexe Produkte bereichs- und funktionsübergreifend visuell begreifbar.
Ulrich Feldhaus, Erkrath

sep
sep
sep
sep
Simulation/Berechnung: Virtual Reality beschleunigt das Virtual Prototyping

Simulationen werden immer realistischer, physikalische Effekte und Phänomene können so detailliert untersucht werden wie nie zuvor. Der Umfang der dabei generierten Ergebnisdaten – zunehmend Grundlage für Managemententscheidungen – erschwert allerdings die effiziente und zielgerichtete Auswertung und Interpretation.

Die ESI Group hat deshalb mit der Akquisition des deutschen Virtual-Reality-Spezialisten Icido einen Schritt nach vorne gewagt, sie wird die VR-Technologie verstärkt im CAE-Bereich einsetzen. Der Fokus liegt dabei auf dem ‚Virtual Prototyping‘ – also der Produktentwicklung mit Hilfe eines digitalen Modells, das in seinem Betriebs- und Leistungsverhalten dem realen Produkt weitestgehend entspricht. Ein solches Modell lässt sich sowohl unter Betriebs- als auch Extrembedingungen umfassend analysieren und nach unterschiedlichen Kriterien optimieren, bevor ein physikalischer Prototyp gebaut wird. In der Regel können so einer oder mehrere Prototypen – und damit verbunden entsprechend Zeit und Geld – eingespart werden, während gleichzeitig die Produktqualität steigt.

Anzeige

Der von der ESI Group verfolgte fertigungsorientierte Ansatz hat sich bereits in vielen Bereichen bewährt. Deutlich wird das am Beispiel der Umformprozesse. So sorgt etwa beim Tiefziehen der Rückfederungseffekt dafür, dass ohne entsprechende Gegenmaßnahmen die Ist- erheblich von der Soll-Geometrie abweicht. Die Ingenieure müssen das beim Bau der Tiefziehform kompensieren – und genau diese Bewertung der Gegenmaßnahmen kann von der Virtual Reality profitieren. Denn jetzt lässt sich das Umform- beziehungsweise Materialverhalten aus allen Blickwinkeln untersuchen, Fehlerursachen für Risse oder Falten können deutlich schneller identifiziert werden.

Anwendungsvielfalt und Komplexität sprechen für VR

Da überwiegend komplexe Systeme und verschiedenste physikalische Phänomene betrachtet werden, liegt auch die Komplexität der beim Virtual Prototyping erforderlichen, meist multi-disziplinären Simulationen deutlich über Analysen auf Komponentenebene. Entsprechend schwierig gestaltet sich die Ergebnisauswertung. Noch sind allerdings komplett virtuelle Prototypen von hochkomplexen Investitionsgütern wie Fahr- und Flugzeugen oder Anlagen Zukunftsmusik. Allerdings kann man sich gut vorstellen, wohin die Reise geht, wenn man etwa ESIs Lösung für die virtuelle Sitzentwicklung betrachtet: Der gesamte Entwicklungsprozess – vom Konzept bis hin zu Fertigung, Bespannung, Komfort- und Crashbewertung, kann dabei am Computer durchgeführt werden. Genau hier lassen sich die VR-Vorteile ausspielen, indem man sich in Echtzeit im ‚Ergebnisraum‘ bewegen kann, um etwa bei einer Crash-Simulation das Verhalten von Sitz und Insasse beim Entfalten des Airbags zu beobachten.

Engineering System International GmbH, Eschborn Tel. 06196/9583-0, http://www.esi-group.com

Icido GmbH, Stuttgart Tel. 0711/27303-0, http://www.icido.de

Diesen Artikel …
sep
sep
sep
sep
sep

Weitere Beiträge in dieser Rubrik

Simulation: Umfassende Lösung für simulationsgestützte digitale Zwillinge

SimulationUmfassende Lösung für simulationsgestützte digitale Zwillinge

ANSYS, ein führender, innovativer Anbieter von Simulationssoftware, ermöglicht Produktentwicklern mit der neuen Version ANSYS 19.1 Innovationen voranzutreiben, indem simulationsgestützte digitale Zwillinge in einem einzigen Arbeitsablauf schnell erstellt, validiert und implementiert werden können.

…mehr
Simulation: FluiDyna stärkt Altair

SimulationFluiDyna stärkt Altair

Altair hat die in Deutschland ansässige FluiDyna GmbH, ein renommiertes, auf NVIDIA CUDA und GPU-basierende Strömungsmechanik (CFD) und numerische Simulation spezialisiertes Unternehmen, in das Altair bereits 2015 erste Investitionen getätigt hat, übernommen.

…mehr
Simulation: Schnellere Markteinführung von Flugzeugen

SimulationSchnellere Markteinführung von Flugzeugen

ANSYS, ein führender Anbieter von Simulationssoftware, hat mit seinen Lösungen an Bord des Verkehrsjets Embraer E190-E2 Luftfahrtgeschichte mitgeschrieben. „Als erstes Flugzeug hat unser neues Modell gleichzeitig die Zulassung durch die Federal Aviation Administration (FAA), die European Aviation Safety Agency (EASA) und die brasilianische Civil Aviation Agency (Agência Nacional de Aviação Civil - ANAC) erhalten.

…mehr
Simulation: Neue Versionen von Elektromagnetik-Software

SimulationNeue Versionen von Elektromagnetik-Software

Altair hat die 2018er Versionen der führenden Elektromagnetik (EM) Simulationssoftwarelösungen FEKO®, WinProp®, Flux® und FluxMotor® veröffentlicht.

…mehr
Autonomes Fahren: Neue Simulationslösung von Siemens

Autonomes FahrenNeue Simulationslösung von Siemens

Siemens hat auf dem Siemens U.S. Innovation Day in Chicago eine wegweisende Lösung für die Entwicklung autonomer Fahrzeuge angekündigt. Als Teil des Simcenter-Portfolios verringert die neue Lösung nicht nur den Bedarf an umfangreichen physikalischen Prototypen, sondern reduziert auch erheblich die Anzahl der protokolierten Testkilometer, die zum Nachweis der Sicherheit von autonomen Fahrzeugen erforderlich sind.

…mehr
Anzeige
Anzeige

Anzeige - Highlight der Woche

Mediadaten 2018

Anzeige

White Papers auf smart engineering


In unserer neuen White Paper Sektion finden Sie lösungsorientierte White Paper unserer Partner zu IT-Standards, Anwendungshinweisen, Leistungsübersichten uvm. Jetzt kostenfrei downloaden.

Künstliche Intelligenz: Forschungsroboter “Roboy“ und Martina Mara

Video- Künstliche Intelligenz: Forschungsroboter “Roboy“ und Martina Mara


Welche Wirkung hat der Anblick von Robotern auf Menschen? Mit dieser Frage befasst sich das Team um Professor Markus Appel vom Campus Landau in einem aktuellen Forschungsprojekt. Mit ihrer Studien wollen die Forscher herausfinden, inwieweit wir Menschen künstliche Intelligenz als helfende Hand im Alltag akzeptieren oder ablehnen.

smart engineering in Social Networks

smart engineering Newsletter

smart engineering Newsletter kostenfrei abonnieren

Unser Newsletter informiert Sie über die wichtigsten Neuigkeiten, Produktentwicklungen und Trends aus der Branche. Jetzt kostenlos registrieren.

SCOPE Newsticker