smart engineering - Industrie 4.0 aus einer Hand
Home> Smart Industry> Additive/Subtraktive Fertigung> Rapid-Technologien>

3D-Drucksysteme; Rapid Prototyping; 3D-Druck; Rapid Tooling; Additive Fertigung

Rapid-TechnologienVerschleißfeste Elastizität

Thermoplastisches Polyurethan (TPU) erfreut sich insbesondere als Werkstoff für die Herstellung von elastischen Bauteilen mit weichen und griffsympathischen Oberflächen wachsender Beliebtheit bei Designern, Produktentwicklern und Konstrukteuren. Zu den wenigen Zulieferern, die in der Lage sind, dieses Elastomer in einem Schichtbau-Verfahren des 3D-Printing wirtschaftlich herzustellen, gehört hierzulande das Unternehmen FKM Sintertechnik.

sep
sep
sep
sep
Serienbauteile aus TPU

Einbauteile mit geometrisch hochkomplexe Gitterstrukturen, Dämpfungselemente mit Zonen unterschiedlicher Elastizität oder abriebfeste Bedienteile mit griffsympathischer Softtouch-Haptik sind typische Beispiele für Produkte, die heute aus thermoplastischem Polyurethan (TPU) hergestellt werden. Im hessischen Biedenkopf geschieht dies auf besondere Weise. Denn hier steht seit etwa zwei Jahren die neue Fabrik von FKM Sintertechnik, in der mit Hilfe der Lasersinter-Technologie – unter anderem – Serienbauteile aus TPU gefertigt werden. „Lasergesinterte Bauteile aus thermoplastischem Polyurethan erfreuen sich gerade bei den Designern und Produktentwicklern in Consumer-Industrie, Fahrzeugtechnik und Fluidtechnik wachsender Beliebtheit. Dabei entdecken wir in den gemeinsamen Projekten mit unseren Kunden auch ständig weitere Anwendungsfelder für lasergesintertes TPU – zum Beispiel die Herstellung von feinen Schläuchen mit sehr kleinen Durchmessern“, sagt FKM-Geschäftsführer Jürgen Blöcher.

Anzeige

FKM Sintertechnik verwendet für die TPU-Verarbeitung eine speziell für das selektive Lasersintern optimierte, pulverförmige Werkstoff-Variante. Daraus lassen sich Formteile fertigen, deren Materialprofil sich durch eine außergewöhnliche Kombination aus Festigkeit, Elastizität und Verschleißbeständigkeit auszeichnet. Im Zusammenspiel mit den typischen formgeberischen Vorteilen des Lasersinterns – also etwa der einfachen Realisierung „unsichtbarer“ Innenstrukturen oder komplizierter Hinterschneidungen – bieten sich den Designern und Konstrukteuren große Freiheiten bei der Gestaltung innovativer Strukturen aus TPU. Weitere Vorteile eröffnen sich durch die Möglichkeit, das Material nachträglich einzufärben.

Glätten auf Hochglanzniveau
Insbesondere für die Realisierung von Formteilen und Bauelementen aus TPU mit erhöhten Anforderungen an die optischen, haptischen oder fluidtechnischen Eigenschaften hat FKM Sintertechnik eine weitere Spezialität zu bieten: Das Glätten der Oberflächen auf Hochglanzniveau. Dabei durchlaufen die TPU-Teile einen verfahrenstechnischen Prozess namens „Smooth“, über den das Unternehmen keine weiteren Details verrät. „Das rückstandsfreie Verfahren ist eine Eigenentwicklung und eine echte Innovation. Wir sind derzeit der einzige Zulieferer der 3D-Printing-Branche, der es anwenden kann“, betont FKM-Geschäftsführer Blöcher. Die gummiähnliche Elastizität von TPU wird durch das Verfahren in keinster Weise beeinflusst; und gerade weil beim Glätten im Smooth-Prozess auch alle innenliegenden Bereiche eines TPU-Bauteils erreicht werden, ist das Verfahren für die strömungstechnische Optimierung fluidtechnischer Komponenten von sehr hohem Interesse.

Mit hoher Produktivität fertigen lassen sich in der Lasersinter-Fabrik von FKM neben Prototypen, Serien- und Ersatzteilen aus TPU auch Teile und Serien aus anderen Kunststoffen wie etwa dem hochtemperaturbeständigen PEEK, dem aluminiumgefüllten Polyamid 12 auch oder glasfaserverstärkten Verbundmaterialen. Da FKM überdies die geeigneten Anlagen zum Lasersintern von Metallpulvern betreibt, können auch Bauteile aus Aluminium, Edel- und Werkzeugstählen sowie Speziallegierungen produziert werden.

Stefan Graf

FKM Sintertechnik, Biedenkopf, Tel. 06461/758520, http://www.fkm-sintertechnik.de

Diesen Artikel …
sep
sep
sep
sep
sep

Weitere Beiträge in dieser Rubrik

Additive Fertigung: 3D-gedruckte Zahnräder schneiden bei Igus besser ab

Additive Fertigung3D-gedruckte Zahnräder schneiden bei Igus besser ab

Der motion plastics Spezialist Igus bietet jetzt ein Lasersinter-Material an, welches sich insbesondere für die additive Fertigung von Zahnrädern eignet. Der neue Werkstoff soll sich durch eine mindestens sechsmal höhere Verschleißfestigkeit bei Zahnrädern im Vergleich zu Standardmaterialien auszeichnen und dadurch die Lebensdauer von bewegten Anwendungen verlängern.

…mehr
3D-Druck: Premiere für Stratasys F123-Serie

3D-DruckPremiere für Stratasys F123-Serie

Stratasys zeigt auf der Hannover Messe erstmals seine neue 3D-Drucker F123-Serie sowie die aktuell gelaunchten Materialien für seine PolyJet- und FDM-Technologien.

…mehr
Additive  Fertigung: Humanoide Roboter aus dem 3D-Drucker

Additive FertigungHumanoide Roboter aus dem 3D-Drucker

Die Schweizer Gesellschaft Devanthro und das Forschungsprojekt Roboy an der Technischen Universität München basteln derzeit an einem Roboter, der sich genauso bewegen kann wie ein Mensch. Bei der Entwicklung des ersten Prototypen, Roboy Junior, kam die Additive Fertigung mit EOS Systemen zum Einsatz.

…mehr
Additive Fertigung: Sichere Plattform von PROSTEP

Additive FertigungSichere Plattform von PROSTEP

Beim global verteilten 3D-Druck-Verfahren muss sichergestellt werden, dass nur autorisierte Personen Zugang zu den Daten haben, dass nur die Originaldaten gedruckt werden und Raubkopien vermieden werden. PROSTEP entwickelt dafür mit Partnern eine Secure Additive Manufacturing Plattform (SAMPL) im Rahmen des Förderprogramms PAiCE.

…mehr
Additive Fertigung: 3D-Druck für McLaren Racing

Additive Fertigung3D-Druck für McLaren Racing

McLaren Racing und Stratasys freuen sich, eine neue Partnerschaft über vier Jahre bekanntzugeben, in deren Rahmen Stratasys McLaren Racing als offizieller Lieferant von 3D-Drucklösungen des McLaren-Honda Formel-1-Teams eine Reihe von 3D-Druck- und Additiven Fertigungslösungen bereitstellen wird.

…mehr
Anzeige
Anzeige

Anzeige - Highlight der Woche

COSCOM Digital-PROZESS Meetings

Einladung zu COSCOM Digital-PROZESS Meetings

Mehr Profit vor dem Span! COSCOM connected …

… Manufacturing: CNC-Prozesse optimieren!

… Tool-Management: Rüstprozesse beschleunigen!

… Prozess-Management: Durchgängige Daten bis an die Maschine!

Aktuelle Termine und Orte hier

Anzeige - Highlight der Woche

Aras Whitepaper: Internet of Things - Kontext statt Chaos


Hier stellt Ihnen das Unternehmen Aras das Highlight der Woche vor.

White Paper jetzt kostenlos herunterladen!

Mediadaten 2018

Anzeige

White Papers auf smart engineering


In unserer neuen White Paper Sektion finden Sie lösungsorientierte White Paper unserer Partner zu IT-Standards, Anwendungshinweisen, Leistungsübersichten uvm. Jetzt kostenfrei downloaden.

Künstliche Intelligenz: Forschungsroboter “Roboy“ und Martina Mara

Video- Künstliche Intelligenz: Forschungsroboter “Roboy“ und Martina Mara


Welche Wirkung hat der Anblick von Robotern auf Menschen? Mit dieser Frage befasst sich das Team um Professor Markus Appel vom Campus Landau in einem aktuellen Forschungsprojekt. Mit ihrer Studien wollen die Forscher herausfinden, inwieweit wir Menschen künstliche Intelligenz als helfende Hand im Alltag akzeptieren oder ablehnen.

smart engineering in Social Networks

smart engineering Newsletter

smart engineering Newsletter kostenfrei abonnieren

Unser Newsletter informiert Sie über die wichtigsten Neuigkeiten, Produktentwicklungen und Trends aus der Branche. Jetzt kostenlos registrieren.

SCOPE Newsticker