smart engineering - Industrie 4.0 aus einer Hand
Home> IT Solutions> PLM/ERP/MES> PLM> Zusammenhänge stets im Blick

PLMZusammenhänge stets im Blick

Mehr Software kombiniert mit Elektrotechnik und Mechanik – die Entwicklung moderner Produkte wird wie diese selbst komplexer. Mit Teamcenter 9 fokussiert Siemens PLM Software deswegen verstärkt das Systems Engineering und schafft mit der ‚Active-Workspace‘-Komponente die Möglichkeit, Zusammenhänge auch über System- und Datenbankgrenzen hinweg schnell zu erkennen. Der Anwender kann auf dieser Weise früher Entscheidungen fundiert treffen und bessere Produkte entwickeln.
sep
sep
sep
sep

Anfang August glückte der NASA die Landung des Curiosity-Rovers auf dem Mars. Das 900 kg schwere Fahrzeug war nicht nur bei der Landung extremen Umgebungsbedingungen ausgesetzt, auch der Betrieb auf dem Mars ist kein Sonntagsspaziergang. Allein die Temperatur auf der Marsoberfläche liegt im Mittel bei - 55 °C. Erschwerend kommt hinzu: Alles muss funktionieren, denn einen Servicetechniker wird Curiosity so schnell nicht sehen. Umso wichtiger war deshalb die digitale Entwicklung des Mars-Erkundungsfahrzeugs, bei der sich das Team des Jet Propulsion Laboratory der NASA auf Software von Siemens PLM Software verließ. Mit der Software wurde das Fahrzeug digital entworfen und virtuell zusammengebaut, so dass die Ingenieure seine Funktionen schon simulieren konnten, bevor es überhaupt einen physischen Prototypen gab.

Anzeige

Wie wichtig diese digitale Phase ist, zeigt der Rückblick auf die Apollo-13-Mission: Hier wurde im Laufe der Entwicklung die Spannung des Bordnetzes von 28 auf 56 V erhöht. Die gesamte Elektrik war daraufhin angepasst worden, nur ein einzelner Schalter nicht. Und der ‚überlebte‘ sogar alle Tests, bevor er schließlich im Weltraum versagte – und die Mission in ernste Schwierigkeiten brachte. Nicht nur mittels des Änderungsmanagements sollten sich solche Fehler in PLM-Umgebungen vermeiden lassen. Gerade angesichts global ausgerichteter Unternehmen und immer komplexerer Produkte spielt PLM-Software hier eine entscheidende Rolle.

Einer der Gründe für die zunehmende Komplexität ist in dem wachsenden Softwareanteil zu finden, der mit Elektrotechnik und Mechanik harmonieren muss. „Deswegen lag ein Fokus bei der Entwicklung von Teamcenter 9 auf dem Systems Engineering“, erläutert Thorsten Elsen, Marketing-Direktor für das Teamcenter-Portfolio bei Siemens PLM Software. Dazu sei das Anforderungs-Management in dem neuen Hauptrelease überarbeitet worden. „Statt separater Werkzeuge für Systemmodellierung sowie Dokumentation von Schnittstellen und Anforderungen nutzen wir nun einen stärker integrierten, systemgetriebenen Ansatz bei der Produktentwicklung.“ Dadurch entstehe eine einheitliche Systemsicht entlang der gesamten Wertschöpfungskette, die späte und teure Integrationsprobleme vermeide. Darüber hinaus macht die Vernetzung mit Anwendungen wie Microsoft Outlook, Word, Excel und Visio sowie Matlab und Simulink von MathWorks eine Vielzahl von Methoden zur Systemdefinition und -modellierung möglich.

Ziel ist zudem stets, die richtigen Personen zur richtigen Zeit mit den richtigen Informationen zu versorgen – dann sollte auch die Umstellung der Bordspannung keine Probleme verursachen. „Teamcenter 9 basiert dazu auf einer einheitlichen Architektur und verfolgt ebenfalls einen integrierten Ansatz“, fährt Elsen fort. „Die Daten, die Teams im gesamten Unternehmen erzeugen, werden auf diese Weise miteinander vernetzt; zudem die Anwendung stärker personalisiert und damit produktiver.“

Möglichst alle relevanten Datenquellen nutzen

Auf diese individuelle Sicht des jeweiligen Mitarbeiters zielt auch eine weitere Komponente des Teamcenter-Portfolios mit Namen ‚Active Workspace‘. Hintergrund ist, dass Informationen nicht nur aus den klassischen Entwicklersystemen wie CAD, CAE oder PDM kommen. „Wir wollen deshalb verschiedene Datenbanken – insbesondere auch die außerhalb der Siemens-PLM-Software-Welt – einbinden und Inhalte zusammenführen“, so der Teamcenter-Experte. Dem Anwender würden dann innerhalb der Active-Workspace-Oberfläche Zusammenhänge und Verknüpfungen dargestellt, die sich ansonsten nur sehr schwer erfassen ließen – weil sich die Daten in verschiedenen Systemen befinden. Auf diese Weise lässt sich auch das Problem lösen, dass während des Produktlebenszyklus große Mengen an Daten entstehen, diese aber oft ungenutzt bleiben.

„Ein dynamisches System wie Active Workspace stellt umfangreiche technische und geschäftliche Zusammenhänge dar“, fasst Thorsten Elsen zusammen. „Fundierte und präzise Entscheidungsprozesse werden so möglich.“ Denn das System arbeite sehr performant – angesichts der Datenmengen keine einfache Aufgabe. Es lässt sich von einigen hundert bis hin zu Millionen Informationseinheiten oder von einer umfangreichen Dokumentensammlung bis hin zu komplexen 3D-Geometrien einsetzen. Unterstützt werden die Anwender auch bei der Suche nach relevanten Teammitgliedern, die in eine Aufgabe oder Entscheidung einbezogen werden müssen. -co-

Siemens Industry Software GmbH & Co. KG, Köln Tel. 0221/20802-0, http://www.siemens.com/plm

Diesen Artikel …
sep
sep
sep
sep
sep

Weitere Beiträge zum Thema

Airbus

PLM-PlattformAirbus setzt auf Aras-Lösungen

Airbus wird künftig die Aras Innovator-Plattform und -Solution-Suite für Engineering-Prozesse innerhalb des Unternehmens für bis zu 30.000 User und mehr nutzen. Dazu haben Airbus und Aras einen strategischen Partnerschaftsvertrag unterzeichnet.

…mehr
Enterprise-PLM-Software

PDM/PLM-SoftwareVisuelle Zusammenarbeit besser unterstützt

Version 11 der Enterprise-PLM-Software Aras Innovator bietet erweiterte Funktionen für die visuelle Zusammenarbeit auf Basis der Secure Social Technologie von Aras.

…mehr

Elektro-CADBranchenlösung für elektronische Produkte

Dassault Systèmes, bringt mit der „Smarter, Faster, Lighter”-Anwendung eine Branchenlösung für die Entwicklung elektronischer Produkte auf den Markt. Mit dieser können Unternehmen ihre mechanischen und elektronischen Neuerungen sowie ihre Softwareinnovationen koordinieren, um wettbewerbsfähige und attraktive Produkte zu schaffen.

…mehr

NewsElektro-CAD: Branchenlösung für elektronische Produkte

Dassault Systèmes, bringt mit der "Smarter, Faster, Lighter"-Anwendung eine Branchenlösung für die Entwicklung elektronischer Produkte auf den Markt.

…mehr
PLM-Technologie: Schlüssige Lösung fürs  Multi-CAD-Datenmanagement

PLM-TechnologieSchlüssige Lösung fürs Multi-CAD-Datenmanagement

Automobilzulieferer sind Diener vieler Herren, die oft mit unterschiedlichen CAD-Systemen arbeiten. Um ihre Produktdaten verwalten und bereitstellen zu können, benötigen sie Multi-CAD-fähige PDM-Lösungen, die auch den Datenaustausch unterstützen.
…mehr
Anzeige
Anzeige

Anzeige - Highlight der Woche

Mediadaten 2018

Anzeige

White Papers auf smart engineering


In unserer neuen White Paper Sektion finden Sie lösungsorientierte White Paper unserer Partner zu IT-Standards, Anwendungshinweisen, Leistungsübersichten uvm. Jetzt kostenfrei downloaden.

Künstliche Intelligenz: Forschungsroboter “Roboy“ und Martina Mara

Video- Künstliche Intelligenz: Forschungsroboter “Roboy“ und Martina Mara


Welche Wirkung hat der Anblick von Robotern auf Menschen? Mit dieser Frage befasst sich das Team um Professor Markus Appel vom Campus Landau in einem aktuellen Forschungsprojekt. Mit ihrer Studien wollen die Forscher herausfinden, inwieweit wir Menschen künstliche Intelligenz als helfende Hand im Alltag akzeptieren oder ablehnen.

smart engineering in Social Networks

smart engineering Newsletter

smart engineering Newsletter kostenfrei abonnieren

Unser Newsletter informiert Sie über die wichtigsten Neuigkeiten, Produktentwicklungen und Trends aus der Branche. Jetzt kostenlos registrieren.

SCOPE Newsticker