smart engineering - Industrie 4.0 aus einer Hand
Home> IT Solutions> PLM/ERP/MES> PLM>

PLM-Systeme fit machen fürs IoT

VernetzungPLM-Systeme fit machen fürs IoT

Die intelligente Vernetzung von Produkten über das Internet of Things (IoT) ist die Grundlage für neue Serviceangebote und neue Geschäftsmodelle. Dadurch verändert sich die Art und Weise, wie in Entwicklung, Fertigung und Logistik sowie in Marketing und Vertrieb gearbeitet wird. Für die Unternehmen ist das in erster Linie eine organisatorische Herausforderung, die aber durch intelligente vernetzte PLM-Systeme unterstützt werden muss.

sep
sep
sep
sep

Intelligente Produkte verändern nicht nur die Unternehmen und ihre Geschäftsmodelle, sondern auch die IT-Werkzeuge, mit denen sie entwickelt werden. Die Werkzeuge müssen ebenfalls intelligenter werden und dem Anwender einen einfacheren Zugang zu Daten und Funktionen bieten. Zweitens müssen sie besser vernetzt sein, um die Daten der intelligent vernetzten Produkte in die Entwicklung zurückzuspielen. Drittens benötigen die Anwender einen noch umfassenderen Funktionsumfang, gerade was CAD-Daten- und Stücklisten-Management anbelangt. Und last but not least wollen sie diese Funktionalität durch neue, cloudbasierte Services flexibler nutzen können.

Anzeige

Die Herausforderungen bei Entwicklung, Fertigung und Vertrieb und vor allem beim Betrieb von intelligenten Produkten sind vielschichtig. Durch ihre Vernetzung sind sie Teil eines komplexeren Systems, dessen Randbedingungen schon bei der Konzeption berücksichtigt werden müssen. Ohne ein systematisches Anforderungsmanagement, mit dem funktionale und nicht-funktionale Anforderungen auf Systemebene spezifiziert und validiert werden können, lässt sich die Komplexität vernetzter Produkte nicht beherrschen. Die Integration von Werkzeugen für das Systems Engineering in die PLM-Lösung hat den Vorteil, dass die Anforderungen kontinuierlich mit den Ergebnissen abgeglichen werden können und ihre Erfüllung über den gesamten Produktlebenszyklus nachvollziehbar bleibt.

PLM und ALM enger verzahnen
Die Intelligenz der Produkte wird maßgeblich durch Elektronik und Software bestimmt, deren Anteil an der Wertschöpfung in den letzten Jahren dramatisch zugenommen hat. Wenn man bedenkt, wie stark Motorleistung oder Fahreigenschaften eines Autos heute von den Software-Algorithmen abhängen, dann kann man sich leicht ausmalen, warum Mechanik, Elektrik/Elektronik und Software nicht unabhängig voneinander entwickelt werden können. Alles muss perfekt aufeinander abgestimmt sein. Da Software mit anderen Tools entwickelt wird als mechanische Komponenten und außerdem viel kürzere Entwicklungszyklen hat, machen intelligente Produkte ein übergreifendes Konfigurations- und Änderungsmanagement unabdingbar. Dazu müssen PLM-System und ALM-Lösung (Application Lifecycle Management), die den Software-Lebenszyklus steuert, enger miteinander verzahnt werden.

Intelligente Produkte zeichnen sich dadurch aus, dass sie kontinuierlich Daten über sich und ihre Umwelt erfassen und weitergeben. Sie kommunizieren über das Internet mit anderen intelligenten Produkten oder mit Backend-Systemen, die diese Daten auswerten und automatisch bestimmte Aktionen veranlassen. Anhand von bestimmten Messwerten lassen sich z.B. mögliche Ausfälle von Bauteilen vorhersagen, um sie auszutauschen, bevor der Schadensfall eintritt. So fördern intelligente Produkte proaktive Service-Konzepte oder innovative Product-as-a-Service-Angebote, bei denen der Hersteller keine Anlage mehr verkauft, sondern nur die Leistung dieser Anlage - sei es eine Flugzeugturbine oder eine Gebäudeheizung.

Auch die Anforderungen an das klassische CAD- und Stücklisten-Datenmanagement werden durch IoT und intelligente Produkte anspruchsvoller. Ihre Entwicklung ist per Definition eine kollaborative Aufgabe, an der in der Regel eine Vielzahl von Partnern mit einer heterogenen CAD- bzw. CAx-Systemlandschaft mitwirken. PLM-Systeme müssen deshalb in der Lage sein, CAD-Daten aus unterschiedlichen Quellsystemen in den nativen Formaten zu verwalten und bei Änderungen konsistent zu halten. Das gilt auch für den Abgleich von Änderungen zwischen Mechanik-CAD- und ECAD-Systemen.

Das Produktleben verlängern
Dank der intelligenten Vernetzung der Produkte endet ihr Entwicklungsprozess heute nicht mehr mit der Produktion, sondern setzt sich nach der Markteinführung fort. IoT-fähige PLM-Systeme unterstützen das verlängerte Produktleben durch ein leistungsfähiges Stücklisten-Management, das nicht nur die Weitergabe der Konstruktions- (eBOM) an die Fertigungs- (mBOM) oder Service-Stücklisten (sBOM) ermöglicht, sondern auch die Beziehungen zwischen den unterschiedlichen Stücklisten-Ausprägungen verwalten und Unterschiede grafisch visualisieren kann. Produktvarianten können ausgehend von einer 150%-Stückliste konfiguriert und automatisch validiert werden.

Die Entwicklung intelligenter Produkte erfordert nicht nur einen umfassenderen Strauß an PLM-Funktionen, sondern führt auch dazu, dass diese Funktionen von einem noch größeren und heterogeneren Anwenderkreis benutzt werden. Das erfordert aber eine wesentlich intuitivere Benutzerführung und einen noch einfacheren Zugang zu den Informationen. Gerade gelegentliche Anwender benötigen rollenspezifische Apps, die ihnen nur die für ihre Aufgabe relevanten Informationen zur Verfügung stellen. Und sie brauchen noch leistungsfähigere Suchfunktionen, die es ermöglichen, unterschiedliche Kriterien miteinander zu verknüpfen.

Die Software-Hersteller sind aufgefordert, ihre PLM-Lösungen fit für das IoT zu machen. Gerade kleinere und mittelständischere Unternehmen legen beim PLM-Einsatz heute Wert auf schnell zu implementierende Lösungen mit geringen Gesamtkosten (Total Cost of Ownership), die ihnen einen schnellen Return on Invest (RoI) garantieren. Sie wollen die Software nicht mehr unbedingt kaufen müssen, sondern die Wahl zwischen verschiedenen Betreibermodellen haben. PLM in der Cloud ist für viele Unternehmen kein Tabu mehr. ee

Parametric Technology GmbH, Telefon: 089/321060, www.ptc.com

Diesen Artikel …
sep
sep
sep
sep
sep

Weitere Beiträge zu dieser Firma

PTC Thingworx

Internet der DingeFernüberwachung und -wartung mit IoT

Stillstand in der Produktion ist ein Kostenfaktor, der gerne vermieden wird. Deshalb findet das Thema Wartung – inzwischen als Predictive Maintenance, also vorausschauende Wartung – große Beachtung.

…mehr
PTC Remote Service

Internet of ThingsDurch Fernzugriff Ersatzteile rechtzeitig bereitstellen

PTC Remote Service und PTC Connected Service Parts Management unterstützen Unternehmen bei der Umsetzung neuer Servicekonzepte für vernetzte Produkte. Sie erlauben es Nutzern, Service- und Produktdaten in Echtzeit zu analysieren.

…mehr

Weitere Beiträge in dieser Rubrik

Hannover Messe 2018: Schnellere Innovation mit PLM aus der Cloud

Hannover Messe 2018Schnellere Innovation mit PLM aus der Cloud

T-Systems stellt auf der Hannover Messe ihre umfassende PLM Cloud vor, die seit Anfang des Jahres produktiv läuft. Die Lösung für Product Lifecycle Management (PLM) aus der Cloud kombiniert eine einzigartige Vielfalt an PLM-Systemen mit einem durchgängigen Prozess und Support für die Anwender sowie der Datensicherheit eines deutschen Rechenzentrums.

…mehr
PLM: Bombardier und Siemens kooperieren

PLMBombardier und Siemens kooperieren

Bombardier, der weltweit führende Hersteller von Zügen und Flugzeugen, arbeitet mit Siemens zusammen, um das Teamcenter-Portfolio für Product Lifecycle Management (PLM) auszubauen. Ziel ist es, eigene Engineering-Prozesse für die Produktentwicklung, -herstellung und den Support zu optimieren.

…mehr
IT-Solutions: Advanced Machine Engineering

IT-SolutionsAdvanced Machine Engineering

Siemens kündigt eine neue Lösung für die Industriemaschinen-Branche an: Advanced Machine Engineering. Die Software richtet sich an Maschinenhersteller, die sich steigender Produktkomplexität und kürzeren Lieferzeiten stellen müssen.

…mehr
Anzeige
Anzeige

Anzeige - Highlight der Woche

Durchgängige Industrie 4.0 Lieferkette – MES macht´s möglich!

Durchgängige Industrie 4.0 Lieferkette – MES macht´s möglich!

Um bei den internen Produktionsprozessen die höchste Qualität und eine optimale Lieferkette sicherzustellen, verlässt sich der Leichtmetallspezialist Heggemann auf BDE und Feinplanung von PROXIA. Die MES-Produkte liefern exakte Stammdaten als Planungsgrundlage und zur Nachkalkulation sowie eine hochintegrierte Fertigungs-Feinplanung für eine schlanke und flexible Produktion.

Bericht lesen

Anzeige - Highlight der Woche

Mit Lean Production 30% schneller in die Fertigung

Mit Lean Production 30% schneller in die Fertigung

Mehr Wirtschaftlichkeit und Wachstum – Die Schneto AG, der Spezialist für Präzisionsdrehteile erschließt mit Vernetzung und Digitalisierung von ERP und Produktion mit dem COSCOM FactoryDIRECTOR neue Produktivitätspotenziale: Rund 30% Steigerung der Rüstgeschwindigkeit und Ausschussteilquote nahe Null.

Bericht lesen

Anzeige - Highlight der Woche

Aras Whitepaper: Internet of Things - Kontext statt Chaos


Hier stellt Ihnen das Unternehmen Aras das Highlight der Woche vor.

White Paper jetzt kostenlos herunterladen!

Mediadaten 2018

Anzeige

White Papers auf smart engineering


In unserer neuen White Paper Sektion finden Sie lösungsorientierte White Paper unserer Partner zu IT-Standards, Anwendungshinweisen, Leistungsübersichten uvm. Jetzt kostenfrei downloaden.

Künstliche Intelligenz: Forschungsroboter “Roboy“ und Martina Mara

Video- Künstliche Intelligenz: Forschungsroboter “Roboy“ und Martina Mara


Welche Wirkung hat der Anblick von Robotern auf Menschen? Mit dieser Frage befasst sich das Team um Professor Markus Appel vom Campus Landau in einem aktuellen Forschungsprojekt. Mit ihrer Studien wollen die Forscher herausfinden, inwieweit wir Menschen künstliche Intelligenz als helfende Hand im Alltag akzeptieren oder ablehnen.

smart engineering in Social Networks

smart engineering Newsletter

smart engineering Newsletter kostenfrei abonnieren

Unser Newsletter informiert Sie über die wichtigsten Neuigkeiten, Produktentwicklungen und Trends aus der Branche. Jetzt kostenlos registrieren.

SCOPE Newsticker