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Siemens PLM Software - PLM - Vom 3D-Modell zum Digitalen Zwilling

PLM-TechnologieVom 3D-Modell zum Digitalen Zwilling

Die Siemens Anwendergruppe lud Ende Oktober 2015 erneut zur Siemens PLM Connection nach Berlin ein. Rund 950 Teilnehmer versammelten sich in der Hauptstadt. Sie erwartete viele Informationen rund um das PLM-Portfolio sowie eine Vorschau auf einige neue Produkte.

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PLM-Technologie: Vom 3D-Modell zum Digitalen Zwilling

So viele Teilnehmer wie nie zuvor versammelten sich zum größten Anwendertreffen der Siemens-PLM-Community. Rund 950 Teilnehmer aus 30 Ländern reisten an; ein Drittel davon war zum ersten Mal dabei und lauschte gespannt den Vorträgen. CEO Chuck Grindstaff und CTO Paul Sicking – sowie viele andere aus dem Siemens PLM-Management – gaben Einblicke in den aktuellen Stand und gaben Ausblicke auf kommende Produkte.

Die Digitalisierung der Produktentwicklung sowie der Fertigung nahm viel Raum in den Präsentationen ein. Bereits vor einem Jahr hatte Siemens bekannt gegeben, sich zukünftig entlang der Wachstumsfelder der Elektrifizierung, Automatisierung und Digitalisierung aufzustellen beziehungsweise diese Bereiche zu intensivieren. Doch wenn es um die digitale Zukunft in der Elektrifizierung und Automatisierung geht, ist Siemens längst aktiv. Schließlich sind Tausende von Anlagen bei Kunden installiert, deren Prozesse und Funktionen Siemens überwacht. Jede Gasturbine oder Produktionsanlage hat schon heute einen digitalen Zwilling, der mit Software geplant, simuliert und virtuell getestet wird. Eine Herausforderung ist die gigantische Datenmenge, die bei Planung, Produktion, Betrieb und Überwachung dieser Maschinen entsteht. Zum Vergleich: Schon heute entstehen in jeder Stunde weltweit mehr Informationen, als jemals in Büchern aufgeschrieben wurden. Und bis zum Jahr 2020 soll die weltweit gespeicherte Menge digitaler Daten um das Vierzig- bis Fünfzigfache wachsen.

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Daten: ein kostbarer Schatz

Insbesondere in der Produktentwicklung und Fertigung sind die entstehenden Daten nicht nur eine Herausforderung, sondern gleichzeitig ein großer Informationsschatz, den es zu heben und analysieren gilt. PLM- und MES-Lösungen sind hierfür prädestiniert. In diesem Bereich hat Siemens enorme Expertise und Praxiserfahrung und will damit am Markt noch stärker als bisher punkten. Ein Beleg hierfür ist das künftige enge Zusammenspiel von PLM und MES im Geschäftsbereich Siemens PLM.
Ein zentrales Produkt für die Verwaltung von Daten ist Teamcenter, das nun in der Version 11 verfügbar ist. Sie bietet neue Features für das gesamte Portfolio, um Produktivität zu steigern, Leistung zu verbessern und Kosten zu senken. Teamcenter 11 verfügt nun über eine erweiterte Funktionalität der Benutzeroberfläche Active Workspace, neue Administrations- und Integrations-Tools sowie die Möglichkeit, Prozesse in der Softwareentwicklung als integralen Bestandteil des gesamten Produktlebenszyklus zu verwalten. Um die Leistung eines Produkts mittels einer Systemsicht planen und simulieren zu können, bietet Active Workspace beispielsweise Funktionen für Systems Engineering und Anforderungsmanagement. Mit neuen Optionen zur Modellierung von Systemarchitekturen und Werkzeugen für den Validierungs- und Verifizierungsprozess können Kunden die Zielvorgaben eines Produkts klar bestimmen.

Die 11 fürs Team

Die Lebenszyklen von Softwareanwendungen werden anhand von Application Lifecycle Management (ALM)-Tools verwaltet. Mit einem domänenübergreifenden Ansatz bindet Teamcenter 11 diese ALM-Tools sowie Daten und Prozesse nahtlos in die PLM-Umgebung ein. Als Ergebnis profitieren Anwender bei der Softwareentwicklung von einer ganzheitlichen Produktansicht, die auch Mechanik- und Elektro-/Elektronikdaten (MCAD- und ECAD) umfasst. „Um ein Produkt umfassend zu validieren, muss die Software betrachtet werden, die das Produkt funktionsfähig macht“, betonte Eric Sterling, Senior Vice President of Teamcenter.

Zusätzliche Erweiterungen betreffen die Zusammenarbeit mit Lieferanten, den Bereich Compliance sowie die ECAD-Integrationen mit der Teamcenter Rapid Start Konfiguration für das Produktdatenmanagement (PDM). So können verschiedenste Domänen Entwürfe teilen und in einer einzigen PDM-Umgebung zusammenarbeiten. Die Teamcenter Rapid Start Konfiguration soll die PDM-Funktionen von Teamcenter schnell und kostengünstig bereitstellen und es Anwendern ermöglichen, jederzeit von PDM hin zu einer umfassenden Teamcenter-PLM-Lösung zu wechseln. „Teamcenter Rapid Start ist die optimale Lösung für kleine und mittlere Unternehmen, um mit PDM zu starten“, sagte Sterling und ergänzte: „Mit vorkonfigurierten Funktionen und Abläufen für Multi-CAD-Datenmanagement, die auf der Teamcenter 11 Plattform aufbauen, bekommen Kunden genau das, was sie brauchen, um heute mit PDM zu beginnen – in dem sicheren Wissen, dass sie schon morgen auf ein umfassendes PLM erweitern können.“
Als weitere Neuheiten bietet Teamcenter Self-Service-Funktionen, die Lieferanten bei der Zusammenarbeit mit Kunden unabhängiger machen sowie Funktionen, die den Kunden ermöglichen, ihre Produkte auf die Einhaltung von Gefahrstoff- und Umweltschutzrichtlinien zu prüfen.
Verbesserungen in der Performance sowie neue Teamcenter-Management-Tools sollen als überzeugende Argumente für Kunden dienen, um von Version 10 zu der Version 11 zu wechseln.

Von der Idee zur Zeichnung

Als neues Produkt wurde auch Catchbook präsentiert. Die CAD-Software ist eine App für Smartphones und Tablets, mit der man mit dem Finger oder Stift zeichnen kann. Einfach bedienbar soll sie die Ideenfindungsphase unterstützen. Der „digitale Notizblock“ erleichtert durch Featureerkennung das Anfertigen von technischen Skizzen auf mobilen Endgeräten. Die Software erkennt bereits während der Eingabe Freihandlinien als Gerade oder Kreis und wandelt krakelige Linien in perfekte geometrische Formen um. Der Anwender kann Maße anfügen, woraufhin die Software den Maßstab der Skizze errechnet. Auch Bilder lassen sich als Hintergrund einblenden, so dass Skizzenelemente auf ein Foto oder eine Grafik aufgebracht werden können. Ideen können im pdf- oder dxf-Format exportiert werden. Ein Import in Teamcenter (Active Workspace) sowie das Weiterbearbeiten in NX soll ebenfalls möglich sein. Verfügbar ist die App für Android, iOS und Windows Geräte.

Stefan Graf

Siemens PLM Software, Köln, Tel. 0221/20802-0, www.siemens.com/plm

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