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Business SolutionsWenn sich alles um Prozesse dreht

Der verschärfte Wettbewerb auf lokalen und globalen Märkten, strenge gesetzliche Rahmenbedingungen oder auch die momentane Wirtschaftskrise – es gibt viele Gründe, warum es für Unternehmen immer schwieriger wird erfolgreich zu sein. Nur gute Ideen für neue Produkte reichen schon lange nicht mehr aus. Den Unternehmenserfolg macht heute ein diffiziles Zusammenspiel vieler Faktoren aus. Viele davon wurden bereits vor Jahren in Strategien für das Product Lifecycle Management (PLM) formuliert. SAP sieht sich hier mit einem durchgängigen Portfolio von Business-Software in einer führenden Position. Ein großer Schritt wurde nun mit der Präsentation der neuen PLM-Version 7.0 unternommen. Chefredakteur Stefan Graf befragte Thomas Ohnemus, Senior Director Solution Marketing SAP PLM, zu der neuen Version und der Strategie.
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Business Solutions: Wenn sich alles um Prozesse dreht

Täglich führen Medienberichte vor Augen, was schwierige Rahmenbedingungen – derzeit dürften die weltweite Bankenkrise und schwindende Konsumneigung an erster Stelle stehen – für Märkte beziehungsweise Unternehmen bedeuten. Einbrechende Umsätze und Renditen sind noch recht harmlose Auswirkungen im Vergleich zu Werksschließungen oder Insolvenzen. Wer genauer hinsieht und analysiert, erkennt sehr schnell, dass die Ursache von Unternehmenspleiten oft länger zurückliegt als die ersten Bankpleiten. Viele Firmen haben in der Vergangenheit schlichtweg ihre Hausaufgaben nicht gemacht, waren nicht mehr wettbewerbsfähig. Heute ist es jedoch wichtiger denn je, Produktideen zu schneller Marktreife zu bringen, den Produktentstehungsprozess zu verkürzen sowie die Kosten für Produktneuentwicklungen zu reduzieren – und das bei gleichzeitig qualitativ hochwertigen Produkten.

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Diesen Herausforderungen wird nur gerecht, wer den gesamten Produktlebenszyklus über Abteilungsgrenzen hinweg integriert steuert, jederzeit Zugriff auf alle relevanten und konsistenten Daten hat und auch für die bereichs- und unternehmensübergreifende Zusammenarbeit mit Partnern oder Lieferanten über eine leistungsstarke Plattform verfügt. Kurzum: Handfeste PLM-Strategien sind wichtiger denn je. Die Theorie war gestern, heute müssen diese Strategien umgesetzt werden und sich deutlich auf den Unternehmenserfolg auswirken. Für Thomas Ohnemus, nicht nur Director Solution Marketing SAP PLM bei der SAP AG in Walldorf, sondern auch PLM-Experte der ersten Stunde, ist das Thema so aktuell wie nie zuvor. »Wir sind mit PLM heute dort angekommen, wie wir es vor zehn Jahren mit unseren Strategien skizziert haben. ›Time to Market‹ alleine reicht nicht mehr aus. Was heute mehr denn je zählt ist ›Time to Profit‹. Denn Unternehmen sind darauf angewiesen, ihre Produkte nicht nur schnell zur Marktreife zu bringen, sondern auch in einem absehbaren Zeitraum eine gute Umsatz- und Gewinnmarge zu erzielen.« Er sieht daher die neue PLM-Version 7.0 als wichtigen Meilenstein in einem fortlaufenden Prozess: »PLM muss sich kontinuierlich weiter entwickeln, deshalb haben wir unsere Ideen und Strategie in einer Roadmap formuliert. Wir sind davon überzeugt, dass wir damit derzeit den weitestgehenden PLM-Ansatz am Markt realisiert haben.« Die Basis für das Marktwissen und die Weiterentwicklung der Produkte stammt aus einer Vielzahl von Projekten und der Zusammenarbeit mit derzeit mehr als 6.500 Kunden, die PLM-Software von SAP einsetzen. »Wir haben uns an den zahlreichen Fragen orientiert, welche die Entscheider bewegen: Wie schnell bringen wir unsere Produkte zur Marktreife? Können wir auf Marktimpulse rasch reagieren? Können wir Produkttrends schneller als der Wettbewerb umsetzen? Erfüllen wir als Hersteller alle notwendigen Anforderungen der einzelnen Länder oder Regionen? Wie können wir die interne und externe Zusammenarbeit verbessern? Generell ist zu klären, welche Prozesse sind entscheidend für das Unternehmen und wie lassen sich diese umsetzen«, betont Ohnemus und ergänzt: »Wir liefern mit unserem PLM-System hierfür den technischen Unterbau. Auf dieser Basis kann der Kunde seine Strategien umsetzen. Wir sehen daher in unserer Lösung den Prozess orientierten PLM-Ansatz für Unternehmen.«

Ganz im Sinne des Lifecycle-Gedankens hat SAP auch für seine PLM-Software sowie zugehörige Dienstleistungen eine Roadmap formuliert, die über mehrere Jahre reicht. Die wesentlichen Punkte dieser Strategie sind:
Mehr Einfachheit: Arbeitsinhalte werden auf rollenspezifischen Oberflächen einheitlich abgebildet. Neue Benutzeroberflächen geben beispielsweise Informationen zu Material, Stücklisten, Konstruktions- oder Änderungsstammdaten. Durch das Einbinden von Vorschaubildern wird es zudem für Anwender wesentlich einfacher, Produkte oder Komponenten zu überschauen. Der neue Viewer »Right Hemisphere« ist voll eingebettet und damit Bestandteil von SAP PLM. Aber auch viele vermeintliche »Basics« wurden umgesetzt, die im Alltag oft Probleme bereiten. So wurde etwa die Druckfunktion für unterschiedliche Dateiformate optimiert und eine schnelle Suche über die gesamte SAP Business Suite realisiert.
Transparenz im Entwicklungsprozess: Produktrelevante Informationen, wie Qualitätsmerkmale, Preis und Verfügbarkeit werden kontextsensitiv in einem Fenster dargestellt und sind somit auf einen Blick verfügbar. Hierzu zählen beispielsweise Produktinformationen wie Preis, Qualitätsmerkmale, Lagerbestände oder die Auswertungen von Kennzahlen. Ein PLM-Objektnavigator dient außerdem als zentrale Maske für Benutzerinteraktionen und ein Product-Dashboard ermöglicht die Übersicht auf verschiedene Auswertungen in einer Darstellung.

Eine PLM-Strategie mit Zukunft

Bessere Zusammenarbeit: Ein erweitertes Berechtigungskonzept sorgt für die zentrale Steuerung der Zugriffe im Projekt, so dass alle Teilnehmer – auch externe Dienstleister – stets mit aktuellen Daten arbeiten können. Dieser zentrale Punkt einer PLM-Anwendung, auch Collaboration genannt, soll die direkte Zusammenarbeit in Entwicklungsprojekten wesentlich vereinfachen – und dies ohne Datenreplizierung. Von großer Bedeutung ist auch ein Datenschutzkonzept für den Schutz von Firmenwissen. Ein Berechtigungskonzept ermöglicht es Projekt- und Team-basierte Berechtigungen umzusetzen. Für Partner außerhalb eines Intranets ist zudem ein sicherer Zugang und Datenaustausch realisierbar. Für die einfache Nutzung und Administrierbarkeit lassen sich Benutzer, Rollen, Berechtigungen und PLM-Ziele für einen Collaboration-Kontext festlegen. Dieser kann auch in Hierarchien organisiert werden. Die Weiterentwicklung von SAP PLM spielt eine wichtige Rolle in unserer Produktstrategie«, erklärt Ohnemus. »Eine PLM-Strategie in einem Unternehmen kann nur greifen, wenn die eingesetzten Werkzeuge, also die Software, einfach einsetz- und bedienbar ist. Wir legen deshalb zum Nutzen unserer Kunden großen Wert auf Verwendbarkeit und Anpassungsfähigkeit, Produkt- und Portfolioplanung, Produktentwicklung und Fertigungsplanung, Produkt- und Prozess-Synchronisation sowie Product Intelligence.«

Kunden und potentiellen Interessenten sollte in diesem Zusammenhang auch die Rolle von SAP PLM innerhalb der neuen Business Suite 7 klar sein. Diese stellt eine Kombination von Anwendungen für das Enterprise Resource Planning (ERP), Customer Relationship Management (CRM), Supplier Relationship Management (SRM), Supply Chain Management (SCM) und Product Lifecycle Management (PLM) dar. Für alle diese Anwendungen bietet SAP mit der Business Suite eine integrierte Gesamtlösung an. Den technischen Unterbau hierfür liefert Netweaver. Diese Plattform ist offen konzipiert und erlaubt über eine Serviceorientierte Architektur (SOA) das Anbinden von Software-Bausteinen. -sg-

SAP AG, Walldorf Tel. 06227/747474, http://www.sap-ag.de

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