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Big Data-Studie - Industrie verschenkt Daten-Potenzial

Big Data-StudieIndustrie verschenkt Daten-Potenzial

Industrieunternehmen in Deutschland setzen bislang kaum auf Big Data – das gilt vor allem für Unternehmen der Automobilbranche. Damit lassen sie das immense Potenzial der rasant wachsenden Datenmengen ungenutzt. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie „Big Data Future – Chancen und Herausforderungen für die deutsche Industrie“ der Porsche-Tochter MHP, für die 254 Entscheider befragt wurden.

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Porsche

Die Menge der verfügbaren Daten wächst rasant – mit dem Internet der Dinge wird sich diese Entwicklung in den nächsten Jahren noch beschleunigen. Vor allem bekannte Unternehmen aus dem digitalen Business analysieren die strukturierten und unstrukturierten Informationen seit Jahren und erzielen damit große Erfolge: etwa bei der gezielten Ansprache von Kunden oder der exakten Prognose von Absatzmengen. In diesem Umfang ist Big Data bei den Industrieunternehmen bislang noch nicht angekommen – auch und vor allem nicht bei den Unternehmen der Automobilindustrie. Lediglich sechs Prozent der Teilnehmer gaben an, dass in ihren Unternehmen bereits Big Data-Konzepte eingeführt wurden. Mehr als jedes dritte Unternehmen hat dagegen entweder gar keine Pläne, oder beschränkt sich darauf, sich allgemein zu Big Data zu informieren. Ungefähr jeder fünfte Befragte denkt über konkrete Anwendungsszenarien nach, Pilotprojekte haben 28 Prozent der Unternehmen aufgesetzt.

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Chancen für das Business
Das Ergebnis ist vor allem deshalb verwunderlich, weil das Potenzial von Big Data für die wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens durchaus erkannt wird – immerhin 60 Prozent der Teilnehmer sehen das so. Und: Mehr als die Hälfte der Befragten bewertet Marktveränderungen, die durch datengetriebene Innovationen herbeigeführt werden, als Gefahr für das eigene Geschäft. Konkret erkennen die Teilnehmer vor allem drei nützliche Anwendungsszenarien von Big Data:

  • Kundenansprache: Big Data ermöglicht es, die Kunden besser zu verstehen und dann gezielter anzusprechen (58 Prozent).
  • Prognosen: Mithilfe von Big Data lassen sich genauere Prognosen erstellen (48 Prozent).
  • Entwicklung: Mit Big Data können Auswertungen erstellt werden, deren Ergebnisse in die Entwicklung von Produkten und Dienstleistungen einfließen (46 Prozent).

Zukunftsaufgabe Big Data-Management
Auf Basis der Studie lassen sich auch einige Handlungsfelder ableiten, die dringend von den Unternehmen angegangen werden sollten:

  • Datenqualität: Etwa 40 Prozent der Befragten halten die Datenqualität im Unternehmen für unzureichend oder schlecht. Das muss sich unbedingt ändern, da eine mangelhafte Datenbasis zu einem erheblichen Problem wird.
  • Technologien: Die Spitzengruppe nutzt innovative Technologien bereits sehr intensiv, um die vorhandene Daten sinnvoll auszuwerten. Die Verfolger müssen sie sich in kurzer Zeit mit den neuen Technologien umfassend auseinandersetzen.
  • Datenanalyse: Neben den Technologien stehen auch neue Formen der Datenanalyse bereit – etwa Prognoseverfahren (Predictive Analytics), daraus abgeleitete Handlungsempfehlungen (Prescriptive Analytics), selbstlernende Algorithmen (Cognitive Computing) und Social-Media-Analysen.
  • Cloud: Daten in die Cloud auszulagern, verspricht skalierbare Leistung, flexible Performance, attraktive Servicekosten und mehr Agilität in der Bereitstellung neuer Systemumgebungen. Dem steht eine erhebliche Unsicherheit in Bezug auf den Datenschutz und die Datensicherheit gegenüber. Ungeklärt ist vielfach auch die Frage, inwieweit bestehende Systemumgebungen eingebunden werden können.

Stefan Graf

MHP, Ludwigsburg, Tel. 07141/7856-0, www.mhp.com

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