smart engineering - Industrie 4.0 aus einer Hand
Home> IT Solutions> PLM/ERP/MES> PLM>

10 Jahre ICP Solution - „Aus Überzeugung gut“

10 Jahre ICP Solution„Aus Überzeugung gut“

Geht es um PLM- und IT-Integrationsprojekte stehen oft die großen IT-Dienstleister im Fokus. Viele mittelständische Unternehmen schätzen jedoch einen Partner auf „Augenhöhe“. Hierzu zählt die ICP Solution, die dieses Jahr ihr zehnjähriges Bestehen feiert. Der PLM IT Report sprach mit den Gründern und Geschäftsführern Thomas Gilgenberg und Daniel Büeler.

sep
sep
sep
sep

PIR:
Herr Gilgenberg, Herr Büeler, wir gratulieren Ihnen zum zehnjährigen Firmenjubiläum von ICP Solution. Wie kam es zur Firmengründung und welche Ziele hatten Sie sich gesetzt?

Gilgenberg:
Besten Dank! Gegründet wurde die ICP Solution 2006 von Daniel Büeler und mir, wir waren beide ehemalige Manager der Firma Eigner + Partner, dem PDM/PLM-Pionier in Deutschland, der später von Agile Software übernommen wurde. Viele unserer Mitarbeiter haben wir aus diesem gemeinsamen Umfeld rekrutiert. Hieraus ergab sich ein unschlagbarer Mix aus Produktkenntnis, Branchenerfahrung und umfangreichem Wissen über die Prozesse in der Produktentwicklung. Mit dieser Basis konnten wir uns über die vergangenen zehn Jahre mit dem Fokus auf Product Lifecycle Management im Markt etablieren und viele Kunden gewinnen.

Anzeige

PIR:
Was sehen Sie als die wichtigsten „Meilensteine“ Ihres Unternehmens?

Büeler:
Als wichtige Meilensteine unseres Unternehmens waren die schnelle Akzeptanz der ICP in den Gründungsjahren durch unsere Kunden und dass wir schnell ein profitables Businessmodel gefunden haben. Später kam der erfolgreiche Aufbau unseres eigenen First Level Supports dazu und dass wir unser Geschäftsmodell auch nach der Übernahme von Agile durch Oracle so weiterführen konnten. Diese Art der Zusammenarbeit ist auch für Oracle etwas Besonderes und hat sich absolut bewährt.

PIR:
In welchen Branchen sind Sie unterwegs?

Gilgenberg:
Die Software-Tools rund um das Product Lifecycle Management sind oft überaus komplexe Anwendungen. Unsere Industriekunden entwickeln moderne Maschinen, medizinische Geräte oder Automobilkomponenten und müssen zu den Besten gehören. Dies erwarten sie auch von unseren Lösungen und Leistungen und damit auch von unseren Mitarbeitern. Uns ist es gelungen, ein Team zu formen, das nicht nur fachlich auf der Höhe ist, sondern auch über einen großen Zusammenhalt verfügt. Darauf sind wir sehr stolz. Wir sind überzeugt von dem was wir tun und deshalb auch gut.

PIR:
Wie unterscheiden Sie sich von anderen Anbietern – einmal abgesehen von den Produkten?

Büeler:
Wenn Kundenbeziehungen über einen Zeitraum von mehr als zehn Jahren Bestand haben, dann ist das nicht nur auf erfolgreiche Arbeitsergebnisse zurückzuführen, sondern zeugt auch von einer engen, vertrauensvollen Zusammenarbeit. Unser Erfolg basiert in erster Linie auf einem ganzheitlichen Ansatz. Verbunden mit dem Angebot eines One-Stop-Shops zielt ICP Solution auf eine umfängliche Betreuung ausgehend von der Beratung über den Lizenzvertrieb inklusive der Umsetzung und Pflege der gesamten Installation bis hin zu einem kompletten Outsourcing der PLM-Aktivitäten.

Gilgenberg:
ICP-Kunden schätzen insbesondere die Eigenschaften, die unser Vorgehen kennzeichnen: Wir integrieren die unterschiedlichsten datenerzeugende Anwendungen, führen unsere Lösungen bei unseren Kunden nach ihren Vorgaben ein und sind umsetzungsstark. Die Kenntnisse der gesamten Systemumgebung des jeweiligen Kunden befähigen unsere Mitarbeiter einen umfänglichen Support zu leisten. Wir bauen auf Expertenwissen in PLM-Bereich und sind so in der Lage, das richtige Team für die gestellten Aufgaben zusammenzustellen. Dabei passen wir Best Practices und Standards an die spezifischen Anforderungen unserer Kunden an. Die Möglichkeit, das geforderte Know-how für individuelle Projekte bereitstellen zu können, macht uns zu einem attraktiven Partner. Wir sind dabei nicht ausschließlich auf unseren eigenen Stamm an Mitarbeitern angewiesen, sondern können zusätzlich auf eine Partner-Community zugreifen, ohne Kompromisse bei der Einhaltung unserer Leistungsstandards eingehen zu müssen.

PIR:
Die PLM-Lösung Agile, die Sie anbieten, gehört seit einigen Jahren zu Oracle; sie ist aber weniger bekannt im deutschsprachigen Raum als andere. Was ist der Grund hierfür?

Büeler:
Das ist so nicht richtig. Ich kann aber verstehen, dass dieser Eindruck entstehen kann, da Oracle hauptsächlich in die Produktentwicklung und nicht ins Marketing investiert. Alleine wir haben über 120 Kunden im deutschsprachigen Raum. Dazu kommen internationale Kunden, die von Oracle direkt betreut werden.

PIR:
Welche weiteren Lösungen für die Produktentwicklung bieten Sie an?

Gilgenberg:
Zusätzlich zu dem Angebot von PLM-Lösungen haben wir in den vergangenen Jahren weitere Komponenten mit dem Ziel ins Portfolio aufgenommen, unsere Kunden noch produktiver zu machen. Das sind neben Allianzen mit zahlreichen Partnern auch kleine Eigenentwicklungen. So ist zum Beispiel die Integration einer Volltextsuche in PLM (Enterprise Search Lösung von Intrafind) eine eigene Lösung von uns. Im Weiteren haben wir das einfache Management von Wartungsstrukturen als Mittelstandsanwendung realisiert und den Zugriff auf die PLM-Daten durch Mobile Devices als Zusatzlösung zur Verfügung gestellt.

PIR:
Sie bieten mit Visual Analytics auch eine Lösung für die Analyse von PLM-Daten an. Welche Vorteile hat diese für Anwender?

Gilgenberg:
Wir verfügen über eine langjährige Erfahrung im Product Lifecycle Management. Dabei werden alle anfallenden Daten des Entstehungsprozesses in PLM und weiteren im Unternehmen genutzten Applikationen verwaltet. Wir sind davon überzeugt, dass bei unseren Kunden in diesen oft nur verteilt vorliegenden Informationen ungenutzte Potentiale schlummern. Um diese besser zu identifizieren und zu erschließen, haben wir im vergangenen Jahr beschlossen, das Portfolio von ICP Solution mit Tableau Software zu erweitern. Diese bietet die nötige Unterstützung beim Anzeigen und Verstehen von Daten. Jeder ist damit in der Lage, Informationen schnell zu analysieren, zu visualisieren und zu verteilen.

Die Software ermöglicht schnelle Analysen, Visualisierung und ultraschnelles Business Intelligence für Daten in jeder Größe, jedem Format und zu jedem Thema. Auch ohne große Vorkenntnisse kann damit jeder aus Daten schnell und ohne Programmieraktivitäten Antworten erhalten. Von Dashboards für Führungskräfte bis zu Ad-hoc-Berichten bietet Tableau die Möglichkeit, mobile und browserbasierte, interaktive Analysen mit wenigen Klicks bereitzustellen. Mehr als 30.000 Unternehmen, einschließlich der weltweit größten, verlassen sich auf Tableau.

PIR:
Bieten Sie die Lösung im Moment exklusiv in Deutschland an?

Gilgenberg:
Wir müssen uns auch hier natürlich dem Wettbewerb stellen. Allerdings sehen wir uns aufgrund der schon genannten Faktoren gut aufgestellt. ICP füllt hier eine Lücke im Partnerportfolio von Tableau, da die anderen zahlreichen Partner primär im kommerziellen Umfeld agieren.

PIR:
Oracle setzt bei seinen Software-Produkten immer stärker auf die Cloud. Ist das ein Thema für ICP Solution?

Büeler:
Wir haben uns im ersten Schritt mit der frühen Phase der Produktentwicklung als Ansatz für eine reine Cloud-Lösung beschäftigt. Mit dem Innovationsprozess von der ersten Idee, über die Anforderungen, konzeptionelle Strukturen, Produktportfolios bis hin zur Freigabe eines neuen Entwicklungsprojekts mit abschließender Übergabe an die PLM-Systeme haben wir einige interessante Projekte begonnen. Hier ist über den gesamten Prozess ein ständiger Austausch mit den geschäftsrelevanten Lösungen wie PLM nötig und hier kommt unser Know-how über die Prozesse in der Produktentwicklung sowie Kopplung von Cloud-Lösungen mit On-Premise Produkten zum Tragen.

Generell betrachtet steigt nach unserer Beobachtung die Zahl der Nutzer von Cloud- und Software-as-a-Service-Modellen weiter an, auch wenn viele noch Sicherheitsbedenken haben. So mancher IT-Verantwortliche beabsichtigt die Herausforderungen der digitalen Transformation durch den effizienten Einsatz von Cloud Computing zu meistern. Im Bereich „PLM-Cloud“ hat der Markt allerdings noch nicht richtig Fahrt aufgenommen, da hier neben Metadaten auch große Nutzdaten gehandhabt werden müssen. Der Trend führt jedoch eindeutig in diese Richtung.

PIR:
Wäre hier auch ein „Übergangsszenario“ denkbar, bis die die Akzeptanz von Cloud-Lösungen generell steigt?

Gilgenberg:
Aus unserer Sicht bieten Hybridlösungen oft die ideale Kombination für sämtliche IT-Anforderungen. Um Kundenwünschen gerecht zu werden, müssen Unternehmen viele verschiedene Services zur Auslagerung ihrer Daten und Applikationen nutzen. Hybrid-Szenarien bieten für alle Fälle eine Lösung. Unternehmen bekommen somit das Beste aus beiden Welten und können sich den Bedarfen entsprechend die Services aus Private- oder Public-Cloud und On-Premis Lösungen zusammenstellen. Wir untersuchen im Moment in wieweit ein Hybrider Ansatz mit Hosting von PLM-Daten im Zusammenspiel mit den Nutzdaten im Hause des Kunden ein möglicher Weg ist.

PIR:
Werfen wir einen Blick in die Zukunft – wie geht es mit ICP Solution weiter, wo steht Ihr Unternehmen in zehn Jahren?

Büeler:
In unserer Branche ist es nicht einfach zehn Jahre in die Zukunft zu schauen. Ich bin aber überzeugt, dass unsere Grundwerte, wie Kundennähe, Kompetenz und Mitarbeiterunterstützung uns auch in Zukunft ermöglichen werden, den Nutzen von Softwareunterstützung bei unseren Kunden wesentlich zu steigern. Ganz gleich welche Technologien sich in den kommenden Jahren durchsetzen werden, wir sind flexibel genug uns darauf einzustellen.

Stefan Graf

ICP Solution, Hamburg, Tel. 040/3037508-0, http://www.icpsolution.com

Diesen Artikel …
sep
sep
sep
sep
sep

Weitere Beiträge zum Thema

Cadfem und Inneo kooperieren

SimulationstechnikCadfem und Inneo kooperieren

Die Cadfem GmbH und die Inneo Solutions GmbH kooperieren ab sofort im Bereich der konstruktions-begleitenden Berechnung auf Basis der Ansys Software. Inneo wird sich zunächst auf den Vertrieb der Ansys Lösung für die Topologieoptimierung konzentrieren.

…mehr
Umwelttechnik

PLMReibungslose Prozesse

Man muss kein Großkonzern sein, um hocheffiziente, durchdachte Prozesse implementieren zu können – auch im Mittelstand finden sich solche Lösungen. Man benötigt nur intensives Wissen um die Möglichkeiten der eingesetzten Softwarewerkzeuge und einen Partner, der bei der Implementierung hilft.

…mehr
digitalen Zwilling

Product Lifecycle ManagementDie Digitalisierung der Produkte

Auf der Hannover Messe 2016 präsentierte der PLM- und ERP-Spezialist Cenit Lösungen für ein PLM-gestütztes Engineering. Besucher lernten die PLM-Beratungsleistungen kennen und erfahren alles über die nächste Generation von Cenit-Spin.

…mehr
Digitale Fabrik

Digitale FabrikDigitale Transformation in der Fertigung

Mit einer eigenen Forschungsabteilung erschließt möchte Cenit neue Wege in die umfassende Digitalisierung industrieller Fertigungsprozesse erschließen. In den letzten Jahren hat sich das Stuttgarter IT-Haus bereits an mehreren Forschungsvorhaben beteiligt.

…mehr
Karl „Charly“ Wachtel (li.) und Rolf Pfenning

Interview„Ein neutraler Anbieter von Integrationslösungen“

XPLM blickt in seinem Jubiläumsjahr auf zehn Jahre als IT-Dienstleister zurück. Der PLM IT Report sprach mit den Gründern und Geschäftsführern Karl „Charly“ Wachtel und Rolf Pfenning über den Start, die Gegenwart und die Zukunft ihres Unternehmens.

…mehr
Anzeige
Anzeige

Anzeige - Highlight der Woche

Mit Lean Production 30% schneller in die Fertigung

Mit Lean Production 30% schneller in die Fertigung

Mehr Wirtschaftlichkeit und Wachstum – Die Schneto AG, der Spezialist für Präzisionsdrehteile erschließt mit Vernetzung und Digitalisierung von ERP und Produktion mit dem COSCOM FactoryDIRECTOR neue Produktivitätspotenziale: Rund 30% Steigerung der Rüstgeschwindigkeit und Ausschussteilquote nahe Null.

Bericht lesen

Anzeige - Highlight der Woche

Aras Whitepaper: Internet of Things - Kontext statt Chaos


Hier stellt Ihnen das Unternehmen Aras das Highlight der Woche vor.

White Paper jetzt kostenlos herunterladen!

Mediadaten 2018

Anzeige

White Papers auf smart engineering


In unserer neuen White Paper Sektion finden Sie lösungsorientierte White Paper unserer Partner zu IT-Standards, Anwendungshinweisen, Leistungsübersichten uvm. Jetzt kostenfrei downloaden.

Künstliche Intelligenz: Forschungsroboter “Roboy“ und Martina Mara

Video- Künstliche Intelligenz: Forschungsroboter “Roboy“ und Martina Mara


Welche Wirkung hat der Anblick von Robotern auf Menschen? Mit dieser Frage befasst sich das Team um Professor Markus Appel vom Campus Landau in einem aktuellen Forschungsprojekt. Mit ihrer Studien wollen die Forscher herausfinden, inwieweit wir Menschen künstliche Intelligenz als helfende Hand im Alltag akzeptieren oder ablehnen.

smart engineering in Social Networks

smart engineering Newsletter

smart engineering Newsletter kostenfrei abonnieren

Unser Newsletter informiert Sie über die wichtigsten Neuigkeiten, Produktentwicklungen und Trends aus der Branche. Jetzt kostenlos registrieren.

SCOPE Newsticker