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Product Lifecycle Management„Offenen Plattformen gehört die Zukunft“

Monolithische PLM-Systeme werden in Zukunft durch modulare Plattformen abgelöst, die sich einfacher einführen, erweitern und aktualisieren lassen. Ein Trend, der nach Überzeugung von Cimdata den Ausbau vom Produktdaten- zum Product-Lifecycle-Management erst möglich macht. Die amerikanischen Analysten betrachten die offene Komponentenarchitektur von Contact Software dabei als wegweisend.
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Product Lifecycle Management: „Offenen Plattformen gehört die Zukunft“

In einem Webinar erläuterte Peter Bilello, Vorstandsvorsitzender des amerikanischen Beratungs- und Marktforschungsunternehmens Cimdata, unlängst die Einflüsse, die im PLM-Markt zu einer Modularisierung der Software-Architekturen führen. „Die Unternehmen benötigen eine Art Plattform, um das virtuelle Produkt und die Prozesse der virtuellen Produktentstehung vom Konzept bis zum End of Life unterstützen zu können“, betonte Bilello. Dazu müssten sie in der Lage sein, Produktinformationen in der gesamten Organisation in allen Phasen des Entwicklungs- und Servicezyklus zu nutzen, unabhängig von den eingesetzten Software-Lösungen. Diese Konnektivität über Systemgrenzen hinweg sei entscheidend für den Lifecycle-Ansatz und müsse durch eine Plattform unterstützt werden.

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Das Interesse an offenen digitalen Plattformen sei deutlich gestiegen, sagte Bilello mit Hinweis auf eine Anfang 2014 zu diesem Thema veröffentlichte Artikelserie in der Zeitschrift The Economist. Die Unternehmen suchen nach Wegen, um ihre PDM-Installationen mit vertretbarem Zeit- und Kostenaufwand zu umfassenden PLM-Lösungen auszubauen. Cimdata hat dafür viele Handlungsfelder identifiziert, angefangen vom Ideen- beziehungsweise Innovationsmanagement über das Anforderungsmanagement, das Systems Engineering oder Portfolio-Management bis zum Enterprise-BOM-Management und dem Digital Manufacturing. „Die Plattformen müssen in der Lage sein, eine Vielzahl von unterschiedlichen Apps zu unterstützen, die im Laufe der Zeit neu hinzukommen, verbessert oder ausgetauscht werden können“, so Bilello wörtlich.

Benötigt werden Plattformen und darauf aufbauende Lösungen, die sich dynamisch weiterentwickeln. Wesentliche Anforderungen sind deshalb laut Cimdata, dass sie sich einfach warten und mit wenig Aufwand upgraden lassen, auch wenn Anpassungen ausgehend von kundenspezifischen Anforderungen durchgeführt wurden. Wichtig sei zudem, dass sie ausbaufähig sind: sowohl bezüglich der Nutzerzahlen als auch in Hinblick auf den Funktionsumfang. Stabilität, Zuverlässigkeit und Kompatibilität beziehungsweise Offenheit, um andere Werkzeuge und Systeme einbinden zu können, seien weitere Eigenschaften, die für Anwendungsunternehmen von zentraler Bedeutung sind. Diesen Anforderungen hat Contact Software bei der Entwicklung der neuen Komponentenarchitektur Contact Elements Rechnung getragen.

Zukunftssichere Unternehmenslösungen

Die unterschiedlichen Zielsetzungen bei der Entwicklung der durchgängig modular aufgebauten Software-Architektur waren nicht einfach miteinander zu vereinbaren, resümiert Contact-Entwicklungsleiter Frank Patz-Brockmann: Zum einen galt es, die Investitionen der Bestandskunden zu schützen. Zum anderen gehört technologische Exzellenz und kompromisslose Innovation zu den Eckpfeilern von Contacts Strategie. Als Beispiele nennt Patz-Brockmann Cloud-Computing, modellgetriebenes Systems Engineering und eben die Plattformstrategie unter anderem als Grundlage für ein leistungsfähiges Ökosystem, das auch Partnern offen steht.

Mit der Vorstellung von Release 10 hat der deutsche Software-Hersteller eine umfassende Technologie-Innovation abgeschlossen. Ein Beispiel hierfür ist der Einsatz von Html 5 und Web Services als Eckpunkte einer durchgängigen Web-Architektur, optimalen Nutzererlebnissen und eines Responsive Design, so Patz-Brockmann. Die Trennung der Technologie-Plattform Contact Elements von den rund 60 Apps, die unter anderem unter den Produktmarken CIM Database und Project Office als eigenständige Konfigurationen für PLM und prozessorientiertes Projektmanagement angeboten werden, entkoppelt nicht nur die Release-Zyklen der Plattform und der Apps. Sie erleichtert außerdem die Anpassung der Standardanwendungen und die Entwicklung eigener Anwendungen durch Partner oder Kunden, denen für die Programmierung, Validierung und Dokumentation der Software die gleichen Werkzeuge zur Verfügung stehen, die auch Contact einsetzt. Das sei in der PLM-Industrie ziemlich einzigartig, meinte Bilello: „Contacts Plattform ist dafür ausgelegt, eine gleichbleibende Qualität der Implementierungen insbesondere nach Updates sicherzustellen.“

Die Bereitstellung der Entwicklungswerkzeuge bedeutet jedoch keinesfalls den Schritt zurück zur Toolbox, die CIM Database im Unterschied zu den meisten PLM-Lösungen nie gewesen sei, betont Patz-Brockmann. Alle Anwendungsmodule können „out of the box“ installiert werden. Die Kunden sind aber durch diese Standards nicht eingeschränkt, sondern können ihre PLM-Lösungen vergleichsweise einfach anpassen und erweitern. „PLM-Lösungen haben oft einen Lebenszyklus von zehn oder mehr Jahren. Einfache und kosteneffiziente Anpassbarkeit ist deshalb spätestens nach einigen Jahren – etwa im Falle von Zukäufen oder Organisationsänderungen – oft ein entscheidendes Merkmal“, sagt Patz-Brockmann.

Aus dem Stand nutzbare Apps

Die Software-Architektur von Contact Elements und den darauf aufbauenden Anwendungen umfasst mehrere Ebenen. Zusammen mit abgestimmter Technologie wie dem verteilten Blob Store, der Python/Powerscript Umgebung oder Web Services bilden so genannte Core Services wie das Workflow-Management die Technologie-Plattform selbst. Die Skalierbarkeit reicht von der Einzelplatzanwendung wie der Mobile Access Lösung auf einem Laptop bis zur global verteilten Unternehmensnutzung mit Zehntausenden von Anwendern, wie Patz-Brockmann versichert. Außerdem stellt die Plattform die Werkzeuge für Softwareentwicklung und -validierung bereit. Auf Basis dieser Plattform stehen über 60 standardisierte Apps zur Verfügung, die durchgängig auf die Belange der kollaborativen Produktentwicklung ausgerichtet sind. Dazu gehören beispielsweise der neue mBOM Manager, das CAD-Daten- und Dokumentenmanagement, aber auch Anwendungen für Product Costing oder Programm-Management.

Um die Einführung der Anwendungen zu beschleunigen, hat Contact diese zu Standard-Lösungen zusammengefasst, die die dritte Ebene der Architektur bilden. Auf dieser Ebene sind auch Lösungen von Third-Party-Entwicklern angesiedelt. Darüber liegt eine vierte Schicht, die alle kundenspezifischen Konfigurationen und Anpassungen enthält. Sie werden wie eigene Entitäten behandelt, so dass das Customizing nach Updates einfach und kontrolliert auf den neuen Standard abgebildet werden kann. Dabei können die einzelnen Anpassungen selektiv ausgewählt werden – oder auch nicht, etwa weil ihre Funktionalität inzwischen in den Standard eingeflossen ist. Dadurch können Unternehmen ihre Installation leicht auf den Standard zurückführen.

Fazit

Die Abkehr von monolithischen Software-Architekturen und die Hinwendung zu einer offenen, skalierbaren Plattform mit Komponenten, die jeweils einen eigenen Lifecycle haben, bietet eine Vielzahl von Vorteilen. Sie versetzt Contact in die Lage, die Agilität in der Anwendungsentwicklung zu erhöhen und so auf die Kunden- und Marktbedürfnisse deutlich schneller zu reagieren. Sie vereinfacht das Management kundenspezifischer Anpassungen und stellt die Integrität der Standardanwendung und des Gesamtsystems sicher. Zudem erleichtert die modulare Plattform den Nachweis der Regelkonformität hinsichtlich der IT-Infrastruktur. Und nicht zuletzt trägt die neue Komponentenarchitektur zu einer Reduzierung der Total Cost of Ownership (TCO) bei, da Unternehmen bei Wartung und Updates deutliche Kosteneinsparungen realisieren können – und gleichzeitig von einer signifikant höheren Flexibilität beim Ausbau ihrer Contact Elements Lösungen profitieren. -sg-

Michael Wendenburg, Sevilla (http://www.wendenburg.net)

Contact Software, Bremen, Tel. 0421/20153-0, http://www.contact-software.com

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