smart engineering - Industrie 4.0 aus einer Hand
Home> Market> News>

Rittal Trends im Rechenzentrum

Accenture Studie zu DatensicherheitUnternehmen unterschätzen Cyberattacken

Accenture Studie zu Datensicherheit: Unternehmen unterschätzen Cyberattacken

Ein Drittel aller Cyber-Angriffe auf Unternehmen ist erfolgreich. Im Schnitt entspricht das für jedes Unternehmen zwei bis drei Angriffen pro Monat, bei denen die Sicherheitsvorkehrungen überwunden werden.

…mehr

Digitale TransformationTrends im Rechenzentrum

In Rechenzentren werden riesige Datenmengen in Echtzeit verarbeitet und sicher gespeichert. Die digitale Transformation macht das Rechenzentrum noch wertvoller für alle Lebens-, Arbeits- und Produktionswelten. Martin Kipping, Director International IT-Projects bei Rittal, kommentiert die Trends im Rechenzentrum 2017.

sep
sep
sep
sep
Digitale Transformation: Trends im Rechenzentrum

Deutschland gilt als der drittgrößte Rechenzentrumsmarkt weltweit und der größte in Europa. Zu den Standortvorteilen zählen Rechtssicherheit und Datenschutz, eine leistungsfähige Anbindung an Internet-Knoten sowie eine zuverlässige Energieversorgung. Allerdings fallen in Deutschland auch vergleichsweise hohe Kosten für Energie und Personal an, bei einem gleichzeitig spürbaren Fachkräftemangel für IT-Experten. Insgesamt ist der Markt aber auf Wachstum eingestellt: Industrieanalysten wie Gartner erwarten ein weiteres Plus für Investitionen rund um die Rechenzentren. Demnach sollen die Ausgaben in der EMEA-Region für Datacenter-Systeme im Jahr 2017 um 1,4 Prozent auf umgerechnet 54,5 Milliarden Euro wachsen. In 2016 lag das Wachstum bei 1,6 Prozent.

Anzeige

Die notwendigen Investitionen in IT-Systeme sind gerade für den deutschen Mittelstand im Rahmen der digitalen Transformation absolut notwendig. Die Situation ist hier durchaus kritisch, denn häufig fehlt es in diesen Unternehmen an IT-Experten sowie an dem notwendigen Kapital zum Aufbau innovativer IT-Systeme. Der Mittelstand wird daher praktisch gezwungen, immer mehr IT-Leistung aus der Cloud zu beziehen.

Trend #1: Industrie 4.0 und das Internet der Dinge
Bei der digitalen Transformation zeigt sich ein deutlicher Trend hin zu branchenspezifischen Clouds zur Unterstützung von Industrie 4.0-Umgebungen. Treiber hierfür sind neue digitale Geschäftsmodelle und Dienstleistungen, die auf Daten aus vernetzten Sensoren, Maschinen und Endgeräten, dem Internet der Dinge, basieren. Hierbei entsteht eine weitergehende Vernetzung von Fertigungsanlagen, öffentlichen Infrastrukturen, Verkehrssystemen oder auch Logistikketten. Unternehmen versprechen sich davon enorme Effizienzsteigerungen. Schon im Jahr 2017 werden zahlreiche weitere branchenspezifische Clouds entstehen, die so genannten Industry Collaborative Clouds. Laut den Marktanalysten von IDC wird sich deren Anzahl bis 2018 auf rund 450 Clouds verdreifachen. Die damit geschaffenem Anwendungsplattformen stehen dann allen Teilnehmern zur Verfügung, die dort ihre Daten austauschen, ihre eigenen Prozesse und Services integrieren oder die Produktentwicklung gemeinsam vorantreiben.

Trend #2: Modulare Rechenzentren und Edge Computing
Das Internet der Dinge sowie rechenintensive Analytics-Anwendungen benötigen häufig extrem kurze Latenzzeiten. Die riesigen und kontinuierlich anfallenden Datenmengen, die beispielsweise von dem Internet der Dinge erzeugt werden, erfordern in den meisten Fällen, dass schon am Ort der Datenerzeugung eine erste Datenanalyse vorgenommen wird. Nur mit einem dezentralen Ausbau der IT-Landschaft lässt sich eine IT-technische Unterstützung von verteilten Entwicklungs- und Produktionsstandorten erreichen. Anbieter werden daher im Jahr 2017 verstärkt modulare und vorkonfigurierte IT-Lösungen einsetzen, die sie schnell und unkompliziert an ihren Standorten aufstellen und in Betrieb nehmen können. Gleichzeitig müssen diese Systeme auch das zukünftige Wachstum des Unternehmens unterstützen, sollten also auf offenen Technologien basieren und skalierbar sein.

Modulare und vorkonfigurierte Komplettsysteme erfüllen die Bedingungen für dieses so genannte Edge Computing, also die Verarbeitung von Daten nahe am Ursprungsort. Hierbei werden an den „Rändern“ des Unternehmensnetzwerkes zusätzliche IT-Kapazitäten geschaffen. Laut den Marktanalysten von IDC werden bis 2019 etwa 43 Prozent der durch das IoT erzeugen Daten mit Edge Computing-Systemen verarbeitet.

Trend #3: Cloud und Datacenter as a Service
Unternehmen werden im Jahr 2017 verstärkt IT-Leistungen aus der Cloud beziehen und damit das eigene Rechenzentrum erweitern. CIOs müssen sich daher mit neuen Betriebsmodellen beschäftigen und Voraussetzungen für den Betrieb einer Multi-Cloud-Umgebung schaffen. Ob nur einzelne Software-Anwendungen oder komplette Plattformen – der Trend geht hin zu einem Datacenter as a Service-Modell, bei dem Unternehmen ganz unterschiedliche Services aus der Cloud beziehen und damit gezielt die bestehende IT-Landschaft ergänzen. Hier bieten sich auf den Verbrauch von Rechenleistung optimierte Opex-Modelle an.

In Deutschland nutzte im Jahr 2016 knapp jedes zweite mittelständische Unternehmen bereits Anwendungen aus der Cloud, so eine Analyse von Techconsult. Bis Ende 2018 werden voraussichtlich 50 Prozent der genutzten Software-Lösungen aus der Cloud kommen. Weiterhin zeigt eine Untersuchung von IDC, dass kleine und mittelständische Betriebe für weltweit bis zu 40 Prozent der Public Cloud-Ausgaben bis zum Jahr 2019 verantwortlich sein könnten. Laut Forrester Research wird der weltweite Public Cloud Markt im Jahr 2017 auf knapp 138 Milliarden Euro wachsen. Im Jahr 2015 lagen diese Umsätze noch bei 82 Milliarden Euro.

Der Schwerpunkt für 2017 ist eindeutig: Bei der steigenden Bedeutung von Daten als Produktionsfaktor wird es für Unternehmen immer wichtiger, ausfallsichere IT-Infrastrukturen zu betreiben. Die Integration von Cloud-Ressourcen ist dafür ein wichtiges Mittel, so dass Unternehmen in 2017 einen Teil ihrer IT-Investitionen für den weiteren Ausbau des Rechenzentrums mithilfe von Cloud-Services einsetzen werden. Gleichzeitig werden sie die Hochverfügbarkeit absichern, zum Beispiel durch mehr Redundanz in Stromversorgung und Klimatechnik sowie durch innovative Backup-Konzepte oder reine Software-Defined Data Center (SDDC).

Diesen Artikel …
sep
sep
sep
sep
sep

Weitere Beiträge zum Thema

IT-Integration: Disaster Recovery:  Wie Phönix aus der Asche

IT-IntegrationDisaster Recovery: Wie Phönix aus der Asche

Oft ist die Ursache klein, der Schaden allerdings groß: Ein Brand und reichlich Löschwasser reichen aus, um Datenspeicher zu zerstören und einen Produktionsausfall hervorzurufen, der im schlimmsten Fall das Ende der ganzen Firma bedeuten kann.

…mehr
Daten und Prozesse: Aufbruch in neue  Dimensionen

Daten und ProzesseAufbruch in neue Dimensionen

Am Thema Cloud Computer kommt jemand vorbei, der sich mit IT-Themen beschäftigt. Auf den weltweiten IT-Messen wurden bereits viele Lösungen für die Wolke vorgestellt. Dass die umfassenden Software-Dienste auch enorme Anforderungen an die Hardware und die Rechenzentren stellen, ist weniger bekannt.
…mehr
Daten und Prozesse: Eine Trutzburg  für die Server

Daten und ProzesseEine Trutzburg für die Server

Eine kompakte Hochsicherheitslösung für Mini-Rechenzentren ist der IT-Server-Cage von Prior1. Die stählerne Schutzkabine erfüllt sowohl nationale als auch internationale Sicherheitsrichtlinien. Sie lässt sich gebäudeunabhängig einsetzen und bietet eine vollständige Gefahrenabwehr.
…mehr
Daten und Prozesse: Die Kosten im Blick

Daten und ProzesseDie Kosten im Blick

Moderne Rechenzentren und Serverräume haben einen enormen Energiehunger. Bis zu 60 Prozent der Stromkosten eines Bürogebäudes können allein auf das Rechenzentrum entfallen. In vielen Unternehmen gehört es inzwischen zu den primären Energieverbrauchern.
…mehr
Daten und Prozesse: CRM aus der Strippe

Daten und ProzesseCRM aus der Strippe

Hewlett-Packard (HP), vorwiegend bekannt für Hardware, bietet verstärkt auch IT-Dienstleistungen an, die folgendermaßen beschrieben werden: »HP Utility Sourcing Services«. Es handelt sich dabei – allgemeinverständlich – um »Software aus der Steckdose«.

…mehr
Anzeige
Anzeige

Anzeige - Highlight der Woche

Durchgängige Industrie 4.0 Lieferkette – MES macht´s möglich!

Durchgängige Industrie 4.0 Lieferkette – MES macht´s möglich!

Um bei den internen Produktionsprozessen die höchste Qualität und eine optimale Lieferkette sicherzustellen, verlässt sich der Leichtmetallspezialist Heggemann auf BDE und Feinplanung von PROXIA. Die MES-Produkte liefern exakte Stammdaten als Planungsgrundlage und zur Nachkalkulation sowie eine hochintegrierte Fertigungs-Feinplanung für eine schlanke und flexible Produktion.

Bericht lesen

Anzeige - Highlight der Woche

Mit Lean Production 30% schneller in die Fertigung

Mit Lean Production 30% schneller in die Fertigung

Mehr Wirtschaftlichkeit und Wachstum – Die Schneto AG, der Spezialist für Präzisionsdrehteile erschließt mit Vernetzung und Digitalisierung von ERP und Produktion mit dem COSCOM FactoryDIRECTOR neue Produktivitätspotenziale: Rund 30% Steigerung der Rüstgeschwindigkeit und Ausschussteilquote nahe Null.

Bericht lesen

Anzeige - Highlight der Woche

Aras Whitepaper: Internet of Things - Kontext statt Chaos


Hier stellt Ihnen das Unternehmen Aras das Highlight der Woche vor.

White Paper jetzt kostenlos herunterladen!

Mediadaten 2018

Anzeige

White Papers auf smart engineering


In unserer neuen White Paper Sektion finden Sie lösungsorientierte White Paper unserer Partner zu IT-Standards, Anwendungshinweisen, Leistungsübersichten uvm. Jetzt kostenfrei downloaden.

Künstliche Intelligenz: Forschungsroboter “Roboy“ und Martina Mara

Video- Künstliche Intelligenz: Forschungsroboter “Roboy“ und Martina Mara


Welche Wirkung hat der Anblick von Robotern auf Menschen? Mit dieser Frage befasst sich das Team um Professor Markus Appel vom Campus Landau in einem aktuellen Forschungsprojekt. Mit ihrer Studien wollen die Forscher herausfinden, inwieweit wir Menschen künstliche Intelligenz als helfende Hand im Alltag akzeptieren oder ablehnen.

smart engineering in Social Networks

smart engineering Newsletter

smart engineering Newsletter kostenfrei abonnieren

Unser Newsletter informiert Sie über die wichtigsten Neuigkeiten, Produktentwicklungen und Trends aus der Branche. Jetzt kostenlos registrieren.

SCOPE Newsticker