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WirtschaftsjournalIndustriedesign als Absatzbeschleuniger

Umsatzsprünge von 30 Prozent und mehr verzeichnen Maschinen und Geräte, die Jürgen R. Schmids Handschrift tragen. Seit 26 Jahren ist der 53-Jährige auf Industriegüter spezialisiert und stiftet seinen Kunden entlang der kompletten Wertschöpfungskette Nutzen.
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Wirtschaftsjournal: Industriedesign als Absatzbeschleuniger

»Strategisches Design ist kostennneutral, weil es sich durch höheren Absatz, bessere Preise oder günstigere Produktionskosten selbst refinanziert«, lautet ein zentraler Grundsatz in der Ammerbucher Kreativschmiede. Geradezu heiliger Zorn packt deshalb den Schwaben, wenn Kollegen sich »nur als Aufhübscher betätigen und damit einen ganzen Berufsstand in Misskredit bringen.« Denn gerade in der aktuellen Krise machen viele Firmen das Design wieder inhouse oder verzichten ganz darauf, weil sie dessen Mehrwert nicht erkennen oder eben noch nicht er- lebt haben.

Das Gegenteil ist der Fall, predigt dagegen Schmid und konfrontiert Zweifler mit Referenzbeispielen. Die Sorin Group Deutschland GmbH beispielsweise steigerte ihren Weltmarktanteil bei Herz-Lungen-Maschinen in den neun Jahren, die sie nun mit Design Tech kooperiert, von 25 auf 60 Prozent. Der Grund: Schmids zwölfköpfiges Team ordnete die komplexen Bedienelemente optimal an und schuf einen unverwechselbaren Wiedererkennungswert, der die Spitzenstellung des Herstellers visualisiert.
»Design ist eine eigenständige Schlüsseldisziplin geworden, um komplexe Entwicklungsprozesse zu moderieren und Visionen zu realisieren,« schwärmt der Perfektionist, der seinen Durchbruch modernen, technischen Möglichkeiten verdankt. Mit Freehand, Photoshop, Catia V5 und Rhino digitalisiert er nahezu den kompletten Entwicklungs- und Konstruktionsprozess und bindet via Internet und FTP-Server sowohl internationale Standorte seiner Kunden als auch externe Partner ein.

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Denn gerade, weil die Schwaben Design als moderierende Schlüsseltechnologie begreifen, arbeiten sie von der Blechverarbeitung über die Materialsubstitution und -recherche bis hin zur farbpsychologischen Anordnung von Bedienelementen mit Spezialisten und Trendforschern zusammen, um der Konkurrenz ihrer Kunden immer mindestens einen Schritt voraus zu sein. »Gerade die CAD-Programme ermöglichen uns, kostengünstig und schnell mehrere Versionen durchzuspielen und zu simulieren, um damit zu qualitätvolleren Entscheidungen zu kommen« betont Jürgen R. Schmid, der fast ausschließlich für Markt- und Technologieführer aus Industrie und Medizintechnik arbeitet.

Teil seiner Strategie ist es, dem Kunden in möglichst jeder Entscheidungsphase des Entwicklungsfortschritts drei Varianten von konservativ-gefällig bis unkonven- tionell-imagebildend zu präsentieren, die alle gut für das Produkt sind. Weil der Provokateur aber meist die progressivste Variante favorisiert, fiel ihm auf, dass der Kunde ihm dann häufiger folgt, wenn er ihm das Fremde, Unbekannte durch möglichst viel Realität vertraut macht.

Denn aus Psychologie und Erfahrung weiß der Industriedesigner, dass nur Neues für Aufmerksamkeit sorgt. Um die Angst seines Kunden vor dem Fremden in Vertrauen für seine Arbeit zu verwandeln, setzt er auf eine Fülle von Technik und Informationen, die er via Software aufbereitet. Maschinen- und Konstruktionsdaten werden in den Rechner eingespeist, mit Filmen und Fotos aus der Anwenderrealität verbunden und mit Untersuchungsergebnissen kombiniert, um einen möglichst genauen Eindruck von Zukunft und Marktentwicklung zu bekommen.

Denn laut Jürgen R. Schmid dient Design dazu, sich im Wettbewerb zu differenzieren und Wertigkeit zu visualisieren. Insider schätzen, dass innovative Firmen drei bis fünf Prozent ihrer Stückkosten in Design investieren. Erfahrungswerte belegen, dass gerade diese Firmen bessere Erträge erzielen. Unter strategischem Design verstehen sie standardisierte Prozesse, die von der Entwicklung bis zu Vertrieb und Marketing alle Bereiche systematisch einbinden.

»Schon in der Entwicklungsphase all diese Facetten entlang der Wertschöpfungskette zu sehen und zu berücksichtigen, erfordert ein hohes Maß an Kommunikation mit allen Beteiligten; Techniken, den Prozess beherrschbar zu halten und Persönlichkeit, faule Kompromisse erst gar nicht zuzulassen, weil sie das Produkt in seiner Gesamtkomposition zurückwerfen würden«, nennt Jürgen R. Schmid die Essentials. Entsprechend verlangt er seinen Kunden in der Zusammenarbeit gleichermaßen Mut, Vertrauen und Disziplin ab, wenn das Ergebnis stimmen soll.

Jüngste Innovation des Schwaben, die ihn vollends bundesweit unvergleichbar macht, ist seine seit zwei Jahren praktizierte Alternative zum fixen Design-Honorar. Abhängig von Stückzahl und Produktionskosten beteiligt ihn der Kunde prozentual am Verkaufspreis. Der Vorteil: Der Kunde schont seine Liquidität und holt den Designer mit ins Risiko. Damit bleibt die Gestaltung ein dynamischer, ganzheitlicher Prozess, weil Schmid dauerhaft seine Ideen bis hin zur Vermarktung einbringt. -fr-

Design Tech, Ammerbuch Tel. 0 70 73/91 89 0, http://www.designtech.eu

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