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WirtschaftsjournalFührungswechsel bei SolidWorks

Neues Führungsteam: Bertrant Sicot hat den Posten des CEO bei SolidWorks von Jeff Ray übernommen, der nun Executive Vice President of Geographic Operation ist. Der CAD-CAM Report sprach mit beiden über die Hintergründe und Veränderungen.
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Wirtschaftsjournal: Führungswechsel bei SolidWorks

CCR: Der Führungswechsel bei SolidWorks kam sehr überraschend. Was war der Grund hierfür?

Ray: Ich habe SolidWorks als CEO seit 2007 geführt. In dieser Zeit konnte ich sehr viel bewegen und die Integration von SolidWorks und Dassault Systèmes oder kurz DS mitgestalten. Nun bot sich die Chance, Aufgaben bei DS zu übernehmen, die es mir ermöglichen, noch mehr Einfluss auf den weiteren Weg von SolidWorks zu nehmen. Ich kann in der Position des Executive Vice President of Geographic Operation weltweit unsere Landesgesellschaften und Partner unterstützen, damit diese noch besser arbeiten können. Künftig sitze ich mit am DS-Tisch, wenn Entscheidungen getroffen werden.

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CCR: Wie wird das praktisch aussehen? Arbeiten Sie in den USA und reisen Sie viel?

Ray: (lacht) Ganz im Gegenteil. Ich sitze sozusagen auf gepackten Koffern und ziehe mit meiner Frau nächste Woche nach Frankreich. Vorerst für ein Jahr, dann werden wir weitersehen, wo mein Schreibtisch steht.

CCR: Herr Sicot, Ihre Ernennung zum CEO war zwar überraschend, aber Sie sind kein unbeschriebenes Blatt bei SolidWorks …

Sicot: Das ist absolut richtig. Ich kenne das Unternehmen seit 1997 und war SolidWorks‘ zweiter Angestellter in Europa. Wir waren zwar sehr erfolgreich in den vergangenen Jahren, aber in Zukunft werden die Herausforderungen groß sein. Uns bieten sich viele Chancen, zusammen mit DS noch erfolgreicher zu agieren. Wir werden in der Technologie große Schritte nach vorn machen und neue Produkte ankündigen.

CCR: Es scheint einiges in Bewegung zu kommen die Betriebssystem-Basis betreffend und auch die Produkte für Datenmanagement und Collaboration.

Sicot: Das ist richtig. Letztes Jahr haben wir ja schon einige Ankündigungen gemacht, die sich auf die V6-Technik von DS beziehen. Ein erstes Produkt ist marktreif: ‚N!fuze‘, eine Online-Kollaborationsplattform. Diese ermöglicht die Zusammenarbeit von kleinen Konstruktionsteams. Wir haben außerdem SolidWorks nun auch lauffähig gemacht auf mobilen Computern sowie dem iPad.
Ray: Die V6-Technik wird selbstverständlich eine entscheidende Rolle bei zukünftigen Produkten spielen. Die Vorteile, die sich aus der Zusammenarbeit mit DS ergeben, wird SolidWorks in Zukunft verstärkt nutzen.

CCR: In der Vergangenheit war auch schon viel die Rede von Cloud-Technologie-Lösungen. Ist auch eine Online-Version der 3D-CAD-Software denkbar?

Sicot: Auf der technischen Seite sind viele Varianten möglich. Letztlich geht es aber darum, was die Kunden wollen. Eine Online-Version ist denkbar; es wird aber immer auch CAD mit einer lokalen Installation verfügbar sein. Neue Technologie nur aus Image- oder Marketinggründen ist aus meiner Sicht nicht sinnvoll.

(Ergänzendes hierzu finden Sie auch im Interview auf S. 31.)


Interview: Stefan Graf, CAD-CAM Report

SolidWorks Deutschland GmbH, Haar Tel. 089/6129560, http://www.solidworks.de

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