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Unternehmen„Wir setzen auf Branchenkenntnisse, Bodenständigkeit und Zuverlässigkeit“

Fischer Computertechnik, Hersteller von XML-Redaktions- und Content-Management-Systemen, feiert dieses Jahr sein 25-jähriges Jubiläum. Chefredakteur Stefan Graf sprach mit Geschäftsführer Dr. Walter Fischer über die Anfänge, den Markt für technische Dokumentation und seine Erfolgsrezepte.
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Unternehmen: „Wir setzen auf Branchenkenntnisse, Bodenständigkeit und Zuverlässigkeit“

eDM-Report: Was waren die Gründe für die Unternehmensgründung vor 25 Jahren?

Dr. Fischer: Wir hatten bereits in den 80er Jahren an der Technischen Universität Darmstadt im Rahmen der Doktorarbeit eine bahnbrechende Software für die 3D-Visualisierung von Molekülen entwickelt und da entstand die Idee, mit der Entwicklung von Standardsoftware und Grafikprogrammen ein Unternehmen zu gründen. Wir sahen darin auch die Möglichkeit in der damals völlig neuen, innovativen Welt der Computer unsere Ideen von Produktentwicklung umzusetzen.

eDM-Report: Wie sahen Ihre ersten Schritte in der Welt der Informationstechnologie aus; wo liegen Ihre Wurzeln?

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Dr. Fischer: Begonnen hat alles im Mathematikstudium mit der Vorlesung „Numerik“ und im zugehörigen Praktikum mit Fortran 77 und Algol. Rechenzentrum und Lochkarten waren die Zauberworte und strahlten eine Faszination aus. Mit der Entwicklung von Programmbibliotheken für die Visualisierung und Simulation von biologischen Elementarprozessen wie zum Beispiel der Ionentransport durch Biomembrane während meiner Doktorarbeit an der TH Darmstadt hat alles angefangen. Aus dem Institut für physikalische Chemie heraus haben wir dann das Unternehmen gegründet.

eDM-Report: Wie konnten Sie Ihre ersten Kunden überzeugen?

Dr. Fischer: Einer der wichtigsten Ansprüche war immer die Entwicklung eines „Softwareproduktes“, welches wir dann als solches verkaufen konnten. Dabei war unsere Spezialität seinerzeit die 2D- und 3D-Visualiserung von Prozessen und Strukturen. Die Funktionalität unsere Produkte und unser innovativen Lösungsansätze überzeugten schon damals die ersten Kunden aus der Chemischen Industrie und später im Maschinen- und Anlagenbau.

eDM-Report: Welche Philosophie vertritt die Fischer Computertechnik GmbH?

Dr. Fischer: Heute stehen wir für innovative Lösungen im Bereich der Content-Management- und Redaktionssysteme mit hervorragenden Branchenkenntnissen im Maschinen- und Anlagenbau und in der Medizintechnik sowie für Bodenständigkeit und 25 Jahre Zuverlässigkeit. Unsere Philosophie ist es, unsere Erfahrung zum Nutzen unserer Kunden einzubringen. Dabei bestimmen effektive, harmonische Zusammenarbeit, persönlicher Respekt und Verantwortungsbewusstsein das Verhalten der Mitarbeiter untereinander wie gegenüber den Kunden.

eDM-Report: Wo steht Ihr Unternehmen heute?

Dr. Fischer: Wir sehen uns als einer der führenden Anbieter von innovativen Lösungen und Redaktionssysteme für die automatisierte und integrierte Produktion von Produktdokumentationen von der Betriebsanleitung bis zur Marketingbroschüre oder Katalog in allen Sprachen. Dabei zeichnen sich unsere Lösungen besonders durch ihre Flexibilität und Skalierbarkeit aus. Des Weiteren legen wir besonderes Augenmerk bei unseren Lösungen auf die Integration der Technischen Dokumentation in die bestehende IT-Landschaften und Businessprozesse vom Auftragseingang bis zum Service-Portal.

eDM-Report: Sie sind mit Software für Grafikvisualisierung, Grafikverwaltung, Zeichnungs- und Dokumentenverwaltung gestartet – heute bietet Ihr Unternehmen ein Redaktionssystem an; welche Entwicklung liegt dazwischen?

Dr. Fischer: Unser Anspruch war es stets Standardsoftware für komplexe Aufgaben für die fertigende Industrie zu liefern und pragmatische, anwenderorientierte Lösungen zu schaffen. Nachdem wir die spezifischen Workflows, das Änderungsmanagement sowie alle anderen Prozesse rund um die Verwaltung von Grafiken, Zeichnungen und Dokumenten voll abgedeckt hatten, haben wir unsere Herausforderung darin gesehen, auf dieser Basis Lösungen zu schaffen, die den Kunden nicht nur bei der Verwaltung von fertigen Dokumenten, sondern vielmehr den Erstellungs- und Publikationsprozess von modularisierten Dokumenten unterstützen. All unser Know-how aus den Management-Prozessen ist in das Redaktionssystem eingeflossen.

eDM-Report: Der Markt für Technische Dokumentation war lange geprägt von kleineren Anbietern und vielen unterschiedlichen Produkten. Inzwischen geht der Trend zu Software-Standardisierung. Sehen Sie darin Vorteile für Ihr Unternehmen?

Dr. Fischer: Ja, denn gerade die Standardisierung war immer einer der Triebfedern und Motivation für unsere Produktentwicklung und Unternehmensstrategie. Wir haben bereits Ende der 90er Jahren eines der ersten Standard-Redaktionssysteme auf den Markt gebracht und hier sehen wir auch unsere großen Chancen in der Zukunft.

eDM-Report: Die Art und Weise der Softwareentwicklung hat sich in den vergangenen Jahrzehnten sehr verändert. Was wird heute in der Softwareentwicklung besser oder anders gemacht als früher?

Dr. Fischer: In diesem Bereich wurden enorme Fortschritte gemacht, was natürlich auch mit kompletten Veränderungen in den Methoden und Softwarestrategien einhergeht. Da bleibt kein Stein auf dem anderen. Und trotzdem ist es wichtig, in solch langlebigen Produkten wie einem Redaktionssystem Abwärtskompatibilität zu gewährleisten. Denn auch die Inhalte, welche vor 15 oder mehr Jahren erstellt wurden, beispielsweise eine Betriebsanleitung für ein Kraftwerk, muss heute aktualisiert beziehungsweise verändert und genutzt werden können. Aktuell spiel dies beispielsweise ja auch eine Rolle für die diskutierten Laufzeitverlängerungen von Kernkraftwerken.

eDM-Report: Wo sehen Sie die Vorteile Ihres Unternehmen und Ihrer Produkte gegenüber dem Wettbewerb?

Dr. Fischer: Einen entscheidenden Vorteil sehen wir in unserer Erfahrung in dem Bereich des Technischen Informations-Managements und in unserer historisch bedingten Nähe zu den Themen PLM/PDM wo wir ja auch herkommen. Das heißt, wir konzentrieren uns auf die Integration der redaktionellen Prozesse in die uns vertraute Umgebung der Produktentwicklung und des Engineerings, der Fertigung bis hin zum Service-Portal. Des Weiteren sehen wir eine großen Vorteil in der Flexibilität und Konfigurierbarkeit unserer Software, so dass wir trotz Standard dem Kunden eine maßgeschneiderte, individuelle Lösung bieten können und das zu einem attraktiven Preis.

eDM-Report: Wo steht Ihr Unternehmen in fünf Jahren?

Dr. Fischer: Alle unsere Anstrengungen konzentrieren sich darauf, auch in fünf Jahren noch als einer der relevanten Anbieter auf dem Markt im Bereich „TechnischesInformations-Management“ zu sein. Auf dieses Ziel hin richten wir unsere gesamte Produkt- und Unternehmensstrategie permanent aus. Das ist ein dauernder dynamischer Prozess im Wechsel mit den Anforderungen des Marktes.

eDM-Report: Welche Trends zeichnen sich in der Technischen Dokumentation ab?

Dr. Fischer: Einiges habe ich oben schon angesprochen. Wichtig für uns ist die Integration der Technischen Dokumentation in die Unternehmensprozesse sowie in die IT-Landschaft. Dabei sehen wir eine zunehmende Bedeutung im Redaktionssystem als Drehscheibe alle relevanten Informationen im Bereich des Pre-Sales wie auch des After-Sales zu organisieren und für technische Dokumentationen, Service-Portale wie auch für Marketing-Kataloge, Online-Shops und Schulungsunterlagen zur Verfügung zu stellen. Um mit aktuellen Produktinformationen schnell am Markt agieren zu können, wird die Automatisierung weiter vorangetrieben. -sg-

Fischer Computertechnik GmbH, Radolfzell Tel. 07738/9294-0, http://www.fct.de

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