smart engineering - Industrie 4.0 aus einer Hand
Home> Market> News> Archiv> Heidelberger Innovationsforum: Intelligente Lösungen für die Medizin

Neues/InteressantesHeidelberger Innovationsforum: Intelligente Lösungen für die Medizin

Die Medizintechnik weist derzeit das beste Innovationsklima auf, so eine aktuelle Studie des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI) vom Februar 2008. Als wichtiger Innovationsmotor gelten IT- und Software-Lösungen. 29 besonders marktnahe und vielversprechende Anwendungen und Geschäftsideen wurden am 15. April 2008 auf dem Heidelberger Innovationsforum präsentiert. Damit stellte sich die europäische Plattform für die Kommerzialisierung marktnaher IT-Forschung ganz in den Dienst eines der lukrativsten Märkte der Zukunft.
sep
sep
sep
sep
Neues/Interessantes: Heidelberger Innovationsforum:     Intelligente Lösungen           für die Medizin


Kurz und knackig präsentierten sich 29 marktnahe IT-Anwendungen und Geschäftsideen für den Medizin- und Gesundheitssektor am 15. April auf dem 6. Heidelberger Innovationsforum. Nur zehn Minuten hatten die Forscher und Entwickler, um die anwesenden Wirtschaftsvertreter und potenziellen Investoren von ihren Lösungen zu überzeugen. An der Resonanz lässt sich genau ablesen, ob ein Konzept marktreif ist oder nicht. Die Palette der Lösungen reichte dabei von Implantationsrobotern über digitale Notfallassistenten bis hin zu virtuellen Trainingssystemen für Operateure.

Anzeige

Forscher und Markt- akteure früh vernetzen

Erfinden, Businessplan erstellen, Kapital beschaffen – und erst danach schauen, wie der Markt auf das Angebot reagiert. Nach diesem Muster verfahren viele Forscher. Die Folge ist, dass trotz hervorragender Forschungsergebnisse viele Forscher am finalen Schritt der Unternehmensgründung scheitern. Das Heidelberger Innovationsforum setzt genau an diesem kritischen Punkt an und unterstützt bereits in einem frühen Stadium die Forscher und Entwickler bei der Marktsondierung und der Suche nach geeigneten Investoren und Kooperationspartnern.

»Indem wir Forscher und Marktvertreter frühzeitig zusammenbringen, beschleunigen wir den Innovationsprozess«, erklärte Klaus Haasis, Geschäftsführer der MFG Baden-Württemberg, Innovationsagentur des Landes für IT und Medien. Seit dem Jahr 2005 organisiert die MFG in enger Kooperation mit dem European Media Laboratory (EML) das halbjährlich stattfindende Innovationsforum in Heidelberg. Die European Media Laboratory GmbH (EML) ist ein privates IT-Forschungsinstitut, das von SAP-Mitbegründer Dr. h.c. Klaus Tschira ins Leben gerufen wurde.

Ideen in zehn Minuten auf den Punkt gebracht

»Auf dem Innovationsforum müssen die Referenten auf den Punkt kommen«, charakterisiert Professor Andreas Reuter, Direktor des EML, die Besonderheit der Veranstaltung, »denn jede Präsentation ist auf zehn Minuten begrenzt.« Wirtschaftsvertreter und Investoren, deren Zeit stets knapp ist, erhalten so in komprimierter Form vielfältige Anregungen für potenzielle Kooperations- und Finanzierungsmöglichkeiten präsentiert.

Ob intelligente Implantate, IT-gestützte Diagnose- und Therapielösungen oder virtuelle Trainingssysteme für Operateure – die Einsatzgebiete neuer Anwendungen im Medizin- und Gesundheitsbereich sind vielfältig. Auf dem 6. Heidelberger Innovationsforum wurde unter anderem von Dr. Wolfram Stein von der Firma med3D GmbH eine 3D-Lösung für Implantate präsentiert, die sich speziell an Zahnärzte richtet. Das Spin-off-Unternehmen der Universität Heidelberg hat die dreidimensionale Planungs-Software »implant3D« entwickelt, um damit sowohl die optimale Lage einzusetzender Implantate als auch den besten »Bohrweg« zu berechnen. Ein sechsbeiniger »Hexapod-Roboter« überträgt die Bohranleitung anschließend auf eine so genannte Bohrschablone, die dem Patienten bei der Behandlung eingesetzt wird und den Bohrer präzise führt. Dadurch werden Nachbarzähne und anliegende Nervenbahnen zuverlässig vor Verletzungen geschützt. Ein weiteres Beispiel für die vorgestellten Innovationen ist ein mobiler Notfallassistent, mit dem die Gießener Firma medDV den Datentransfer im Rettungswesen beschleunigt. An der Bergung eines Unfallopfers vom Rettungswagen bis zur Klinik sind zahlreiche Institutionen beteiligt, zwischen denen Patientendaten und Diagnosewerte manuell ausgetauscht werden – Verlust und Irrtumsrisiko inklusive. »Wir haben eine Lösung entwickelt, die den Datentransfer erheblich verbessert. Damit gelangen alle notwendigen Informationen sofort an die Stelle, an der sie benötigt werden«, erklärt medDV-Geschäftsführer Carsten Rausch. Kernstück der Lösung ist das »NIDA Pad«, ein tragbares Terminal, mit dem die Daten unmittelbar am Unfallort digital erfasst werden. Im Rahmen des 6. Heidelberger Innovationsforum wurde auch der bwcon Award »IT & Life Science« für die beste E-Health-Lösung verliehen. Die Wirtschaftsinitiative Baden-Württemberg: Connected prämierte damit das Fibuskop, eine neue Vorrichtung für die flexible Atemwegsendoskopie bei gleichzeitiger Beatmung. Die von Dr. Christoph Schramm, Universitätsklinikum Heidelberg, präsentierte Technologie ermöglicht es, Patienten während der Endoskopie sowie bei schwierigen anatomischen Verhältnissen an den Atemwegen zu operieren und gleichzeitig kontinuierlich zu beatmen. Damit kann die Endoskopie erstmals zeitlich unbegrenzt erfolgen. Dr. Christoph Schramm war mit seiner Lösung gegen 28 weitere Ideen angetreten, die ebenfalls auf dem Heidelberger Innovationsforum präsentiert wurden. Das 7. Heidelberger Innovationsforum findet am 25. November 2008 wiederum im Studio der Villa Bosch statt. Innovationsvorschläge können bis September 2008 eingereicht werden. Am 15. Oktober findet für die Antragsteller zur Vorbereitung ein Coaching-Seminar zum Thema »Professionelle Präsentation eines Businessplans vor Investoren« statt. Weitere Informationen sind unter www.heidelberger-innovations- http://forum.de zu finden. -fr-

Diesen Artikel …
sep
sep
sep
sep
sep

Weitere Beiträge in dieser Rubrik

Arbeitswelt 4.0: Keiner für Alle - Alle für Keinen

Arbeitswelt 4.0Keiner für Alle - Alle für Keinen

Teamwork, Kollaboration, Netzwerken: Willkommen in der Arbeitswelt 4.0, so zumindest die gängige Vorstellung. Dass dies nicht unbedingt der Realität entspricht, zeigt eine neue Studie des Büroexperten Sharp Business Systems, in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsinstitut Censuswide.

…mehr
Cebit 2015: Digitalisierung der Wirtschaft im Fokus

Cebit 2015Digitalisierung der Wirtschaft im Fokus

Vom 16. bis 20. März 2015 verwandelt sich Hannover wieder zum Mekka der IT-Branche. Im Fokus des weltweit bedeutendsten IT-Events steht in diesem Jahr die fortschreitende Digitalisierung der Wirtschaft.

…mehr

Product Lifecycle ManagementPLM – Quo vadis?

Es muss inzwischen gute zehn Jahre her sein, dass mir das erste Mal der Begriff Product Lifecycle Management (PLM) begegnete. Damals diskutierte ich mit IBM-Leuten, was das eigentlich sein soll, und auf einer UGS-Pressekonferenz kam es fast zum Eklat, als der damalige Geschäftsführer den Journalisten dieses neue Thema schmackhaft machen wollte.

…mehr
CAD/CAM-Software: 30 Jahre CAD/CAM aus Deutschland

CAD/CAM-Software30 Jahre CAD/CAM aus Deutschland

Der deutsche CAD/CAM-Software-Entwickler, die Schott Systeme GmbH aus Bayern, feiert Jubiläum: Zur Euromold 2014 in Frankfurt werden die Münchner auf 30 Jahre der Produkteinführung ihrer CAD/CAM- und IT-Software Pictures by PC zurück blicken können.

…mehr
Fachmesse Euroblech: Viel mehr als Blech

Fachmesse EuroblechViel mehr als Blech

V
om 21.-25. Oktober 2014 trifft sich die blechbearbeitende Industrie wieder in Hannover zu ihrer weltweit größten Branchenfachmesse, der Euroblech. Insgesamt 1.411 Aussteller aus 41 Ländern haben derzeit ihre Standfläche fest gebucht und belegen acht Hallen auf dem Messegelände.
…mehr
Anzeige
Anzeige

Anzeige - Highlight der Woche

COSCOM Digital-PROZESS Meetings

Einladung zu COSCOM Digital-PROZESS Meetings

Mehr Profit vor dem Span! COSCOM connected …

… Manufacturing: CNC-Prozesse optimieren!

… Tool-Management: Rüstprozesse beschleunigen!

… Prozess-Management: Durchgängige Daten bis an die Maschine!

Aktuelle Termine und Orte hier

Anzeige - Highlight der Woche

Aras Whitepaper: Internet of Things - Kontext statt Chaos


Hier stellt Ihnen das Unternehmen Aras das Highlight der Woche vor.

White Paper jetzt kostenlos herunterladen!

Mediadaten 2018

Anzeige

White Papers auf smart engineering


In unserer neuen White Paper Sektion finden Sie lösungsorientierte White Paper unserer Partner zu IT-Standards, Anwendungshinweisen, Leistungsübersichten uvm. Jetzt kostenfrei downloaden.

Künstliche Intelligenz: Forschungsroboter “Roboy“ und Martina Mara

Video- Künstliche Intelligenz: Forschungsroboter “Roboy“ und Martina Mara


Welche Wirkung hat der Anblick von Robotern auf Menschen? Mit dieser Frage befasst sich das Team um Professor Markus Appel vom Campus Landau in einem aktuellen Forschungsprojekt. Mit ihrer Studien wollen die Forscher herausfinden, inwieweit wir Menschen künstliche Intelligenz als helfende Hand im Alltag akzeptieren oder ablehnen.

smart engineering in Social Networks

smart engineering Newsletter

smart engineering Newsletter kostenfrei abonnieren

Unser Newsletter informiert Sie über die wichtigsten Neuigkeiten, Produktentwicklungen und Trends aus der Branche. Jetzt kostenlos registrieren.

SCOPE Newsticker