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MesseKeine Angst vor Big Data

Das Verwalten großer Datenmengen ist ein Thema auf der DMS Expo
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Messe: Keine Angst vor Big Data
Das Marktforschungsunternehmen Gartner hat das Thema Big Data als einen der zehn wichtigsten IT-Trends in diesem Jahr identifiziert. Diesen Trend reflektieren auch die Messen DMS Expo und IT & Business. Einerseits steigt die Datenmenge kontinuierlich, andererseits gelangen die Informationen in unterschiedlichen Formaten und Kanälen in die Unternehmen. Die Herausforderung liegt darin, aus dieser Vielzahl von Daten verschiedenster Art entscheidungsrelevante Informationen zu generieren. Die Redaktion befragte Carsten Bange, Geschäftsführer Barc GmbH und Heiko Viertel, Geschäftsleitung Intec International, wie Unternehmen diese Herausforderung lösen können und welche Bedeutung Business-Intelligence-Methoden in diesem Zusammenhang haben.

eDM: Das Thema Big Data ist in aller Munde und wird von unterschiedlichen Beteiligten verschieden definiert. Wie definiert die Unternehmensberatung Barc Big Data?

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Bange: Big Data definiert Methoden und Technologien, die eine hoch skalierbare Erfassung, Speicherung und komplexe Analyse polystrukturierter Daten ermöglicht. Mit dieser Definition versuchen wir, die unterschiedlichen Aspekte zu berücksichtigen, die Big Data ausmachen. Dies ist zum einen, dass nicht nur Tools, sondern auch Methoden gefragt sind. Eine hohe Skalierbarkeit – nicht nur große Datenmengen – spielt eine wichtige Rolle. Hinzu kommt die Komplexität. Nach unserer Ansicht erfasst sie alle Ebenen einer Business-Intelligence (BI)-Infrastruktur, womit dann auch Datenmanagement-Aufgaben einhergehen. Last but not least müssen polystrukturierte Daten verarbeitet werden. Das heißt, dass die Daten sowohl strukturiert, halbstrukturiert oder auch komplett unstrukturiert vorliegen.

eDM: Inwieweit können Unternehmen der Big-Data-Herausforderung durch BI begegnen?

Bange: Wir stellen fest, dass sich viele Unternehmen bereits in Richtung Big Data bewegen. Dies sind im Moment noch Inselprojekte für bestimmte Bereiche. Beispielsweise werden im produzierenden Mittelstand heute die anfallenden Maschinendaten gesammelt und hinsichtlich der Qualitätssicherung ausgewertet. Die Herausforderung wird sein, diese einzelnen Anwendungen zusammenzubringen und in einer übergreifenden Strategie zu integrieren.

Viertel: Im klassischen B2B-Markt ist ein Großteil der Daten nach wie vor sehr stark strukturiert. Da stellt sich gerade für kleine und mittelständische Unternehmen die Frage, ob es überhaupt sinnvoll ist, in diese Big-Data-Diskussion einzusteigen. Anders sieht es im B2C-Markt aus. Hier können die Informationsquellen aufgrund von Social Media sehr vielseitig sein. Unternehmen sollten sich klar vor Augen halten, wie sie derzeit und künftig Informationen gewinnen können und welcher Mehrwert dahinter steht. Schließlich sollte nicht vernachlässigt werden, dass die Umsetzung mit hohen Kosten verbunden ist, und deshalb sollte das Thema auch differenziert betrachtet werden.

eDM: Wie sieht das Rollenspiel zwischen der IT und den Fachabteilungen aus?

Bange: BI wurde zwar schon immer über die Fachbereiche getrieben, aber die Erkenntnis hat sich durchgesetzt, dass man nur gemeinsam mit der IT-Abteilung BI-Projekte sinnvoll umsetzen kann. Unternehmen, deren Fachabteilungen eigenständig Business-Intelligence eingeführt haben, sind an technischen Problemen gescheitert. Unternehmen, die ein Datawarehouse allein mit der IT-Abteilung umgesetzt haben, sind ebenfalls gescheitert, weil sie die Anforderungen des Anwenders nicht berücksichtigt haben. In der Regel sind die BI-Projekte erfolgreich, bei denen fachliches und technisches Know-how langfristig zusammengebracht werden kann.

Viertel: Eine Zusammenarbeit zwischen den Fachbereichen und der IT ist unumgänglich. Oftmals ist es auch hilfreich, einen externen Dienstleister hinzuzuziehen, insbesondere dann, wenn die eigene IT-Abteilung BI-Projekte mit den eigenen Kapazitäten nicht mehr stemmen kann.

eDM: Welche Abteilungen profitieren am meisten von BI-Lösungen?

Bange: Mittlerweile werden BI-Lösungen in nahezu allen Fachbereichen eingesetzt. Keimzelle für BI-Installationen in Unternehmen ist in der Regel das Controlling. Der zweite große Bereich ist der Vertrieb, der mit BI Kundendaten sammelt und analysiert. Was wir in den letzten Jahren festgestellt haben, ist eine deutliche Verbreitung in andere Bereiche, wie beispielsweise Einkauf, Marketing und Produktion.

Viertel: Wir haben auf den vergangenen Messen die Themen Big Data und BI in unseren Fokus gerückt. Das größte Interesse kam aus den Bereichen Controlling, Vertrieb / Marketing, Produktion und Logistik. Im Grunde trifft es alle Unternehmensbereiche, die ihre Kennzahlen schnell erfassen, visuell darstellen und Relationen erkennen möchten.

eDM: Wie wichtig ist die Darstellung von Kennzahlen, Dashboards et cetera auf mobilen Endgeräten wie iPads oder Tablet-PC?

Bange: Wir können bestätigen, dass mobile BI einer der ganz großen Trends ist. Nach unseren Untersuchungen nutzen heute schon etwa 10 bis 15 Prozent der Unternehmen mobiles BI. Dafür, dass das Thema noch recht neu ist, ist der Anteil bereits recht hoch. -sg-

www.itandbusiness.de http://www.dms-expo.de

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