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CAD-CAM-NachrichtenTex-Mex und PLM in San Antonio


Tex-Mex und PLM in San Antonio. Sie hat bei der Anwendergemeinde ihren festen Platz im Kalender: die jährliche SolidWorks World. Das Treffen von Anwendern, Kunden und Vertriebspartnern irgendwo in südlichen Gefilden der USA – diesmal San Antonio/Texas – ist weit mehr als eine Vortragsveranstaltung. Das SolidWorks-Management berichtet in Vorträgen über Strategien und neue Produkte, die begleitende Partner Pavilion hat mit weit mehr als 70 Ausstellern längst die Größe einer Messe erreicht, und ein umfangreiches Schulungsprogramm offeriert Konstrukteuren und Ingenieuren vielfache Weiterbildungsmöglichkeiten. Nicht zu vergessen: das Networking. Bei weit mehr als 4.000 Teilnehmern in gleicher Mission gibt es Kontakte und Insiderinformationen in Hülle und Fülle.

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CAD-CAM-Nachrichten: Tex-Mex und PLM  in San Antonio

Die Tex-Mex-Küche bezeichnet einen Kochstil, der Einflüsse der texanischen und mexikanischen Küche kombiniert und dennoch einen eigenständigen Charakter entwickelt hat. Zwar wurden auch Enchiladas, Burritos und Fajitas als kulinarische Spezialitäten auf der SolidWorks World 2011 offeriert, aber es bietet sich auch eine weitere Analogie an: Das Zusammenwachsen des amerikanischen Unternehmens SolidWorks mit der französischen Muttergesellschaft Dassault Systèmes (DS) war in San Antonio deutlich zu spüren. Seine Unternehmens- und Produktstrategie hatte DS-Chef Bernard Charlès bereits im letzten Jahr skizziert: Neben den Produkten Catia, Enovia, 3DVia und Simulia wurde SolidWorks als „3D for Professionals“ in das Konzern-Portfolio integriert. Dennoch werden der Tochter weitgehende Freiheiten in Vertrieb und Marketing eingeräumt. Wer jemals eine SolidWorks World-Veranstaltung besucht hat, weiß warum: Die Kundenbasis ist groß (inzwischen wurde die Millionengrenze bei Lizenzen überschritten) und die Bindung zu Anwendern und Lösungspartnern außerordentlich eng.

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Für die diesjährige Tagung hatte der Veranstalter eine Vielzahl von Überraschungen und Neuerungen im Gepäck. Den Auftakt bildete Jeff Rays Abschied von SolidWorks. Er war vier Jahre als CEO aktiv und wechselt nun in die französische DS-Zentrale in Vélizy. Ray übernimmt eine neu geschaffene Führungsposition als Executive Vice President of Geographic Operation in der DS-Zentralorganisation. Hier soll er länder- und markenübergreifend strategische Ziele setzen und die zwölf regionalen Einheiten unterstützen. Der bisherige Executive Vice President of Sales, Bertrant Sicot, wurde bereits am 5. Januar 2011 zum CEO ernannt. Der gebürtige Franzose ist bereits seit 1997 bei SolidWorks. Auch DS-CEO Bernard Charlès war aus Frankreich angereist und begrüßte die diesjährigen Ehrengäste: die amerikanischen Helden der Apollo 13, Flugdirektor Gene Kranz und Capt. James Lovell.

V6 rückt in den Fokus

Im vergangenen hatte DS-Chef Charlès bereits neue Produkte auf Basis der Dassault V6-Technik angekündigt. Sowohl Lösungen für mobile Geräte, das Cloud Computing sowie CAD- und PDM-Anwendungen sollen zukünftig den „V6-Backbone“ nutzen. Ein gutes Beispiel hierfür ist die neue Online-Collaborationsplattform „N!fuze“. Diese ermöglicht die Zusammenarbeit von kleinen Konstruktionsteams über Unternehmens- und Ländergrenzen hinweg. Ähnliche Funktionalitäten bot bereits „SolidWorks Product Data Sharing”, das neue Produkt basiert nun auf Enovia V6. Auf Nachfrage betonten die Produktverantwortlichen, dass es sich hierbei aber um kein weiteres PDM-Produkt handeln soll. Mittelfristig wird „Enterprise PDM“ die SolidWorks-Lösung für das Datenmanagement bleiben. Die nächste Generation soll allerdings ebenfalls auf der V6-Technik aufbauen. Selbst die 2D-Lösung Draftsight basiert nun auf V6.

Die erste reine Cloud-Anwendung (auch hier V6!) ist auch gleichzeitig eine Premiere im AEC-Markt. Ein CAD-Programm für den Architekturmarkt hatte SolidWorks bislang nicht im Portfolio. Nun soll „Live Buildings” eine Alternative zu den Autodesk-Anwendungen bieten. Auch in preislicher Hinsicht, denn die Anwendung ist ausschließlich als kostenpflichtiger Clouddienst nutzbar und wird mit 70 Euro pro Nutzer pro Monat berechnet.

Am wenigsten Informationen gab es zur neuen CAD-Version SolidWorks 2012. Das ist jedoch nicht verwunderlich, da diese erst im Herbst 2011 verfügbar sein wird.

Neben der Cloudtechnik ebnet SolidWorks, dessen Produkte bislang ausschließlich für Windows verfügbar waren, nun auch den Weg für andere Plattformen. Mobile Geräte und Apple werden bereits unterstützt und auch andere Betriebssysteme wie Linux sollen hinzukommen. -sg-

SolidWorks Deutschland GmbH, Haar Tel. 089/6129560, http://www.solidworks.de

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