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MessevorschauDigital Factory: Transparenz und Lösungsorientierung

Zur Hannover Messe 2008, die vom 21. bis 25. April ihre Tore öffnet, erwarten die Veran- stalter für die Digital Factory rund 250 Aussteller auf über 5.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche in der Halle 17, was jeweils eine Steigerung von rund 10 Prozent bedeutet.
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Messevorschau: Digital Factory: Transparenz     und Lösungsorientierung

Die Digital Factory als internationale Leitmesse der Hannover Messe (www.hannovermesse.de) hat sich innerhalb weniger Jahre zu einer der bedeutendsten Präsentationsplattformen für integrierte Prozesse und IT-Lösungen in der Prozess- und Fertigungsindustrie entwickelt. Alles was die Industrie an IT-Werkzeugen benötigt, um Produkte zu entwickeln, zu produzieren, zu vertreiben und über die gesamte Lebensdauer zu begleiten, findet sich in konzentrierter Form auf der Digital Factory wieder. Die Kernbereiche sind Produktentwicklung (zum Beispiel PLM/CAD), Planung (zum Beispiel ERP/PPS), Produk- tion (zum Beispiel MES) sowie Service (zum Beispiel Servicemanagement, CRM), das heißt insgesamt die Präsentation sämtlicher IT-Lösungen, die von der Produktidee bis zum Service benötigt werden.

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Fachverband Software im VDMA Potenziale und Nutzwerte darstellen

»Insgesamt gesehen ist die Halle 17 damit die Applikations- und Lösungshalle auf der Hannover Messe, und damit ein absolutes „Muss“ für alle Messebesucher«, betont Rainer Glatz, Geschäftsführer vom Fachverband Software im VDMA (www.vdma.org) und erläutert weiter: »In den letzten Jahren haben wir zur gezielten Weiterentwicklung und Wachstumsförderung der Digital Factory primär auf die Fokussierung neuer, strategischer Themenfelder wie Digitale Fabrik, PLM, MES oder Service gesetzt. Im Sog dieser Marketingaktionen konnten sich erfreulicherweise aber auch andere Angebotsbereiche wie ERP, PPS, CRM, Technische Dokumentation oder Simulation etablieren«. Dadurch kommt die Digital Factory dem anfangs gesetzten Ziel einer »internationalen Leitmesse für integrierte Prozesse und IT-Lösungen« immer näher.

In diesem Jahr wird der Wandel von der Themenorientierung hin zur Lösungsorientierung deutlich feststellbar sein. Die Sonderausstellungen RapidX und myOpen- Factory sollen dazu beitragen, den Messebesuchern die Potenziale und Nutzwerte integrierter Technologien beispielhaft darzustellen. Außerdem werden nach dem beachtlichen Anfangserfolg im Jahre 2007 auch in diesem Jahr »Guided Tours« während der gesamten Messe angeboten. Diese sollen insbesondere für Nicht-IT-Experten eine ideale Möglichkeit sein, sich in etwa 3 Stunden einen praxisorientierten Einblick in innovative IT-Technologien zu verschaffen. Software und IT-Themen werden aber nicht nur in der Digital Factory, sondern in nahezu allen Hallen der Hannover Messe direkt oder indirekt angesprochen. Hervorzuheben ist dabei der Application Park, der sich ebenfalls in der Halle 17 befindet. Highlight in diesem Jahr dürfte die Live-Präsentation »Open Source in the Industry« der OSADL-Organisation (Open Source Automation Development Lab) sein. Auf 280 Quadratmetern werden Live-Demonstrationen von Maschinen- und Anlagenbauern gezeigt. Diese Präsentation wird begleitet von einem Kongress mit hochrangigen und international anerkannten Experten und Entwicklern aus dem Linux-Umfeld. Außerdem verwies Rainer Glatz auf die anhaltend gute Konjunktur: »Das Wachstum und die Etablierung der Digital Factory wurde in den letzten fünf Jahren interessanterweise von einer außergewöhnlichen Wachstumsperiode des Maschinen- und Anlagenbaus begleitet. Auf der kürzlich stattgefundenen Jahres- pressekonferenz präsentierte der VDMA wiederum ein „Jahr der Rekorde“ mit beachtlichen Erfolgen hinsichtlich Umsatzwachstum, Kapazitätsauslastung, Exportstärke und geschaffenen Arbeitsplätzen. Wird davon ausgegangen, dass die VDMA-Prognose von 5 Prozent für 2008 erreicht wird, konnte die Branche in fünf Jahren eine Umsatzsteigerung von fast 40 Prozent erreichen.«
Sonderschau RapidX: Vernetztes Engineering live
Mit der neuen Sonderschau RapidX setzt die Digital Factory Zeichen, denn Autodesk lässt mit HUBTEX, einem Hersteller von Spezialgeräten der Flurfördertechnik, die vernetzte Produktentwicklung lebendig werden. An den einzelnen Stationen der Prozesskette werden unter der Moderation der NC Gesellschaft e.V. unter anderem die Partner Gotha Design und Marketing, CADEXperience, ICIDO, E&H Formtechnik Entwicklung, EOS und SolidCAM ihren aktiven Beitrag leisten.

Damit macht die Digital Factory einen weiteren Schritt hin zum Besucher, indem sie ihm nicht nur die umfassende Darstellung des IT-Angebotes für digitale Produktentwicklung und Produktion bietet, sondern zugleich die praktische Umsetzung solcher IT-Lösungen im Alltag der Industrie zeigt. Ziel ist die Darstellung des Engineering und der Fertigungsvorbereitung unter Einsatz moderner IT-Systeme, wobei gleich mehrere Anwendungsszenarien beleuchtet werden.

Ein Szenario beschreibt den Weg von der Designstudie eines Bedienpultes in einer Staplerkabine und des integrierten Lenkrades mit der Alias-Software über die 3D-Modellierung dieser Komponenten mit Autodesk-System Inventor bis zum Ergonomietest von Varianten mit der Virtual-Reality-Lösung von ICIDO auf der Powerwall. Dieses Szenario schließt auch die Kabelkonstruktion zwischen Steuergerät und Instrument mit ein. Das freigegebene CAD-Modell wird dann im STL-Format an EOS übergeben, um auf einer Rapid-Manufacturing-Maschine in der Losgröße 1 beispielsweise ein Speziallenkrad zu realisieren, weil aufgrund der gegebenen Anforderungen standardisierte Komponenten nicht einsetzbar sind.

Neben dem fertigen Seitenstapler von HUBTEX kann der Besucher mit 3D-Brille auf der Powerwall betrachten, wie beispielsweise die Kabine bereits in der Entwicklungsphase im künftigen Einsatzfeld getestet wird. Welches Blickfeld steht dem Fahrer auf dem Gang zwischen den Regalen durch die konstruierten Fenster zur Verfügung?

RapidX wird dem Besucher zugleich vermitteln, welche Entwicklungsmethoden durch die neuen Verfahren abgelöst wurden und werden. Wie hat HUBTEX die Teile früher entworfen und entwickelt? Was war bisher die Basis von Freigabeentscheidungen? Wie können vorhandene Teile oder Daten mit den neuen Werkzeugen genutzt werden? Welchen Vorteil bietet das digitale Engineering gegenüber den herkömmlichen Modellen und Prototypen?

Sonderschau myOpenFactory: Die Community nimmt Fahrt auf

Ausgelöst durch den VDMA-Infotag »myOpenFactory«, der sich an Entwickler und Vertriebsspezialisten deutscher ERP-Systemhäuser richtete, sind weitere ERP-Systemhäuser auf den myOpenFactory-Zug aufgesprungen. Nächster Treffpunkt der my- OpenFactory-Community ist die Digital Factory in Hannover. Dort werden auf einem großen Partnerstand ERP-Hersteller und myOpenFactory-Anwender wie etwa das Unternehmen Festo sich gemeinsam dem interessierten Fachpublikum stellen. In der von der SAP-Forschung initiierten »Future Factory Initiative« wird die zukunftsweisende Technologie von myOpen- Factory zur Kommunikation innerhalb der Zulieferketten genutzt. Neben SAP engagieren sich die Unternehmen Hewlett Packard, Kaba GmbH, die Fraunhofer Gesellschaft und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz in der Future Factory. Aber auch weitere Firmen sind im Rahmen von myOpenFactory aktiv, unter anderem PSIpenta, Infor, Proalpha, Siemens sowie T-Systems. Weitere Informationen bietet die Web-Seite http://www.myopenfactory.org.

Das Messe-Konzept hat sich als erfolgreich erwiesen

Statement von Jürgen Hasselbeck, Director Marketing bei Siemens PLM Software: Das Konzept der Hannover Messe mit den Branchen- oder Schwerpunktmessen hat sich deshalb als erfolgreich erwiesen, weil den Ausstellern die nötige Aufmerksamkeit zuteil wird und die oft zitierten Synergieeffekte zwischen Software-Anbietern und Anwendern aus der Fertigungsindustrie auch tatsächlich eingetreten sind, bewiesen durch die sowohl quantitativ als auch qualitativ sehr positive Zahl der Messebesucher. Dazu haben aus unserer Sicht nicht nur die begleitenden Veranstaltungen, wie Foren, sondern auch der Einsatz des VDMA und anderer Organisa- tionen beigetragen.

Wie wichtig die Hannover-Messe für uns ist, zeigt sich auch darin, dass wir in diesem Jahr – erstmals als Tochterunternehmen von Siemens (www.siemens.com/plm) – nicht nur auf dem Siemens-Messestand in Halle 9, sondern auch wieder im Umfeld der Digital Factory und PLM-Anbieter dabei sind. Wir sind zuversichtlich, dass sich der erfreuliche Trend der Hannover Messe fortsetzen wird und würden es begrüßen, noch mehr Aussteller aus unserer Branche und angrenzenden Bereichen in Zukunft auf der Messe zu sehen.

Guided Tours: Markt- kenner weisen den Weg

Bei der Premiere der »Guided Tours« auf der Digital Factory 2007 ließen sich mehr als 150 Fachbesucher von den Experten des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbauer (VDMA), der Trovarit AG und ihren Partnern den Weg weisen und verschafften sich einen objektiven Eindruck von jeweils vier Software-Lösungen. Durch den großen Erfolg bestärkt, bietet die Deutsche Messe den Service zur Digital Factory 2008 mit einem breiteren Themenspektrum an.

Renommierte Software-Experten und Marktkenner konzipieren das Führungsprogramm der themenspezifischen Touren mit dem Ziel, einen Überblick über die verschiedenen Lösungsansätze und Kompetenzschwerpunkte des Anbieter-Marktes zu geben. Während des 2,5-stündigen Rundganges begleiten die Tour Guides die Fachbesucher zu vier Ausstellern, die ihre Lösungen anhand vorgegebener Aufgabenstellungen präsentieren. Durch dieses einheitliche Skript sind die Lösungen optimal miteinander vergleichbar. Die gewonnenen Erkenntnisse können im Anschluss an die Tour mit dem Tour Guide und den anderen Teilnehmern in gemütlicher Runde diskutiert werden.

Auch die teilnehmenden Aussteller profitieren von der fachlichen Betreuung der Besucher der Digital Factory: »PTC wird auch dieses Jahr wieder an den Guided Tours teilnehmen. Wir betrachten es als wertvolle Ergänzung, wenn die Experten des Werkzeugmaschinenlabors der RWTH Aachen dem Messebesucher bereits im Vorfeld einen Überblick über das Potenzial von Lösungen für das Product Lifecyle Management geben«, erklärt Michael Sauter, Country Manager Zentraleuropa bei PTC. Weitere Informationen zu den Guided Tours, zum Beispiel teilnehmende Aussteller, Aufgaben und Programm, sowie die kostenlose Anmeldemöglichkeit für Messebesucher sind unter http://www.it-matchmaker.com/guidedtours zu finden. -fr-

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