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ProduktentwicklungSolidworks präsentiert 2015

Nicht schneller, weiter, höher, sondern produktiver und effizienter – die neue Version 2015 von Solidworks soll Konstrukteuren die Arbeit vereinfachen und optimalere Produkte in kürzerer Zeit ermöglichen. Der Anwender soll durch neue und verbesserte Werkzeuge in seinem Schaffen unterstützt werden und seine Kreativität einfacher entfalten können. Nachfolgend ein erster Überblick zu neuen Funktionalitäten und Verbesserungen der Version, die ausführlicher im Februar 2015 auf der Solidworks World in Phoenix/USA vorgestellt wird.

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Produktentwicklung: Solidworks präsentiert 2015

Es hat schon Tradition, dass der deutsche Geschäftsbereich Solidworks des französischen Unternehmens Dassault Systèmes im Herbst einen Ausblick auf die nächste Version gibt. Früher drehte sich dabei alles um 2D- und 3D-CAD. Inzwischen ist rund um die CAD-Software eine Vielzahl von Werkzeugen verfügbar, die Dassault als integrierte 3D-Entwicklungsumgebung bezeichnet. Darin enthalten sind Tools für die (bereits erwähnte) 3D-Konstruktion, Simulation, die elektrische Konstruktion, das Produktdatenmanagement und die technische Kommunikation. Darüber hinaus bietet die neue Funktion Collaborative Sharing den Zugriff auf die 3D-Experience-Plattform von Dassault und ihre cloudbasierten Möglichkeiten. Diese Option ermöglicht es laut Dassault Konstrukteuren, ihre Desktop-Anwendungen mit der Cloud zu verbinden, neue Geschäftsprozesse zu entwickeln und die Vorteile neuer Produkte wie beispielsweise Industriedesign (wird nächstes Jahr vorgestellt) zu nutzen.

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Mit der Version 2015 wurde eine Vielzahl neuer Funktionen realisiert, viele davon auf Wunsch der großen Kundenbasis. Solidworks betont, dass die Anwender der Software ab Erscheinungstermin mit einer stabilen Version rechnen können, die intensiv – auch von Kundenseite – getestet wurde. Der Hersteller lädt hierzu bereits im Sommer ausgewählte Kunden beziehungsweise Anwender zur „Testwoche“ nach München.

Einige Neuerungen in Solidworks 2015 bieten interessante Möglichkeiten für die Produktentwicklung und dürften auch den Alltag der Konstrukteure etwas erleichtern. Hierzu zählen beispielsweise die Funktion Model Based Definition (MBD) zur zeichnungslosen Produktdetaillierung mit der Angabe von Produkt- und Fertigungsinformationen in 3D und der Ausgabe nach eDrawings oder 3D-PDF sowie Treehouse zur visuellen (und damit vereinfachten) Planung, Erstellung, Bearbeitung und Anzeige von Baugruppenstrukturen.

Auch im Bereich 2D hat sich etwas getan, um eine schnellere und einfachere Erstellung von Skizzen, komplexen Mustern und anspruchsvollen Geometrien zu ermöglichen. Bei Zeichnungen ist zudem das Nachverfolgen von Ansichtspositionen mit automatisierten Zeichenblattzonen-Beschriftungen möglich sowie eine verbesserte Formatierungssteuerung bei Zeichnungs- und Tabellenanmerkungen verfügbar.

Konstruktion und Fertigung verbinden

Das neue Paket Solidworks Inspection unterstützt bei der Erstellung von Prüfdokumenten sowie der Vereinfachung der Zwischen- und Eingangsprüfung. Die Software erleichtert das Erstellen von Dokumenten mit Stücklistenbeschreibungen und Spezifikationen, indem bestehende 2D-Altdaten unabhängig vom Dateityp genutzt werden – also beispielsweise CAD-, PDF- oder Tiff-Dateien - und automatisiert diesen Vorgang. Gemessene Prüfwerte können direkt mit einem digitalen Messgerät (etwa einem USB-Messschieber) manuell oder automatisch erfasst werden. Fehler bei der Übernahme von Konstruktionsdokumenten sollen so nahezu ausgeschlossen werden, verspricht der Hersteller.

Eine interessante neue Funktion bietet Solidworks Costing bei der Kalkulation von Aufträgen, indem sie beispielsweise auch die Kosten für Schweißnähte berechnet oder den Einsatz von Kunststoff-/Gussteilen bewertet.

Auch für die Simulation gibt es Neues: Dieses Paket ermöglicht beispielsweise die Prognose der Produkthaltbarkeit unter dynamischen Belastungen und kombinierte Verwaltung von Belastungsbedingungen. Ebenfalls interessant sind die Möglichkeit der Betrachtung nichtlinearer Ergebnisse während der Berechnung zur Sicherstellung der Konvergenz sowie das Simulieren realer Szenarien zur Prognose der Produktleistung vor der eigentlichen Fertigung.

Und – wie bei jeder neuen Version – geht alles ein wenig schneller: Solidworks nennt hier eine schnellere Komponentenmustererstellung sowie Aus- und Einblenden von Baugruppen, die Unterstützung von Intel Solver und Mehrfachkernen für die Kontakterkennung in Solidworks Simulation, die effizientere Verwaltung großer Datenbestände in Enterprise PDM sowie das flottere Modellieren, Analysieren und Rendern als Beispiele.

Stefan Graf

Solidworks, München, Tel. 089/960948-400, http://www.solidworks.de

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