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Künstliche IntelligenzWas denkt der Mensch?

Ein internationales Expertenteam im Volkswagen Information Technology Center Munich (Data Lab), geht folgenden Fragen auf den Grund: Wie denkt der Mensch? Auf welcher Grundlage trifft er Entscheidungen? Und wie kann künstliche Intelligenz ihn künftig unterstützen? Die IT- und Robotik-Spezialisten, Data Scientists, Programmierer, Physiker und Mathematiker bereiten Volkswagen gemeinsam auf die Zukunft vor. Auf den Monitoren leuchten Code-Zeilen, Punktwolken und 3D-Diagramme. Was hier über die Bildschirme huscht, könnte künftig helfen, Unternehmensprozesse zu beschleunigen, Verkehrsflüsse zu optimieren und selbstfahrende Autos sicher durch den Verkehr zu bringen.

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Künstliche Intelligenz: Was denkt der Mensch?

„Wir entwickeln lernende Systeme. Wir erforschen und entwickeln Algorithmen, die Muster und Gesetzmäßigkeiten immer zuverlässiger erkennen und vorhersagen können“, so Prof. Dr. Patrick van der Smagt. Im Data Lab verantwortet er den Bereich KI-Forschung. Mit seinem Team setzt er dabei unter anderem auf sogenannte Deep Neural Networks (etwa: tiefgehende neuronale Netze). Die Algorithmen erlernen dabei Informationen in mehreren Schritten und vergleichen sie mit bereits Erlerntem. Auf diese Weise werden Systeme immer sicherer darin, Muster und Gesetzmäßigkeiten zu identifizieren. „Wir betreiben hier Grundlagenforschung“, sagt van der Smagt. "Volkswagen ist hier ganz vorn dabei.“

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Ein paar Türen weiter auf dem verglasten Korridor folgt auf die Forschung die Praxis. Bei Dr. Hakan Duman und seinem Team geht es um den Einsatz solcher fortgeschrittenen KI-Systeme. Duman leitet im Data Lab den Bereich Data Science und angewandte KI. „Wir erproben KI-Systeme, und stellen uns dabei immer mehrere Fragen: Wo können wir KI-Systeme sinnvoll einsetzen? Welche Aufgaben und Unternehmensprozesse sind für den Einsatz geeignet, und wie bekommen wir das technisch umgesetzt?“ sagt Duman.

Dumans Team arbeitet an vielen Projekten, der Schwerpunkt liegt auf Anwendungen und Prozes-sen im Unternehmen. Dazu gehören beispielsweise KI-Systeme für intelligente Roboter, die künftig Hand in Hand mit dem Menschen arbeiten sollen. Ein anderes Projekt befasst sich mit Verkehrsoptimierungen der nächsten Generation. Und es geht auch um Möglichkeiten, mit Hilfe moderner KI-Systeme sensible Daten gegen Hackerangriffe abzusichern.

Szenenwechsel, Werk Wolfsburg, Sitz des Volkswagen Konzerns: In einem schlicht eingerichteten Büro sitzt IT-Chef Dr. Martin Hofmann. „Künstliche Intelligenz ist ein wichtiger Wettbewerbsfaktor, sie wird zu einem elementaren Bestandteil vieler Technologien und Unternehmensprozesse“, sagt Hofmann. „Deshalb schaffen wir bei Volkswagen die Voraussetzungen dafür, dass wir leistungsfähige KI-Systeme selbst aufbauen und einsetzen können. Wir haben ein klares Ziel: Wir werden das Know-how nicht anderen überlassen.“

Dabei geht es längst nicht nur um technische Machbarkeit. „Wir befassen uns auch intensiv mit ethischen Aspekten. Denn für uns ist der Einsatz von künstlicher Intelligenz kein Selbstzweck. Sie muss dem Menschen immer sinnvoll dienen“, sagt Hofmann. Auch deshalb verfolgt Volkswagen konsequent einen Open-Source-Ansatz. Große Teile der Software werden der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt, die Entwicklungsarbeit der Spezialisten ist transparent und nachprüfbar.

Hofmann betont: „Der Mensch wird zwar durch KI-Systeme unterstützt, aber er bleibt Entscheider.“

Im Volkswagen Information Technology Center Munich, dem Kompetenzzentrum für künstliche Intelligenz des Konzerns, bleibt der Mensch auf jeden Fall am Drücker, bisweilen im wahrsten Sinn des Wortes. Zum Beispiel, wenn einige Code-Zeilen nicht so funktionieren wie erwartet. Dann hilft auch im Hightech-Zentrum nur noch der beherzte Fingerdruck auf eine Taste: „Neustart“. 

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