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PLM-TechnologieWohlüberlegt möglichst effizient konfigurieren

Die Einführung eines Produktkonfigurators verändert Unternehmensprozesse tiefgreifend. Ein sinnvoll strukturiertes Projektmanagement hilft, Probleme zu vermeiden und die Vorteile der Mass Customization voll auszuschöpfen. Insbesondere müssen neben technischen Aspekten auch ‚weiche‘ Faktoren der Mitarbeiterführung berücksichtigt werden. Die verschiedenen beteiligten Abteilungen eines Unternehmens benötigen eine gemeinsame Sprache, um die jeweiligen Aufgaben und Anforderungen eindeutig zu spezifizieren.
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PLM-Technologie: Wohlüberlegt möglichst  effizient konfigurieren

Hersteller von komplexen Investitionsgütern nutzen zunehmend die Vorteile der Massenfertigung in Verbindung mit der Realisierung kundenindividueller Angebote. Diese Mass Customization erfordert es, Prozesse neu auszurichten und das Zusammenspiel zwischen Konstruktion und Vertrieb – das so genannte Sales Engineering – zu stärken. Unterstützung hierzu bieten Produktkonfiguratoren wie etwa P’X5 von Perspectix. Um diese Werkzeuge zu implementieren, muss allerdings unternehmensweit eine ausgedehnte Produkt-, Prozess-, Daten- und Softwareintegration erfolgen – doch der Aufwand lohnt sich. Denn Unternehmen, die Vertrieb und Anwendungsentwicklung effizient verbinden, beherrschen die komplexe Vermarktung variantenreicher Produkte und halten dabei gleichzeitig die Projektierungskosten im Zaum. Einige Unternehmen berichten von bis zu 80 Prozent mehr Deckungsbeitrag nach Einführung eines Produktkonfigurators.
Die Kernaufgabe der Implementierung umfasst das Aufbereiten des Produktwissens und das Einpflegen der Produktlogik. Die Konstruktions-, Fertigungs- und Montageregeln müssen festgelegt und mit kaufmännischen Faktoren verknüpft werden, beispielsweise den Material- und Arbeitskosten. Mit dem kollaborativen P‘X5-Autorensystem lässt sich die komplexe Logik interaktiv modellieren und testen. Die Erfahrung aus zahlreichen P’X5-Projekten zeigt, dass die Modellierung des Produktwissens nur etwa 15 Prozent des gesamten Arbeitsaufwandes repräsentiert. Der zeitlich aufwändigste Faktor ist die Harmonisierung der Produktinformationen. Die Daten aus CAD-, PDM- und ERP-Systemen reflektieren zumeist die jeweilige Sicht der Abteilung auf das Produkt. Für das Sales Engineering müssen diese vereinheitlicht, mit klassifizierenden Meta-Informationen, Attributen und Maßeinheiten angereichert sowie auf Konsistenz und Duplikate hin überprüft werden. Der Konstruktion obliegt es, detailreduzierte, aber realistisch wirkende 3D-Visualisierungen der Komponenten zu erzeugen und geometrische Schnittstellen zu definieren. Erst das Zusammenführen aller Produktinformationen in einer vertrieblichen Systematik hin zu wiederverwendbaren Modulen ermöglicht es, ein strukturiertes Baukastensystem für die Konfiguration umzusetzen.

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Veränderte Unternehmenskultur

Neben technischen Aspekten müssen ‚weiche‘ Faktoren der Mitarbeiterführung berücksichtigt werden. Oftmals unterschätzt das Management diese kulturelle Perspektive. Die Leistungsfähigkeit eines Konfigurators hängt stark von der Qualität der zugrundeliegenden Wissensbasis über Produktvarianten, Verbaulogik, Verfahrensvorgaben, Kosten- und Preiskalkulation ab. Das im Unternehmen vorhandene Wissen muss gesammelt und in eine einheitliche Form gebracht werden. Dafür sind eine gemeinsame Sprache und ein Verständnis zwischen den unterschiedlichen Abteilungen notwendig, um die jeweiligen Aufgaben und Anforderungen eindeutig zu spezifizieren. Im Unternehmen muss ein Konsens darüber herrschen, welche Informationen relevant sind, wer die Pflegehoheit besitzt und in welcher Form sie benötigt werden. Der kollaborative Prozess des Sales Engineering setzt zudem die Bereitschaft zur Zusammenarbeit zwischen Innendienst, Außendienst und Partnern voraus. Ein zielgerichtetes Change Management muss der Angst vor Veränderung bei allen Beteiligten begegnen und organisatorische Widerstände überwinden. Neben der Wahl der richtigen Technologie ist daher die Expertise des Lösungspartners hinsichtlich eines strukturierten Projekt- und Change-Managements ein wichtiger Faktor für die erfolgreiche Umsetzung eines Konfigurator-Projektes.

Der Ertrag dieser Arbeit konkretisiert sich in kürzeren Vertriebszyklen und schnellerer Angebotsbearbeitung. Der Produktkonfigurator etabliert im Vertrieb einheitliche, technisch fundierte Prozesse, garantiert fehlerfreie Produktbestellungen und sorgt für eine effizientere Koordination von Fertigung, Montage und Logistik. Zudem können sich Konstrukteure, entkoppelt vom Angebotsprozess, verstärkt auf Produktinnovationen konzentrieren.


Dr. Philipp Ackermann ist Geschäftsführer der Perspectix AG in Zürich.

Perspectix AG, Zürich/Schweiz Tel. +41 44 445 95 95, http://www.perspectix.com

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