smart engineering - Industrie 4.0 aus einer Hand
Home> IT Solutions> PLM/ERP/MES> ERP> Integrationsfaktor Multisite

ERPIntegrationsfaktor Multisite

E
sep
sep
sep
sep
ERP: Integrationsfaktor Multisite
in weltweit agierender Sondermaschinenbauer nutzt die Gelegenheit, seine EDV nach strategischen Gesichtspunkten von Grund auf modern und zukunftssicher zu erneuern. Die ausgereifte Multisite-Funktion des ausgewählten ERP-Systems ermöglicht auch neuen Mitgliedern einer Firmengruppe eine schnelle Integration und rasche Erfolgen. Heute dient diese Integration von ERP und PLM als Rückgrat des neuen IT-Systems.

Über Jahre hinweg eine selbst entworfene EDV immer wieder anzupassen, durch zugekaufte Applikationen zu erweitern und den Datenfluss durch selbst programmierte Schnittstellen zu sichern, macht vielleicht im Moment glücklich. Aber irgendwann reicht es nicht mehr, es kommt zum Datenstau und die eine Applikation kann mit den Daten der anderen nichts mehr anfangen. Ungefähr so erging es dem Sondermaschinenbauer Teamtechnik.

Die Freiberger Unternehmen Teamtechnik Maschinen und Anlagen GmbH hat sich auf Automatisierungslösungen für Montage und Prüfung spezialisiert. Dabei liegt der Schwerpunkt nicht nur auf Produktionsequipment, sondern auch auf der Entwicklung und dem Bau von Prozesstechnik für kompliziertere Produkte für Kunden aus den Bereichen Automotive, Elektro-, Solar- und Medizintechnik. So haben die Freiberger eine Anlage für Kontaktlinsen entwickelt, die so günstig produzierte, dass erstmals Eintageslinsen auf den Markt gebracht werden konnten. Seit einigen Jahren spielt auch die Fotovoltaik eine große Rolle. Das klassische Geschäft bildet mit über 50 Prozent jedoch noch immer der Bereich Automotive, etwa mit der Herstellung von Produktionsanlagen für Einspritzpumpen oder Getriebe. Weitere Standorte gibt es neben Berlin noch in den USA, Polen, China und Singapur, Vertretungen außerdem in Nord- und Südeuropa sowie Südamerika.

Anzeige

Ein ERP-System stößt an seine Grenzen

Die Sammlung der eingesetzten EDV-Systeme konnte man als historisch gewachsen bezeichnen. Allein sieben oder acht Datenbanken waren im Einsatz. Im Haus programmierte Schnittstellen sorgten für den Datenfluss. Immer komplexer und weniger beherrschbar bei gleichzeitig steigenden Anforderungen gelangte die EDV an ihre Grenzen. So sollten etwa Projektinformationen schneller geliefert werden: „Das war immer nur zum Monatsabschluss möglich, wir wollten es aber tagesaktuell“, schildert Harald Kurz, Leiter Informationssysteme, die Situation. Dazu kamen Tochtergesellschaften, die ebenfalls eingebunden und mit Informationen versorgt werden sollten. „Unser Wachstum war an eine Grenze gestoßen, an der man mit unserer IT-Umgebung und den bis zu zehn Jahre alten Applikationen einfach nicht mehr weiter kommt. So war es für uns eine strategische Frage, ob wir diese Chance für einen generellen Schnitt nutzen“, erklärt Kurz.

Integration von ERP und PLM als Rückgrat des neuen Systems

Zunächst bildete man ein kleines Team aus Key Usern aller Abteilungen, die einen Fragenkatalog ausarbeiteten, den man an 13 ERP-Anbieter verschickte. Dabei war besonders wichtig, mit welchen Partnern der jeweilige Anbieter strategisch zusammen arbeitet, da man vor allem beim Produktdatenmanagement (PDM) als auch in der Finanzbuchhaltung nach neuen Lösungen suchte. Das Ergebnis war eindeutig: Den Zuschlag bekam die Berliner Psipenta Software Systems GmbH mit ihrem Partner Contact Software und seiner PDM-Lösung CIM Database.

Die Schulung fand in drei Etappen statt: Zunächst für das kleine Key User-Team, dann für ein erweitertes Team von 35 so genannten Multiplikatoren, die auch die Handbücher schrieben, und schlussendlich die Schulung der übrigen Anwender durch die Multiplikatoren.

In Integrationsworkshops testete das Team noch die Einzelprozesse. Besondere Sorgfalt wurde dabei auf die zentrale Schnittstelle zwischen ERP und PDM verwendet. „Diese Schnittstelle ist für uns das Rückgrat der gesamten Installation“, so Kurz. Dabei war vor allem der exakte Abgleich auf Stücklistenebene zu testen, speziell für den Fall nachträglicher Änderungen. „Bei uns im Sondermaschinenbau wird die Stückliste übertragen, ist aber eigentlich erst endgültig fertig, wenn die Maschine beim Kunden läuft. Ich muss also bis zur letzten Minute ändern, löschen oder neu einfügen können.“

Multisite: Ein entscheidender Faktor

Bereits in der Entscheidungsphase spielten die angebotenen Funktionalitäten der Mehrwerkesteuerung eine große Rolle. Kurz unterstreicht: „Man sucht ein neues ERP-System für zehn Jahre oder länger. Darum ist die Anbindung von Standorten für uns ganz entscheidend. Und bei Psipenta ist die Multisiteumgebung schon von Haus aus tief im System verankert.“ Damit ist in der Software eine Organisation vorgedacht, die es einem Unternehmen leicht macht, neue Standorte in das ERP-System einzubinden. Erleichtert wird das zusätzlich durch die Mehrsprachigkeit der ERP-Software, die nicht nur die Oberflächen in einer Fremdsprache liefert, sondern auch die Dateninhalte. Neben der Landessprache berücksichtigt das Programm auch gesetzliche Vorschriften und das entsprechende Formularwesen.

Mit dem neuen Programm haben sich auch Abläufe grundlegend geändert, es wird integriert gearbeitet. Heute legt man einen Auftrag zentral im Vertrieb an. Von dort gelangt er über Schnittstellen automatisch in alle Abteilungen, Die Daten befinden sich in der BDE ebenso wie in der Konstruktion. Löscht man in der Konstruktion etwa eine Stücklistenposition, geschieht das auch automatisch im ERP-System mit allen kostenmäßigen Auswirkungen und den entsprechenden Bewegungen im Lager.

Zentrale Planung der Aufträge

Neu ist auch die zentrale Planung der Aufträge. Der Projektleiter gestaltet einen Grobentwurf seines Terminplans und stimmt ihn mit den Planern in der Produktion ab, die alle relevanten Aspekte für die Montage mit einbeziehen. Ist dieser Plan einmal im System fixiert, stehen auch das Budget und die Beschaffungstermine fest. Diese zentrale Planung erlaubt dann auch ein Projektmanagement, mit dem man unter anderem Kapazitätsauswertungen machen und bei Störungen schon frühzeitig reagieren kann.

Damit ist stets bekannt, welcher Bereich durch welche Prozesse belastet ist oder welche Personalverfügbarkeit besteht. „Ich weiß, was kann ich noch tun, wofür reicht es nicht mehr. Wird mein Projekt vielleicht teurer, weil ich mit vielen Externen arbeiten muss? Das sind Umstände, von denen man nicht überrascht werden möchte, sondern die geplant ablaufen sollten“, zeigt Kurz die Vorteile auf.

Das Controlling verfügt außerdem über einen direkten Zugriff auf alle Daten und kann sie auswerten. Alle Zahlen, einschließlich der Vertriebsdaten sind zentral abgelegt, man muss nichts mehr zusammenführen oder konsolidieren und prüfen. Früher bedeutete das eine Woche Arbeit zum Monatsende, jetzt gibt es tagesaktuelle Informationen.

IT-Integration einer neuen Firmentochter

Bereits seit 2008 arbeitet die Teamtechnik-Gruppe erfolgreich mit Psipenta. Im Jahr 2011 kam mit der Pfuderer Maschinenbau GmbH aus Ludwigsburg-Poppenweiler ein neues Mitglied hinzu. Die Domäne von Pfuderer ist die Planung und Konstruktion schnelltaktender kurvengesteuerter Montageanlagen. Die Maschinen konstruiert man, fertigt die Teile im Dreischichtbetrieb und montiert sie. Nach Inbetriebnahme kann der Kunde dann eine Nullserie im Werk fahren und erst wenn die Anlage abgenommen ist, wird sie vor Ort beim Kunden in Betrieb genommen.

Die neue Tochter wurde ebenfalls über die Multisite-Funktion des ERP-Systems in die Gruppe integriert. So sind etwa der Artikelstamm und die Stücklisten für alle identisch, ein großer Vorteil bei gruppeninternen Bestellungen. „Es ist ein Riesenvorteil, direkt mit den Werken in Polen, Amerika oder Freiberg zusammenzuarbeiten“, stellt Geschäftsführer Martin Pfuderer fest. Sobald etwa der Konstrukteur in Freiberg oder Polen die systemische Freigabe seiner Konstruktion in CIM Database macht, erfolgt ein Übertrag im ERP und der Bestellvorgang wird direkt bei Pfuderer angelegt.

Individuelle Anpassungen

Einige individuelle Anpassungen konnte Ralf Klein, ERP-Systemadministrator von Teamtechnik, selbst einjustieren. So hat die Teamtechnik keine eigene Fertigung, sondern kauft alle Teile zu. Pfuderer fertigt dagegen auch selbst. Die Integration eines Fertigungsbereichs im ERP gab es somit vorher nicht und wurde erst mit der Integration von Pfuderer umgesetzt.

ERP-Systemadministrator Klein zieht nach den Erfahrungen, die er mit dem System gesammelt hat, ein positives Fazit: „Mich überzeugt vor allem Multisite und die Offenheit von Psipenta. Ich kann einfach und individuell für einzelne Werke dazu programmieren.“ -sg-

Psipenta Software Systems, Berlin, Tel. 030/2801-2000, http://www.psipenta.de

Contact Software, Bremen, Tel. 0421/20153-0, http://www.contact.de

Diesen Artikel …
sep
sep
sep
sep
sep

Weitere Beiträge zum Thema

Geländer und Zubehörteile

Cloud/ERPCosmo in der Cloud

Die Cosmo Consult-Gruppe, Europas größter Microsoft ERP-Partner, hat seit dem 30. Juni 2016 den Status eines Microsoft Cloud Solution Providers (CSP). Erste Aufträge konnte Cosmo Consult nun bereits vermelden.

…mehr
Hermann Paus Maschinenfabrik

ERP-SystemGut beraten - gut gewählt

Die Hermann Paus Maschinenfabrik GmbH in Emsbüren will mit einer seit November 2015 laufenden Einführung des ERP-Systems von der ams-group die im Auswahlverfahren ermittelten Nutzenpotenziale heben.

…mehr
Enterprise Resource Planning: ERP als Schaltzentrale des Unternehmens

Enterprise Resource PlanningERP als Schaltzentrale des Unternehmens

Wer Industrie 4.0 auf die Fertigungshalle reduziert, hat nicht verstanden, dass die digitale Transformation jeden Bereich erfassen muss. Als Schaltzentrale des vernetzten Unternehmens bringt das ERP die nächste industrielle Revolution zu jedem Akteur.

…mehr
PLM-Technologie: Konstruktion und Fertigung gut verbunden

PLM-TechnologieKonstruktion und Fertigung gut verbunden

Product Lifecycle Management (PLM) hat sich zum strategischen Instrument in Fertigungsunternehmen entwickelt. Eingebunden in unternehmerische Prozesse übernehmen PLM-Systeme eine wichtige Rolle in der Produktentwicklung und -innovation.

…mehr
ERP: Rund 1.000 Teilnehmer bei Abas Global Conference

ERPRund 1.000 Teilnehmer bei Abas Global Conference

Erstmalig lud die Abas Software AG ihre Anwender und Partner zur globalen Anwenderkonferenz in das „Squaire“ am Frankfurter Flughafen ein.

…mehr
Anzeige
Anzeige

Anzeige - Highlight der Woche

COSCOM Digital-PROZESS Meetings

Einladung zu COSCOM Digital-PROZESS Meetings

Mehr Profit vor dem Span! COSCOM connected …

… Manufacturing: CNC-Prozesse optimieren!

… Tool-Management: Rüstprozesse beschleunigen!

… Prozess-Management: Durchgängige Daten bis an die Maschine!

Aktuelle Termine und Orte hier

Anzeige - Highlight der Woche

Aras Whitepaper: Internet of Things - Kontext statt Chaos


Hier stellt Ihnen das Unternehmen Aras das Highlight der Woche vor.

White Paper jetzt kostenlos herunterladen!

Mediadaten 2018

Anzeige

White Papers auf smart engineering


In unserer neuen White Paper Sektion finden Sie lösungsorientierte White Paper unserer Partner zu IT-Standards, Anwendungshinweisen, Leistungsübersichten uvm. Jetzt kostenfrei downloaden.

Künstliche Intelligenz: Forschungsroboter “Roboy“ und Martina Mara

Video- Künstliche Intelligenz: Forschungsroboter “Roboy“ und Martina Mara


Welche Wirkung hat der Anblick von Robotern auf Menschen? Mit dieser Frage befasst sich das Team um Professor Markus Appel vom Campus Landau in einem aktuellen Forschungsprojekt. Mit ihrer Studien wollen die Forscher herausfinden, inwieweit wir Menschen künstliche Intelligenz als helfende Hand im Alltag akzeptieren oder ablehnen.

smart engineering in Social Networks

smart engineering Newsletter

smart engineering Newsletter kostenfrei abonnieren

Unser Newsletter informiert Sie über die wichtigsten Neuigkeiten, Produktentwicklungen und Trends aus der Branche. Jetzt kostenlos registrieren.

SCOPE Newsticker