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DatenklassifizierungGeordnete Datensilos

Der Anlagenbauer Zeppelin Systems hat seine Stammdaten in ein neues ERP-System migriert. Die standortübergreifende Zusammenführung und Optimierung der verschiedenen Daten bildet heute die Basis für eine einheitliche Kommunikations-, Beschaffungs- und Produktionsstrategie.

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Die Zeppelin Systems GmbH ist als strategische Geschäftseinheit der Zeppelin-Gruppe im verfahrenstechnischen Anlagenbau tätig und spezialisiert auf die Entwicklung, die Produktion und den Bau von Anlagen für das Handling von hochwertigen Schüttgütern und Flüssigkeiten. Die Silofertigung hat bei Zeppelin eine lange Tradition. Schon zu Zeiten des Luftschiffbaus wurden Anfang des 20. Jahrhunderts Behälter aus Aluminium geschweißt. Mit Lagersilos aus Edelstahl oder Aluminium gewährleistet Zeppelin heute seinen Kunden eine wirtschaftliche, betriebssichere und schonende Lagerung hochwertiger Schüttgüter entlang der Lieferkette.

Mit der Übernahme der Reimelt Henschel GmbH im Jahr 2009 wurde das Produktangebot auf die Nahrungsmittel-, Pharma- und Getränkeindustrie ausgeweitet. Um den gesamten Zeppelin-Anlagenbau auch weiterhin nachhaltig zu entwickeln und Synergieeffekte zwischen den einzelnen Standorten besser zu nutzen, entschied die Unternehmensführung im Jahr 2010, die IT-Systeme beider Unternehmensteile enger zusammenzuführen und Prozesse zu vereinheitlichen. Mit Hilfe eines neu zu implementierenden SAP-Systems sollte unter anderem ein einheitliches Berichtswesen eingeführt, der Informationsaustausch zwischen den Standorten beschleunigt, Redundanzen reduziert und Datenkonsistenz entlang der gesamten Prozesskette hergestellt werden.

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Um diese Ziele zu erreichen, mussten sämtliche Daten der drei Unternehmensstandorte Rödermark, Kassel und Friedrichshafen zusammengeführt und die alten ERP-Systeme von SAP und Unipps abgelöst werden. Voraussetzung hierfür war die Bereinigung und Neuklassifikation sämtlicher Stamm- und Materialdaten.

Analysieren und Klassifizieren

Auf die Lösung solcher Probleme hat sich die simus systems GmbH spezialisiert. Qualifiziert hatte sich der Karlsruher IT-Spezialist für Klassenstrukturen und Datenaufbereitung durch vorangegangene Projekte bei Reimelt Henschel. Für den Aufbau der Zeppelin-Klassifikation nutzten die Karlsruher ihre Software Classmate Data. Diese analysiert die vorhandenen Quellen nach klassifikationsrelevanten Inhalten, um anschließend daraus Merkmale und schließlich eine Klassifikation abzuleiten. Die analysierten Stammdaten stehen in der Folge in einem strukturierten Format zur Verfügung.

Arno Michelis, Geschäftsführer der simus systems GmbH, beschreibt die Idee dahinter so: „Ähnlich wie die Firma Zeppelin bauen wir Silos für verschiedene Anforderungen, sozusagen Datensilos. Um diese Silos richtig zu befüllen und die eingelagerten Informationen im Nachhinein auch schnell wieder abzurufen, entwickeln wir Regeln und automatisierte Prozesse.“

Kostenersparnis dank harmonisierter Daten

Insgesamt wurden mit der Unterstützung von simus 15 verschiedene Datenobjekte konvertiert, darunter Kundendaten, Adresslisten, Material-Stücklisten, Arbeitspläne, Zertifikate, Einkaufs- und Lieferkonditionen. Kurz vor Produktivstart des Systems im November 2012 wurden 364.000 Materialstammdaten in SAP übernommen. Rund 50 Zeppelin-Mitarbeiter arbeiteten an der Umsetzung des SAP-Projektes mit, allein zehn im Teilprojekt „Stammdaten“.

Seit dem Go-Live im Januar des letzten Jahres greifen alle Zeppelin-Mitarbeiter auf die gleichen Prozesse und Daten zu. Informationen müssen nun nicht mehr zeit- und ressourcenaufwändig zwischen den einzelnen Systemen und Standorten synchronisiert werden. Das bedeutet unmittelbare Vorteile für die Bereiche Konstruktion, Projektierung und Fertigung, aber auch erhebliche Kostenersparnis in Ein- und Verkauf. „Mit der Einführung von SAP haben wir eine unternehmensweite Softwareplattform etabliert, mit der wir von der Angebotserstellung über das Engineering bis hin zur Fertigung und Inbetriebnahme alle Prozesse und Daten einheitlich organisieren können. Wir sind nun deutlich besser in punkto Effizienz, Transparenz und Kommunikation“, erklärt Dierk Uhr, Gesamtprojektleiter SAP und verantwortlich für die Projektkoordination.

Automatische Dublettensuche für mehr Effizienz

Mit der Übernahme von Reimelt Henschel, die im gleichen Geschäftsfeld tätig war, sah sich die Firma Zeppelin mit mehrfach angelegten Lieferanten- und Kundenadressdaten konfrontiert, die zudem noch unterschiedliche Liefer- und Zahlungsbedingungen beinhalteten. Das Herausfiltern von Kreditoren- und Debitoren-Duplikaten wurde von den Karlsruhern daher in einem zweiten Teilprojekt gelöst. Waren entweder der Name oder der Ort des Unternehmens identisch, so war dies ein Indiz für eine nochmalige manuelle Prüfung durch einen Key User.

Mit der Zusammenführung und Bereinigung der Daten wurden die Liefer- und Zahlungsbedingungen standortübergreifend harmonisiert und der Datenbestand insgesamt reduziert. „Durch die Auswahl der jeweils besten Liefer- und Zahlungsbedingungen sowie der Bündelung von Materialeinkäufen können wir nun Rabatte und Lagerkapazitäten besser ausschöpfen“, sagt Uhr. Aus seiner Sicht ermöglichte erst die Unterstützung der Karlsruher das Gelingen des Projektes. -sg-

Zeppelin Systems, Friedrichshafen, Tel. 07541/20202, http://www.zeppelin-systems.com/de

Simus Systems, Karlsruhe, Tel. 0721/830843-0, http://www.simus-systems.com

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