smart engineering - Industrie 4.0 aus einer Hand
Home> IT Solutions> PLM/ERP/MES> ERP>

Enterprise Resource Planning - IT-Trends: Von Smart Factory bis Holografie

Enterprise Resource PlanningIT-Trends: Von Smart Factory bis Holografie

Holografie in der Produktion? Oder ERP auf der Smart Watch? Mit den neuen Technologien mehren sich auch die Chancen für Innovationen und die digitale Transformation im deutschen Mittelstand. Die Digitalisierung und Vernetzung von Geräten, Anlagen, Produkten und Services schreiten immer schneller voran. Wer von diesem Wandel profitieren will, muss ihn aktiv gestalten. Der PLM IT Report sprach mit Dr. Matthias Laux, Vice President Product Delivery Central Europe bei der Sage, über IT-Trends.

sep
sep
sep
sep
Enterprise Resource Planning: IT-Trends: Von Smart Factory bis Holografie

Immer mehr Objekte der realen Welt sind digital vernetzt und beeinflussen so Unternehmensprozesse. So lassen sich in einer „Smart Factory“ die Abläufe unter anderem in Fertigung und Logistik einfacher steuern, stärker automatisieren und erheblich beschleunigen. Ein Beispiel dafür ist die Kommunikation zwischen Maschinen und Software-Systemen untereinander, die beispielsweise dabei helfen, logistische Prozesse zu optimieren oder Ausfallzeiten zu reduzieren, was unter anderem Zeit spart und das Fehlerrisiko senkt. Darüber hinaus haben Unternehmen einen besseren Überblick über die Verfügbarkeit von Maschinen, Material und Personal. So können sie ihre Ressourcen flexibler einsetzen und besser auslasten.

Anzeige

Zur Umsetzung solcher Szenarien sind neben der geeigneten Technologie vor allem Qualifikation und Akzeptanz der Mitarbeiter erforderlich – auch in der Unternehmensführung. Laux rät: „Die strategische Planung des digitalen Wandels hin zu einer Smart Factory ist genauso wichtig wie die benötigte Technologie. Hier haben mittelständische Unternehmen aufgrund der kürzeren Entscheidungswege einen Vorteil. Den gilt es jetzt zu nutzen. Beispielsweise lassen sich auch ältere Maschinen mit heutiger Technologie zu vertretbaren Kosten in digitalisierte Fertigungsprozesse integrieren. Die vielbeschworenen Abschreibungszyklen für vorhandene Maschinen und Anlagen sind kein Argument für untätiges Warten. Die Industrie 4.0 fällt nicht vom Himmel.“

Smart Cars

Smart Cars
Autonomes Fahren setzt sich innerhalb der nächsten 15 Jahre durch – das glaubt fast die Hälfte der Teilnehmer an einer Umfrage des Bitkom-Verbandes unter Geschäftsführern und Vorständen der Automobilbranche. Doch längst können „Smart Cars“ viel mehr als Personen von A nach B zu transportieren. So informieren sie den Fahrer heute schon über Restaurants und Einkaufsgelegenheiten auf dem Weg, gewisse Funktionen sind per Sprachsteuerung bedienbar und auf Wunsch nehmen sie ihm Aufgaben wie das Einparken einfach ab.

Was das für den künftigen Arbeitsalltag bedeutet, erläutert Laux an einem Beispiel: „Das innovative Auto der Zukunft wird nicht über PS-Zahlen, sondern über smarte Funktionen definiert. So könnte das Auto schon bald auch mit dem CRM-System vernetzt sein.“ Ein mögliches Szenario beschreibt er so: Das System zeigt automatisch den Weg zum nächsten Kunden an. Unterwegs werden E-Mails vorgelesen und per Spracheingabe bearbeitet oder Videokonferenzen durchgeführt. Verspätet man sich, könnte das CRM-System den Kunden automatisch per E-Mail über die neue Ankunftszeit informieren.

Augmented Reality und Holografie
Augmented-Reality-Apps, mit denen Benutzer auf dem Display ihres Tablets oder Smartphones Informationen über bestimmte Objekte eingeblendet bekommen, beschleunigen schon heute Wartung und Reparaturen von Maschinen und Anlagen. Durch die Visualisierung von Daten aus CAD- und ERP-Systemen lassen sich beispielsweise benötigte Ersatzteile schneller identifizieren und montieren.

Doch das ist nur der Anfang von Augmented Reality, so Laux: „Für das Jahr 2016 erwarten Marktauguren, dass die Holografie große Fortschritte macht. Diese räumliche Projektion macht es bald möglich, Produkte wie Kleidung, Maschinen oder auch medizinische Prothesen noch in der Design-Phase zu visualisieren und anzupassen. Änderungswünsche des Kunden können dann mit Hilfe von Gestensteuerung schnell eingearbeitet werden.“

Wearables: privat und beruflich
Wo Holografie nicht einsetzbar ist, beispielsweise aus Platzgründen, da können Datenbrillen und andere Wearable-Geräte wie etwa Smart Watches berufliche Anwender bei ihren Aufgaben unterstützen. Offene Datenformate sorgen dafür, dass Geräte und Anwendungen auf unterschiedlichste Informationen zugreifen können, wie etwa auf Daten aus dem ERP- oder CRM-System. Dadurch könnten Unternehmer etwa Einkaufs- oder Bestellprozesse von unterwegs anstoßen oder Warnhinweise erhalten, wenn etwa eine Störung in der Firma aufgetreten ist.

Darüber hinaus werden die Wearables mit immer mehr Objekten in ihrer Umgebung kommunizieren. So könnten Ladeninhaber den Trägern von Smart Watches beispielsweise attraktive Angebote machen, während diese an ihrem Schaufenster vorbei laufen und so neue Kundschaft gewinnen. Während viele Menschen schon heute Wearables, vor allem Fitness-Armbänder, einsetzen, werden sie zukünftig zunehmend im Geschäftsumfeld eingesetzt werden: Die Anwendungsszenarien reichen von Datenbrillen für Monteure, die bei der Arbeit freie Hände brauchen, bis hin zur Entwicklung neuer Geschäftsmodelle rund um Fitness und Gesundheit.

Cloud-Trend
Der Cloud-Markt in Deutschland wächst rasant – das zeigen Untersuchungen aller großen Marktforschungsunternehmen. IDC beispielsweise geht davon aus, dass die Cloud zumindest bis 2020 den Umgang mit IT bestimmen wird. Egal ob Office-Software, Unternehmensanwendungen, Backup-Services oder Online-Speicher: Die schnelle Bereitstellung zusätzlicher Ressourcen ohne hohe Anfangsinvestitionen erfreut sich wachsender Beliebtheit, auch und gerade bei KMU. Ein wichtiger Treiber dieser Entwicklung ist der wachsende Bedarf an mobilen Lösungen, die auf der Cloud-Technologie basieren.

3D-Druck prägt die Welt
Die Zukunftstechnologie 3D-Druck entwickelt sich rasant: In China wurden bereits komplette Häuser aus Bauteilen errichtet, die im 3D-Druckverfahren produziert werden. Dabei diente Bauschutt als Ausgangsmaterial. In der Weltraumforschung wird darüber nachgedacht, Forschungsstationen auf dem Mond aus Mondstaub zu drucken. Und in der medizinischen Prothetik könnten schon bald menschliche Organe ganz oder teilweise mit 3D-Druckverfahren erstellt werden.

„Darüber hinaus bietet der 3D-Druck schon heute die Möglichkeit, Modelle, Prototypen und Kleinserien schneller und kostengünstiger zu produzieren, als das bislang möglich war. Durch die Entwicklung immer neuer, leistungsfähigerer Materialien wird der 3D-Druck eine wichtige Rolle bei der Sicherung des Produktionsstandorts Europa spielen“, prognostiziert Laux.

Stefan Graf

Sage Software, Frankfurt am Main, Tel. 069/50007-0, www.sage.de

Diesen Artikel …
sep
sep
sep
sep
sep

Weitere Beiträge zum Thema

Dokumentenmanagement: Dokumenten-Management: DMS für Einsteiger

DokumentenmanagementDokumenten-Management: DMS für Einsteiger

Sage, Anbieter betriebswirtschaftlicher Software im deutschen Mittelstand, bietet ein kostenloses Whitepaper zum Thema elektronische Dokumentmanagementsysteme (DMS) zum Abruf auf seiner Website (http://landing.sage.de/dms) an. Der 16-Seiter gibt Einblick in die wichtigsten Funktionen, Fakten und Vorteile von DMS und bietet zahlreiche Tipps, wie Anwender mit DMS-Lösungen effizienter und erfolgreicher arbeiten.…mehr
Aus der Praxis: ERP für Einzelfertiger: Unikate in Handarbeit

Aus der PraxisERP für Einzelfertiger: Unikate in Handarbeit

Die traditionsreiche Schiffs- und Yachtwerft Abeking & Rasmussen nutzt das Auftragsmanagementsystem der ERP-Lösung ams.erp, um seine kapitalintensiven Projekte trotz permanent steigender Komplexität sicher zu organisieren.
…mehr
Marktbetrachtung: Keine Qual mit der Wahl

MarktbetrachtungKeine Qual mit der Wahl

Leitfaden zur ERP-Auswahl
Nicht nur Unternehmen, die vor der ersten Einführung eines ERP-Systems stehen, stellen sich die Frage nach der richtigen Auswahlmethodik. Auch solche, die ein vorhandenes System ablösen möchten, wissen oft nicht genau, wie sie diese wichtige Entscheidung anpacken sollen.
…mehr

Weitere Beiträge in dieser Rubrik

ERP: Evolution des ERP

ERPEvolution des ERP

 „Wer 2018 auf der Gewinnerseite stehen will, muss sein Geschäftsmodell digitalisieren bevor das Geschäftsmodell des Wettbewerbs an einem vorbeizieht.“ Diesen Tipp geben die Mainzer ERP-Experten von godesys allen Unternehmen, die ihre Firmenabläufe in den kommenden Monaten effizienter gestalten wollen.

…mehr
Metav 2018: ERP-System für die Metallindustrie

Metav 2018ERP-System für die Metallindustrie

Die abas GmbH & Co. KG nimmt erstmalig an der Metav 2018 in Düsseldorf teil und präsentiert ihr ERP-System für die Metallindustrie. 

…mehr
Anzeige
Anzeige

Anzeige - Highlight der Woche

COSCOM Digital-PROZESS Meetings

Einladung zu COSCOM Digital-PROZESS Meetings

Mehr Profit vor dem Span! COSCOM connected …

… Manufacturing: CNC-Prozesse optimieren!

… Tool-Management: Rüstprozesse beschleunigen!

… Prozess-Management: Durchgängige Daten bis an die Maschine!

Aktuelle Termine und Orte hier

Anzeige - Highlight der Woche

Aras Whitepaper: Internet of Things - Kontext statt Chaos


Hier stellt Ihnen das Unternehmen Aras das Highlight der Woche vor.

White Paper jetzt kostenlos herunterladen!

Mediadaten 2018

Anzeige

White Papers auf smart engineering


In unserer neuen White Paper Sektion finden Sie lösungsorientierte White Paper unserer Partner zu IT-Standards, Anwendungshinweisen, Leistungsübersichten uvm. Jetzt kostenfrei downloaden.

Künstliche Intelligenz: Forschungsroboter “Roboy“ und Martina Mara

Video- Künstliche Intelligenz: Forschungsroboter “Roboy“ und Martina Mara


Welche Wirkung hat der Anblick von Robotern auf Menschen? Mit dieser Frage befasst sich das Team um Professor Markus Appel vom Campus Landau in einem aktuellen Forschungsprojekt. Mit ihrer Studien wollen die Forscher herausfinden, inwieweit wir Menschen künstliche Intelligenz als helfende Hand im Alltag akzeptieren oder ablehnen.

smart engineering in Social Networks

smart engineering Newsletter

smart engineering Newsletter kostenfrei abonnieren

Unser Newsletter informiert Sie über die wichtigsten Neuigkeiten, Produktentwicklungen und Trends aus der Branche. Jetzt kostenlos registrieren.

SCOPE Newsticker