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Siemens PLM hat eine neue Versionen seines Produktdaten Management Systems Teamcenter vorgestellt. Neben vielfältigen Neuerungen in der Version 8 stellt der Hersteller aber vor allem eines in den Mittelpunkt: Produktivität im gesamten Produktlebenszyklus.
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»Werden Sie die richtigen Produkte zur Verfügung haben, wenn sich die Wirtschaft erholt hat?« – mit dieser Frage eröffnete der Siemens-Referent die Pressekonferenz zum Thema »Teamcenter 8«. Die Frage regt in der Tat zum Nachdenken an. Schließlich dürfte jedem klar sein, dass mit dem nächsten Aufschwung der Wettbewerb noch härter wird. Besonders auf umkämpften Märkten wird nur der im Preiskampf bestehen, der schneller mit Produkten am Markt ist oder – noch besser – auf Alleinstellungsmerkmale seiner Produkte verweisen kann. Dabei kann eine ausgeklügelte PLM-Strategie mit einem durchdachten PDM-System durchaus hilfreich sein. Siemens PLM legt daher den Schwerpunkt seiner neuen Teamcenter-Version auf verstärkte Anwender-, Applikations- und IT-Produktivität. Teamcenter beinhaltet nun eine umfassende Microsoft Outlook-Benutzeroberfläche sowie eine tiefgehende Integration mit Microsoft Office 2007. Die PDM-Software versieht die Microsoft Office-Werkzeugleiste mit einer »Multifunktionsleiste«: Damit wird es noch einfacher, direkt aus Word, Excel, Outlook und Powerpoint mit Produktinformationen zu interagieren. Eingebettet wurde außerdem eine »Teamcenter-To-Do-Liste« innerhalb von Outlook. Sie ermöglicht es Nutzern, ihre Zeitplanung, Arbeitsabläufe und Termine für Konstruktionsänderungen auf Basis von Teamcenter mit der gleichen Office-Anwendung zu verwalten, mit der sie tagtäglich arbeiten.

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Inhalte und Dokumente verwalten

Mit Microsoft Outlook, Word und Excel als »Live«-Benutzeroberflächen für die Erstellung und Bearbeitung von Informationen in Teamcenter wird es zudem leichter, den Zugriff auf PLM auf eine breitere Basis von technischen Anwendern und Nutzern mit eher kaufmännischen Aufgaben auszudehnen. Ganz gleich, ob ein Unternehmen Produkte herstellt, die mechanische oder elektronische Teile, integrierte Software oder eine Kombination aus allen dreien umfasst: Teamcenter soll helfen, den Produktentwicklungszyklus durch verbesserte Kollaboration und leichter zugängliche, sichere und wieder verwendbare Konstruktionsdaten zu verkürzen. Die Integration von Teamcenter 8 mit Logik-Erfassung und physischen Layout-Tools von Mentor Graphics, Cadence, Intercept und Altium wird durch eingebettete Menüs in diese Lösungen für elektronische computergestützte Konstruktion (ECAD) unterstützt. Aus der ECAD-Applikation heraus können Nutzer native Konstruktionsdaten speichern und Check-In- und Check-Out-Operationen vornehmen. Sie können zudem auf bereits freigegebene Komponenten zugreifen, Stücklisten für elektrische Komponenten ausfüllen, Fertigungs- und Bestückungsdaten austauschen sowie andere Arten von abgeleiteten ECAD-Daten erstellen und verwalten. Zu den weiteren Verbesserungen von Teamcenter 8, die sich direkt auf die individuelle Nutzerproduktivität auswirken, zählen Workflow-Erweiterungen für dynamische Teilnehmer, Feedbackschleifen und asynchrone Arbeitsvorgänge in Bezug auf Change Management und Issue Management.

Eine interessante Funktionalität ist die neue Content- und Dokumentenmanagementlösung mit verbesserter Microsoft Office 2007-Integration. Diese bietet erweiterten Dokumentenmanagement-Support für Vorlagen, eingebettete PLM-Menüs und automatische Formatwandlung, um dokumentenbezogene Prozesse zu standardisieren, die Nutzerproduktivität zu steigern und Trainingskosten zu senken. Die strukturierte Erstellungs- und Publishing-Umgebung auf SGML/XML-Basis unterstützt auch den unabhängigen S1000D-Standard für technische Publikationen, um Dokumentation und Entwicklung zu synchronisieren und die Wiederverwendung und -verwertung beziehungsweise Übersetzung von verschiedenen Versionen zu ermöglichen. Ebenfalls bemerkenswert: Die Einführung von Formel-, Verpackungs- und Markenmanagement in der PDM-Lösung bietet Unternehmen in der Prozess- und Konsumgüterindustrie Vorteile. Die neuen Lösungen helfen, Widersprüche im Markenaufbau zu eliminieren, die Markenkommunikation zu verbessern und das Wachstum der Marke durch Wissensmanagementfunktionen zu unterstützen. Das Formelmanagement umfasst Formel- und Rezeptauflösung sowie die Integration von Autorenwerkzeugen für Formeln. Damit können Informationssilos jetzt in einer einzigen Datenquelle zusammengeführt werden. Das Verpackungs- und Grafikmanagement ermöglicht, Anforderungen nachzuverfolgen und mehr Transparenz in alle verknüpften Informationen zu bringen, um Fehlerquellen zu reduzieren und Rückrufaktionen weitgehend zu vermeiden. Schließlich hilft das weltweite Spezifikationsmanagement, Inkonsistenzen und Doppelarbeit zu reduzieren. Dadurch kann synchron an Entwicklungen gearbeitet und der Einfluss von Änderungen direkt sichtbar gemacht werden.

Zusätzlich zu diesen zwei neuen Lösungen finden sich in Teamcenter 8 auch Verbesserungen für Lieferantenkollaboration mittels stark komprimierter Visualisierungsdaten, für anspruchsvolleres Anforderungs- und Projektmanagement und neue Branchenlösungen. Mit den Platform Extensibility Services in Teamcenter sollen Unternehmen schnell einen Mehrwert aus ihren Investitionen ziehen. Zu den Services zählen Konfigurations-Services, so dass sich die Lösung leicht auf individuelle Geschäftsvorgaben anpassen lässt, ohne dass teure kundenspezifische Software entwickelt werden muss. Die Connection-Services sollen zudem helfen, die PDM-Software nahtlos mit anderen Geschäftsanwendungen zu integrieren, beispielsweise ERP- oder anderen Teamcenter-Installationen, um so unternehmensweite Prozesse zu ermöglichen.

Auch für Kleine

Mit den Customization-Services kann die Lösung außerdem durch wartungsfreundliche und aktualisierbare, kundenspezifische Software für spezielle Geschäftsanforderungen erweitert werden. Mit seiner flexiblen 4-Tier Service-orientierten Architektur (SOA) soll Teamcenter genauso erfolgreich in kleinen Betrieben eingeführt werden wie in großen Unternehmen. Um diese Flexibilität zu ermöglichen, unterstützt das PDM-System eine breite Auswahl an IT-Umgebungen. Mit dem neuen Release gehören dazu zum ersten Mal auch die Middleware-Lösungen von IBM. Zukünftig soll die Lösung vorkonfiguriert mit IBM DB2 Information Manager und dem Websphere Application Server (WAS) erhältlich sein. Unternehmen, die bevorzugt auf die IBM-Plattform setzen, sollen dadurch von geringeren Einführungskosten profitieren. Zusätzlich zu DB2 und WAS werden auch der Tivoli Storage Manager, Tivoli Access Manager und Rational Clear-Case von IBM unterstützt. -sg-

Siemens PLM Software, Köln Tel. 0221/20802-0, http://www.siemens.com/plm

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