smart engineering - Industrie 4.0 aus einer Hand
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EditorialRevolution mit Ansage

Industrie 4.0 ist in aller Munde: Die Bundesregierung beschäftigt sich damit (oder besser gesagt eine Expertengruppe - und das ist auch gut so), es ist ein zentrales Thema auf der Hannover Messe (siehe Bericht in dieser Ausgabe auf Seite 10), Verbände melden sich zu Wort, Wikipedia hat es gelistet und viele Anbieter aus den Branchen IT/PLM und Automatisierung haben es als Umsatzbringer entdeckt. Ach – ganz vergessen habe ich natürlich noch eine Gruppierung: die Industrie-Unternehmen. Diese nicht ganz unwichtige Interessensgruppe beschäftigt sich nämlich schon etwas länger mit diesem Thema.

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Wenn wir nun über 4.0 sprechen, stellt sich die Frage, was waren eigentlich 1.0, 2.0 und 3.0? Kleine Geschichts- und Industrieexkursion: Die erste Revolution datierte Ende des 18. Jahrhunderts mit der Einführung mechanischer Produktionsanlagen. Die zweite begann mit der arbeitsteiligen Massenproduktion mit Hilfe von elektrischer Energie gegen Ende des 19. Jahrhunderts und die dritte mit dem Einsatz von numerischer Steuerung und IT zur weiteren Automatisierung ab den 1960er Jahren.

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Was aber genau ist das: Industrie 4.0? Eine einheitliche Definition dafür gibt es bislang nicht. Frei formuliert geht es um Produktionseinheiten, die miteinander vernetzt, selbstständig organisiert Aufträge ausführen. Eine zentrale Rolle spielen dabei die Automatisierung, die Vernetzung und die Integration – insbesondere von Maschinen, Steuerungen und Software, sowie der IT-Systeme. Und: Es geht um das technische Verschmelzen der digitalen mit der physischen Welt. Virtuelle Planungsmodelle sorgen dafür, dass alle Prozess- und Arbeitsschritte einer Fabrik mit

einander vernetzt sind und kommunizieren. Das beginnt bereits bei der Produktplanung, geht über die Produktentwicklung und Prozesszeitenplanung hin zur

Planung aller Produktionsprozesse und Betriebsmittel.

Ein zentrales Thema ist dabei auch der Einsatz von ERP-, MES- und PLM-Software sowie deren Zusammenspiel. Hier wurden in jüngster Zeit bereits die ersten Stufen genommen: Die verschiedenen Anbieter sprechen miteinander und geben Informationen zu Schnittstellen heraus. Auch wenn es oft nur durch den Druck am Markt geschieht – es bewegt sich etwas.

So gesehen hat die 4.0-Phase bereits begonnen. Und die Voraussetzungen sind gut: Wir haben eine leistungsfähige Industrie, die sich sehr genau mit ihren Prozessen auseinandersetzt und das Automatisieren versteht. Wir haben die besten ERP-Hersteller in Deutschland, mit international führenden Systemen. Wir spielen – trotz einer amerikanischen und französischen Dominanz – im Bereich PLM vorne mit und wissen wie Engineering geht. Das Know-how ist hier also vorhanden und die Unternehmen haben verstanden, worum es geht.

Aber: Trotz aller schönen Visionen treffen doch zwei verschiedene Denkwelten aufeinander: Der Maschinenbau hat traditionell lange Innovationszyklen, die IT-Industrie stellt sich wesentlich schneller auf neue Trends und Techniken ein. Anlagenbauer vertrauen auf Bewährtes und reale Produkte aus Metall oder anderen Werkstoffen. Softwareentwickler dagegen bewegen sich mit immer schnellerem Tempo in einer virtuellen Welt. Und ein großes Manko ist immer noch die vielerorts mangelhafte Internet-Infrastruktur. So gesehen hat die Revolution zwar bereits begonnen; sie kommt allerdings in kleineren Schritten voran, als es manchem gefällt.

Ihr

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