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EditorialParametrisch oder direkt

»Fortschritte in der Entwicklung sinnvoll nutzen.«
Die kontroverse Diskussion über den Nutzen und die Effizienz von 3D-CAD-Systemen gegenüber 2D-CAD-Paketen ist in den letzten Jahren verstummt. Einerseits sind die Argumente lange genug ausgetauscht worden, andererseits sind kaum grundsätzlich neue Entwicklungen zu verzeichnen, die neue Argumente liefern könnten. Folglich setzt sich der Trend in Richtung 3D-Modellierung in kleinen Schritten weiter fort, wobei der größte Teil der Anwenderschaft keine Entweder-Oder-Strategie befürwortet, sondern eine ausgeprägte Sowohl-Als-Auch-Philosophie verfolgt.

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Parallel zur leiser werdenden 2D/3D-Diskussion entwickelte sich Anfang des Jahrzehnts aber auch eine neue, immer lauter werdende Kontroverse zwischen den Befürwortern der »parametrischen Konstruktion« und den Anhängern der »direkten Modellierung«. Diese Auseinandersetzung, bei der immer wieder gegen die »Zwangs-Parametrisierung« gewettert/argumentiert wurde, ist jahrelang mit harten Bandagen geführt worden. Die Auseinandersetzung nahm jedoch eine überraschende Wende, seitdem die beiden gegensätzlichen Systemphilosophien und damit die unterschiedlichen Software-Lösungen unter dem Dach eines Anbieters vereint sind. Folglich empfiehlt dieser seinen Interessenten – je nach Anwendungsfall – entweder das parametrische oder das direkte Modelliersystem.

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Die Mehrheit der Anbietergemeinde präsentiert seine Systeme dagegen als Lösungen, die sowohl die parametrische Konstruktion als auch die direkte Modellierung umfassend unterstützen, und dies auch schon immer getan haben. Sicherlich haben heute viele Systeme vielfältige Funktionen integriert, die eine parametrische Konstruktion unterstützen und eine Modellierung auf Basis von Features (Fertigungsmerkmalen) ermöglichen. In den 90er Jahren war dies zur zwingenden Notwendigkeit geworden, um im Wettbewerb bestehen zu können. Gleichzeitig wurden aber auch die Grenzen der Parametrik und die Einschränkungen, die dadurch in Kauf genommen werden mussten und immer noch müssen, deutlich sichtbar.
Zusätzlich ist die Hardware-Leistung Jahr für Jahr gestiegen und auch bei der Entwicklung der Software, beispielsweise bei der Benutzerführung, wurden erhebliche Fortschritte gemacht. Folglich kann heute eine viel »direktere« oder dynamischere Modellierung erfolgen, als dies noch vor 10 oder 15 Jahren der Fall war.

Unabhängig von den theoretischen Auseinandersetzungen um 2D oder 3D beziehungsweise um parametrisch oder direkt sollte in der Praxis die Effizienz und Produktivität im Vordergrund stehen. Hier muss jeder seinen eigenen Weg finden. Dies gilt sowohl für den einzelnen CAD-Arbeitsplatz als auch für die gesamte Prozesskette. Denn ein einfach zu handhabendes CAD-System erhöht die Motivation des Konstrukteurs. Aber wenn die von ihm erzeugten Daten in den Folgeprozessen nicht effizient weiterverwendet beziehungsweise in späteren Projekten nicht wiederverwendet werden können, bietet eine einfache CAD-Modellierung dem Gesamtunternehmen nur vergleichsweise wenig Nutzenpotenzial.

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