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EditorialFalsche Doktoren

„Datenqualität fängt mit dem Bewusstsein dafür an“

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Wenn aus Herrn Maier ohne Promotion ein Dr. Maier wird, dann war nicht unbedingt ein Titelhandel im Spiel. Oft ist der Grund sehr profaner Natur: Eine Unachtsamkeit oder ein Tippfehler bei der der Bearbeitung eines Datensatzes. Dass manche Doktorwürde einen schalen Nachgeschmack hat, belegten jüngst einige Politiker. Genauso wenig tolerierbar sind aber auch fehlerhafte Datenbestände. Insbesondere wenn es um Stammdaten oder Produktdaten geht. Jeder praxiserfahrene IT-Betreuer wird dies bestätigen. Leider ist die Datenpflege sehr oft DAS Stiefkind in vielen Unternehmen.

Gerade bei Kundendaten kann dies außerordentlich peinlich sein. Was hält ein potenzieller Kunde von einem Anbieter, wenn er schon falsch angeschrieben wird? Fast jeder hat dies schon erlebt. Wie viel Briefe und E-Mail habe ich schon bekommen an „Herr Dr. Graf“ (ich habe nie promoviert), an „Herr Hoppenstedt“ (Name unseres Verlags) oder gar „Lieber Herr eDM-Report“ (ist bekannt …). Nimmt man solche Absender ernst? Dahinter steckt eigentlich kein EDV-Problem, sondern schlichtweg Schludrigkeit bei der Datenerfassung. Die Gründe sind vielfältig: Überlastung, Unkonzentriertheit, komplizierte Eingabemasken … In Summe führt dies zwar zu ärgerlichen Fehlern, aber es sind in der Regel überschaubare Fehlermengen.

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Von ganz anderem Kaliber sind die automatisiert verursachten Fehler. Nach Umstellungen beim Produktsortiment, beim Kauf von Daten oder bei der Übernahme von Firmen mit anschließender Datenzusammenführung. Getreu dem alten Motto „Was schief gehen kann, geht auch schief“ haben viele IT-Verantwortliche dabei schon sagenhafte Pannen erlebt. Entweder mit vielen Datenzombis, die immer wieder auftauchten, obwohl die Korrekturen doch schon längst abgeschlossen sein sollten. Oder es endete im Datenchaos, das schlaflose Nächte bereitete. Wer hier versucht, manuell einzugreifen und Auswege zu finden, hat Nerven wie Drahtseile oder weiß nicht, auf was er sich einlässt. Dabei haben sich am Markt Datenspezialisten etabliert, die eine automatisierte Bereinigung von Datenbeständen anbieten. Mit cleveren Routinen verbessern sie die Datenqualität wesentlich.

Darüber hat der eDM-REPORT schon mehrfach berichtet. Auch in dieser Ausgabe finden Sie zwei Artikel (Seite 38 und Seite 45), die sich mit dieser Thematik beschäftigen.

Diesen Artikel …
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