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EditorialWieder Lust auf die Zukunft

»Erfolg durch Leidenschaft und Kreativität der Mitarbeiter«

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Die Audi-Mitarbeiter können trotz des Krisenjahres 2009, das dem Automobilhersteller ein Umsatzminus von rund 12,7 Prozent bescherte, optimistisch in die Zukunft schauen und sich über Erfolgsbeteiligungen und Sonderzahlungen freuen. Denn das Unternehmen steht mit einem Gewinn von fast 1,35 Mrd. Euro im Vergleich zu anderen Premiummarken glänzend dar. Als Grund für diesen Erfolg wird von der Unternehmensleitung die außergewöhnliche Leistung der Mitarbeiter, ihre Leidenschaft und Kreativität in den Vordergrund gerückt. Diese Eigenschaften sind den Mitarbeitern aber nicht angeboren – sie werden bei Audi sehr zielgerichtet gefördert und kontinuierlich weiter ausgebaut. Audi bietet eine umfassende Mitarbeiterqualifikation – vom Start der Ausbildung bis zum Renteneintritt – und folglich gute Karrierechancen. Das ein solches Herangehen für einen langfristigen Erfolg grundlegend ist, haben viele Unternehmen erkannt, aber oft noch nicht so konsequent umgesetzt, wie es eigentlich erforderlich wäre. Auch der VDI (Verein Deutscher Ingenieure) argumentiert, dass trotz der schwierigen wirtschaftlichen Lage der Kopf nicht in den Sand gesteckt werden darf, sondern in die Zukunft investiert werden muss, das heißt in qualifizierte Fachkräfte und technische Innovationen. Als Wachstumspotenzial werden hier unter anderem die Bereiche »Virtuelle Produkt-/Prozessentwicklung«, »IT-Systeme für die Medizin« sowie »Energieeffizienz in und durch IT« genannt.

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Ähnlich sehen das auch die Verantwortlichen der RWTH Aachen. Dort sollen in den nächsten sieben Jahren 2 Mrd. Euro in einen Wissenschaftscampus fließen, um »eine der größten Forschungslandschaften in Europa« mit 10.000 neuen Arbeitsplätzen zu gestalten. »Zu den ersten ›Clustern‹ gehören unter anderem die Bereiche Produktionstechnik, Logistik, umweltfreundliche Energietechnik und Bio-Medizintechnik«, betonte Prof. Günther Schuh, Geschäftsführer der RWTH Aachen Campus GmbH, wobei eine eng verzahnte Forschung von Wirtschaft und Wissenschaft auf dem Campus angestrebt wird.

Viel investiert wurde bisher auch in den Uni-Wettbewerb »Exzellenzinitiative«, bei dem 2006 und 2007 insgesamt 39 Graduiertenschulen, 37 Exzellenzcluster und neun Hochschulkonzepte ausgewählt wurden und bis 2012 mit 1,9 Mrd. Euro gefördert werden. Jedoch kommt die erste unabhängige Zwischenbilanz, die Wissenschaftler der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften jetzt vorlegten, zu dem Ergebnis, dass die Studierenden bisher keine nennenswerten Vorteile aus dieser Förderung ziehen konnten. Denn das Problem der mangelnden Grundfinanzierung besteht nach wie vor und es ist für jeden verständlich: »Lehre und Forschung machen gemeinsam Exzellenz aus«. Dieses sollte beim neuen Uni-Wettbewerb für die Jahre 2011 bis 2017, der mit 2,7 Mrd. Euro dotiert ist, zwingend beachtet werden.

All diese Beispiele zeigen den Stellenwert der Aus- und Weiterbildung für den Standort Deutschland, aber auch die Wichtigkeit sich auf bestimmte Themenschwerpunkte zu fokussieren. Ebenso entscheidend ist in der heutigen Zeit die Vernetzung beziehungsweise Cluster-Bildung mit Beteiligung der unterschiedlichsten Fachdisziplinen sowie die Zusammenarbeit der Industrie mit Forschung und Lehre. Wenn diese Aspekte – wie das Beispiel Audi zeigt (siehe auch Artikel ab Seite 10) – möglichst umfassend berücksichtigt werden, wächst mit dem Erfolg die Lust auf Zukunft.

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