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EditorialWie der SUV reversibel zum Ferrari wird

„Flexibilität ‚wird‘ Trumpf!“

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Einen Formel-1-Boliden verbindet auf den ersten Blick wenig mit einem Sports Utility Vehicle – abgesehen vielleicht vom viel zu hohen Spritdurst angesichts der Diskussion um den Klimawandel. Dass beide wenig Gemeinsames haben ist kein Wunder, ist der eine doch auf höchste Geschwindigkeit und der andere auf extreme Geländegängigkeit ausgelegt. Bei der Diskussion um die beste Modellierstrategie eines CAD-Systems wurde deshalb einmal der Vergleich gezogen, dass sich das parametrische und das direkte Modellieren genauso wenig miteinander verbinden ließen wie ein Rennwagen und ein SUV – weil eben auch die Modellierstrategien für eine ganz bestimmte Aufgabenstellung gedacht seien.

Genau an dieser Stelle kommt nun aber mehr und mehr Bewegung in die CAD-Landschaft. Übertragen könnte das bedeuten, dass der Anwender situationsabhängig mal den Rennwagen, mal den SUV wählt – ohne zurück in die Garage zu müssen. Will heißen: Wenn es denn hilfreich ist, arbeitet man mit Parametern, ansonsten aber gerne auch mit dem weniger aufwändigen direkten Modellieren. Einige sind diesen Weg bereits gegangen, andere sitzen bereits in den Startlöchern. Allerdings gibt es auch Stimmen, die darauf hinweisen, dass man das alles doch schon lange könne. Für den CAD-CAM Report Grund genug, das Thema einmal intensiver zu beleuchten. Zum Start finden Sie deswegen in dieser Ausgabe ab Seite 36 den ersten Teil unserer ‚Serie Modelliertechniken’, in dem unser Mitarbeiter Michael Wendenburg die Unterschiede zwischen parametrischem (historienbasiertem) und direktem Modellieren erläutert. Ob sich diese Ansätze in einem CAD-System kombinieren lassen und wie das umgesetzt ist, untersuchen wir dann systemspezifisch in den kommenden Ausgaben.

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Weil sich auch Themenschwerpunkte verschieben, haben wir zudem an der Leserführung im CAD-CAM Report gearbeitet – aufmerksamen Leserinnen und Lesern ist dies sicherlich bereits in der letzten Ausgabe schon aufgefallen. Ziel war es, Bewährtes beizubehalten und Neues zu integrieren. Wie gewohnt, finden Sie im CAD-CAM Report natürlich Technologie- und Anwenderbeiträge, die sich nach Farben geordnet leicht bestimmten Themenfeldern zuordnen lassen. Weil sich aber auch die Fertigungstechnologien weiterentwickeln und die Prozessketten bis an die Maschinen große Potenziale bieten, trennen wir zukünftig das CAM vom CAD und geben beiden eine eigene Rubrik. Wer sich speziell dafür interessiert, für den lohnt sich übrigens auch der Besuch der Messe AMB in Stuttgart.

Zudem sollen künftig auch die Rapid-Technologien einen festen Platz bei uns erhalten, denn sie werden sehr stark die Art und Weise beeinflussen, wie wir in Zukunft Produkte entwickeln und fertigen – das Stichwort lautet ‚additive Fertigung’. Über solche Themen, genauso wie die Kombination von unterschiedlichen Modellierstrategien in einem CAD-System, lässt sich bereits jetzt ein Blick auf die Zukunft werfen. Und vielleicht wandelt sich eines Tages ja auch das dann übliche Allzweck-Fortbewegungsmittel per Knopfdruck vom SUV zum Ferrari und zurück – fast so, wie wir es aus Filmen des siebten Agenten mit der Doppel-Null gewohnt sind: Ohne mit der Wimper zu zucken, werden da nämlich neben dem Champagner auch Tragflügel oder Ruder ausgeklappt, wenn es denn erforderlich ist.

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