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EditorialWettbewerb lohnt, Verdrängung nicht!

„Lieber selbst erfinden als vor Gericht erstreiten“

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Mit dem Apple-Chef Steve Jobs zieht sich einer der brilliantesten Köpfe der IT-Branche zurück. Wenn es einen technischen Grund für seinen Erfolg gibt, dann sicherlich den, dass ihm vor allem die leichte Bedienbarkeit sowohl von Hard- als auch Software am Herzen lag. Als DOS-Rechner noch Erfahrung und vor allem Geduld voraussetzten, ließen sich Apple-Rechner nach dem Kauf einfach aufstellen und umgehend benutzen. Unter anderem führte Jobs über die grafische Benutzeroberfläche auch die uns heute so vertraute ‚Maus‘ erfolgreich ein – erfunden hat er sie allerdings nicht.

Vor diesem Hintergrund darf man angesichts der Härte, mit der Apple derzeit versucht, seinen koreanischen Wettbewerber Samsung an der Einführung dessen Tablet-PC zu hindern, zumindest die Stirn runzeln. Zeigt es, dass die Kalifornier ihrem bislang erfolgreichen Konzept, immer die besseren Produkte anzubieten, nicht mehr trauen? Ist Apple nicht erst durch diesen Wettbewerb zur Hochform aufgelaufen? Kurioserweise wird Jobs derzeit auf vielen Online-Plattformen mit der Äußerung zitiert, man sei „ziemlich schamlos beim Stehlen großer Ideen“ gewesen. Die findigen Koreaner wollen jedenfalls die Urform der Gattung Tablet-PC im Filmklassiker ‚2001: Odyssee im Weltraum‘ entdeckt haben.

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Erinnern sollte man sich in diesem Zusammenhang daran, dass Apple es – im Wettbewerb zu anderen Unternehmen stehend – vor allem mit Innovationen geschafft hat, einstige Marktführer zu überholen. Etwa Nokia bei den Mobiltelefonen. War es vor zehn Jahren noch ein Handy der Finnen, das innovativ die Grenze des Machbaren markierte, so ist heute das iPhone das Maß der Dinge – noch! Denn die Anwärter auf die Position des Marktführers warten bereits auf ihre Chance – mit dabei sind wiederum die Koreaner. In einem so schnelllebigen Markt bleibt die Innovationsfreudigkeit ganz sicher ein entscheidender Faktor.

Statt die eigenen Ressourcen für Rechtsstreitigkeiten zu verschwenden, könnte es sich also lohnen, die Produktentwicklung zu fördern. Zumal im Falle von Apple noch ein weiterer Aspekt von Bedeutung ist: Sicher braucht ein Hightech-Unternehmen ein ‚Master Mind‘ wie Steve Jobs. Allerdings ist schwer vorstellbar, dass die komplette Produkt- und Marktphilosophie von einem Visionär allein abhängen. Da gab es in den Anfängen von Apple ja auch einmal einen Steve Wozniak. Ob sich die Apple-Mitarbeiter zukünftig auch ohne den ‚iGod‘ durchsetzen können, bleibt dennoch eine spannende Frage.

Parallelen finden sich übrigens auch im politischen Bereich: Egal, was man von so genannten Whistleblower-Plattformen hält – der ebenfalls verbissen ausgetragene Konflikt zwischen den Wikileaks- und den Openleaks-Machern dient weder dem Ziel noch dem Wohl einer der beiden Parteien. Besser wäre auch hier der Wettbewerb um das schlüssigere Konzept, denn in der Frage, wie mit heiklen Informationen umgegangen wird, unterscheiden sich die beiden Plattformen deutlich.

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