smart engineering - Industrie 4.0 aus einer Hand
Home> Service> Meinung> Was wäre wenn war gestern!

EditorialWas wäre wenn war gestern!

„Systems Engineering und additive Fertigung führen zu Umbrüchen!“

sep
sep
sep
sep

Als in früheren Zeiten der Arbeitsdrang häufiger durch ein ‚noch nicht ganz ausgereiftes‘ Betriebssystem unterbrochen wurde, konnte man sich nur mit Humor retten. Etwa: „Würde Microsoft Autos bauen, ginge der Motor gelegentlich ohne Grund aus und müsste neu gestartet werden – was aber rund fünf Minuten dauere, bis alle Komponenten geladen wären ...“ Nun, inzwischen sind nicht nur die Betriebssysteme der amerikanischen Softwareschmiede erheblich zuverlässiger geworden, auch das zugrunde liegende ‚Was-wäre-wenn-Spiel‘ wirkt etwas angestaubt.

Treffend hat dies Mitte Juni PTC-Chef Jim Heppelmann auf den Punkt gebracht: „In einem Luxusklasse-Fahrzeug stecken heute genauso viele Zeilen Programmcode wie in unserer Software.“ (siehe S. 8) Auch wenn Otto Normalfahrzeug also noch mit weniger Software auskommt, heißt das nichts anderes als: Ohne Software fährt heute kein Auto mehr. Die humorvoll gestellte Frage, was wäre, wenn die Softwarehersteller Autos bauen würden, ist also längst von der Wirklichkeit überholt worden – sie bauen sie bereits (mit).

Anzeige

Soweit nichts Neues, werden nun einige sagen. Ein Blick in die Entwicklungsabteilungen führt allerdings manchmal – nicht immer! – zu einer anderen Erkenntnis: Fein säuberlich getrennt sitzen hier die Mechanik-Entwickler mit ihrem MCAD-System, dort die Elektroniker mit dem ECAD, und wiederum an anderer Stelle die Softwareentwickler mit ihren Tools. Anders formuliert: Die Werkzeuge, um die Realität des Autos ganzheitlich auch in der Entwicklung abzubilden, entstehen gerade erst – die Rede ist vom Systems Engineering. Allerdings darf man sicher davon ausgehen, dass deren Einführung und die damit einhergehende Umorganisation in den Entwicklungsabteilungen zu einem größeren Umbruch führen wird.

Vergleichbar ist dieser Schritt mit dem, was im Zuge der so genannten ‚additiven Fertigung‘ passiert: Hier geht es nicht nur um neue Fertigungsverfahren. Vielmehr werden die Rapid-Technologien ihr Potenzial erst dann entfalten, wenn die Konstrukteure die damit verbundenen Chancen und Möglichkeiten erkennen. Blech- und Guss-Bauteile trennt ja auch mehr, als nur die Art ihrer Herstellung. Beide Themen – Systems Engineering und additive Fertigung – haben deswegen auch einen festen Platz im CAD-CAM REPORT. Welche Themen online auf unserer Website www.plm-it-business.de das größte Interesse erzielen, das veröffentlichen wir ab dieser Ausgabe in der Rubrik ‚Online-Ranking‘ (S. 12). Das Thema Rapid-Technologien ist ganz vorne mit dabei.

Übrigens: Wenn man noch weiter in die Zukunft schaut, wird eines Tages die Technik der oben erwähnten Luxus-Fahrzeuge vielleicht zum Standard werden. Möglicherweise verfügt dann jedes Fahrzeug standardmäßig über Daimlers Pre-Scan-Fahrwerk (den ‚fliegenden Teppich‘). Wer das nicht will, kann wahrscheinlich auf eine ‚Classic‘-Variante zurückgreifen, ohne Mechatronik – weil sie das ‚wahre‘ Fahrgefühl vermittelt. Schlaglöcher wird es jedenfalls ganz sicher geben.

Diesen Artikel …
sep
sep
sep
sep
sep

Weitere Beiträge in dieser Rubrik

EditorialSelbstbedienung

Dass man Geräte mit einem Webzugang ausstattet, ist nichts Neues. Schon vor einigen Jahren war die Rede von Kühlschränken, die selbständig ihren Bestand erfassen und fehlende Artikel an den Lebensmittelhändler melden.

…mehr

EditorialIm Zeichen der Dinge

Schon gehört? Neue Technologien, die als „Internet of Things“ (IoT) oder deutsch als „Internet der Dinge“ bezeichnet werden, sollen unser Leben in Zukunft stark verändern. Erinnern Sie sich noch an die Visionen der Kühlschränke mit Web-Anschluss, die selbständig nachordern oder die Kaffeemaschine, die Updates aus dem Internet lädt? Viele haben diese Visionen belächelt (auch ich).

…mehr

EditorialPartnersuche mit Ansage

Gerne vergleicht man die Entscheidung für wichtige IT-Systeme wie ERP-Software, oder in der Produktentwicklung CAD- und PDM-Software, mit dem „Bund fürs Leben“. Die Parallelen zur Partnersuche mit nachfolgender Hochzeit und Treueschwur bis ans Lebensende sind hier schon bemerkenswert.

…mehr
Editorial: 4.0 kommt in Fahrt

Editorial4.0 kommt in Fahrt

Manche Dinge müssen zur „Chefsache“ erklärt werden, damit sie in Gang kommen. Vielleicht hat es auch bei der Industrie 4.0 geholfen, dass die Bundesregierung dieses Thema zu einem ihrer Zukunftsprojekte erklärt hat.

…mehr

Editorial

Verkehrte Welt: Wir alle sehnen uns nach Sicherheit. Wir kaufen Autos, die beim Crashtest die volle Punktzahl erreicht haben. In keinem Land der Welt werden so viele Versicherungen gegen alle möglichen Risiken des Lebens abgeschlossen.

…mehr
Anzeige
Anzeige

Anzeige - Highlight der Woche

COSCOM Digital-PROZESS Meetings

Einladung zu COSCOM Digital-PROZESS Meetings

Mehr Profit vor dem Span! COSCOM connected …

… Manufacturing: CNC-Prozesse optimieren!

… Tool-Management: Rüstprozesse beschleunigen!

… Prozess-Management: Durchgängige Daten bis an die Maschine!

Aktuelle Termine und Orte hier

Anzeige - Highlight der Woche

Aras Whitepaper: Internet of Things - Kontext statt Chaos


Hier stellt Ihnen das Unternehmen Aras das Highlight der Woche vor.

White Paper jetzt kostenlos herunterladen!

Mediadaten 2018

Anzeige

White Papers auf smart engineering


In unserer neuen White Paper Sektion finden Sie lösungsorientierte White Paper unserer Partner zu IT-Standards, Anwendungshinweisen, Leistungsübersichten uvm. Jetzt kostenfrei downloaden.

Künstliche Intelligenz: Forschungsroboter “Roboy“ und Martina Mara

Video- Künstliche Intelligenz: Forschungsroboter “Roboy“ und Martina Mara


Welche Wirkung hat der Anblick von Robotern auf Menschen? Mit dieser Frage befasst sich das Team um Professor Markus Appel vom Campus Landau in einem aktuellen Forschungsprojekt. Mit ihrer Studien wollen die Forscher herausfinden, inwieweit wir Menschen künstliche Intelligenz als helfende Hand im Alltag akzeptieren oder ablehnen.

smart engineering in Social Networks

smart engineering Newsletter

smart engineering Newsletter kostenfrei abonnieren

Unser Newsletter informiert Sie über die wichtigsten Neuigkeiten, Produktentwicklungen und Trends aus der Branche. Jetzt kostenlos registrieren.

SCOPE Newsticker