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EditorialWas das PLM mit dem Eyjafjallajökull verbindet

»Geeignete Prozesse sind überall gefragt«

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Tage ohne Flugverkehr kannte ich bis zum Ausbruch des Vulkans Eyjafjallajökull – einmal muss man dieses Wort einfach geschrieben haben – noch nicht. Erstaunlich ist, dass die Fliegerei, oder besser deren Organisation, mit dem Phänomen bislang kaum umgehen kann. Verfahren und Prozesse fehlen, um die durchaus vorhandene Gefahr durch die Vulkanasche realistisch einzuschätzen. Erschreckend ist auch ein Blick in den Golf von Mexiko: Ob hier die Prozesse fehlen, Menschen falsche Entscheidungen getroffen haben oder beides zusammen, ist derzeit noch nicht zu beantworten. Klar ist jedenfalls: Luftfahrt und Ölindustrie müssen Abläufe verbessern, bessere und verlässlichere Prozesse etablieren. Wichtig ist es, Menschen die Verantwortung nicht zu nehmen, sondern sie für die richtige Entscheidung mit allen relevanten Informationen zu versorgen.

Wer Mitte April die Hannover Messe auch ohne Flugzeug erreichen konnte, fand für die Industrie – in der geeignete Prozesse ebenfalls gefragt sind – einige Antworten auf der Digital Factory. Beispiel Chemikalienverordnung Reach: Sie richtet sich zwar an die Hersteller der Stoffe, doch werden diese letztendlich auch in Produkten verbaut. Trotz sorgfältiger Werkstoffwahl können dabei Probleme auftauchen – man denke etwa an Asbest, dessen schädliche Wirkung erst spät erkannt wurde. Wünschenswert wäre in solch einem Fall, dass der Produzent schnell von der neuen Gefahr erfährt und dass er weiß, welche seiner Produkte betroffen sind. Leisten kann dies das Product Lifecycle Management (PLM). Es liefert den Verantwortlichen diese Informationen; die richtige Entscheidung sollte sich dann leichter treffen lassen.

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Keineswegs muss es sich beim PLM immer um solche komplexen Prozesse handeln. Selbst kleinere Unternehmen können etwa durch die Wahl eines modernen CAD-Systems Abläufe verbessern, und zwar auch außerhalb der Konstruktion. Wer von 2D auf 3D umsteigt, erleichtert auch dem Vertrieb die Arbeit. Photorealistische Darstellungen werden immer mehr zum Standard und zeigen dem Kunden schnell, was er erwarten kann. Und Änderungen lassen sich manchmal so schnell umsetzen, dass der Kunde noch im Gespräch mit dem Mitarbeiter die neue Lösung sieht – gegebenenfalls per Handy, auch wenn ein größerer Bildschirm sicher von Vorteil ist. Auch das ist PLM; wichtig sind geeignete Prozesse, um die Handelnden zu unterstützen. Denn vorausschauend zu agieren ist besser als nur zu reagieren. Hoffen wir, dass sich zukünftig auch Ölförderung und Vulkanasche besser handhaben lassen.

Übrigens: Als aufmerksame Leserin oder aufmerksamer Leser haben Sie bereits das neue Gesicht erkannt. Mit dieser Ausgabe darf ich die redaktionelle Leitung des CAD-CAM Reports übernehmen. Meinem Vorgänger Gerhard Friederici gilt an dieser Stelle mein Respekt für die in über 20 Jahren geleistete Arbeit, ihm wünsche ich viel Glück und Erfolg bei seiner neuen Tätigkeit. Das Interview mit Contact-Software-Chef Karl Heinz Zachries ab S. 20 und der Anwenderbericht ab S. 28 stammen noch aus seiner Feder. Abschließend noch eine Bitte: Für unsere eigenen Prozesse wünschen wir uns Ihr Feedback – auch Kritik. Auch wir können dadurch nur besser werden.

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