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EditorialUnfreiwillige Auszeiten

„Nebenwirkungen garantiert: Ausfall des IT-Systems“

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Der Verkauf vertröstet verärgerte Kunden, Lageristen irren planlos zwischen Regalen umher und die teuren Maschinen stehen. Jeder weiß, dass heute fast alle Unternehmen von einer funktionierenden EDV abhängig sind. Ausfallzeiten, beispielsweise von Servern, stören ein hochempfindliches, durchgetaktetes System. Denn die meisten Unternehmen sind heute – mit Hilfe moderner IT – so gut organisiert und so effizient in ihrem Tun, dass selbst kurze Ausfallzeiten erstaunliche Störungsprobleme und Kosten nach sich ziehen. Wer dies für die Ausnahme hält, täuscht sich. Eine neue Studie deckt unerfreuliche Zahlen auf: Deutsche Unternehmen büßen jährlich mehr als vier Milliarden Euro durch den fehlerhaften Schutz ihrer unternehmenswichtigen IT-Systeme ein! Die Studie wurde von CA Technologies, einem Anbieter von IT-Management-Software und -Lösungen, in Auftrag gegeben. Befragt wurden 1.808 Unternehmen aus elf europäischen Ländern (davon 202 in Deutschland). Interviewpartner waren CIO, IT-Leiter und IT-Manager aus gleich vielen kleinen (50 bis 499 Mitarbeiter), mittleren (500 bis 999 Mitarbeiter) und großen (mehr als 1000 Mitarbeiter) Unternehmen.

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Die Umfrage zeigt, dass jedes Unternehmen durchschnittlich 14 Stunden an IT-Ausfallzeit im Jahr verzeichnet. Dies entspricht in Deutschland rund 150.000 Stunden. Deutsche Unternehmen schätzen, dass sie in der Zeit, in der die unternehmenswichtigen Systeme stillstehen, bis zu 30 Prozent weniger Umsatz generieren, was sich auf etwa 390.000 Euro Umsatzeinbuße summiert. Am stärksten betroffen sind die Bereiche Operatives Geschäft (61 Prozent), Verkauf (42 Prozent) und HR/Personal (40 Prozent). Auch in der Folge eines Systemausfalls entstehen weitere Kosten, denn selbst wenn das IT-System wieder hochgefahren ist und regulär funktioniert, werden noch zusätzlich durchschnittlich 4,2 Stunden pro Unternehmen benötigt, um die Daten wiederherzustellen.

Unter den befragten Ländern erleiden übrigens französische Unternehmen die größten Umsatzverluste durch Ausfallzeiten („Downtime“), die im Mittel bei 500.000 Euro pro Jahr liegen – hier scheint sich nicht nur der „Laisser-faire“ zur rächen. Dagegen hat Italien die geringsten Umsatzeinbußen mit weniger als jährlich 34.000 Euro – auch das ein erstaunlicher Wert.

Obwohl es heute eine Vielzahl von Möglichkeiten wie etwa redundant ausgelegte Systeme gibt, spielen offensichtlich viele mit dem Feuer. Die Gefahr mit allen unerfreulichen Nebenwirkungen wird erst realisiert, wenn es zu spät ist. Da bei vielen Unternehmen die Datenschutzrichtlinien nicht richtig greifen, dauert der Ausfall länger als notwendig. Oft richten Unternehmen ihr Augenmerk nur auf das sichere Daten-Backup. Dabei vernachlässigen sie aber den Aspekt, wie schnell sie die Daten im Falle eines Systemfehlers wiederherstellen können. Genau dieser Aspekt der „Geschwindigkeit der Datenwiederherstellung“ kann für Unternehmen Ausgangspunkt sein, ihren Bedarf in Sachen Disaster Recovery zu überprüfen. Ein großer Teil dieser beachtlichen Kosten für die Unternehmen kann durch bessere Strategien für den Datenschutz, die sich auf die Geschwindigkeit beim Data Recovery konzentrieren, vermieden werden.

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