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EditorialPLM-Nutzenpotenzial erkannt

»Partizipation und Kommunikation sind Grundvoraussetzungen«.

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Eines der wichtigsten Ergebnisse der Studie »Benefits of PLM 2009« (siehe Seite 20) ist die Tatsache, dass Product-Lifecycle-Management sich als ganzheitlicher Managementansatz und als Voraussetzung für ein effektives Engineering durchgesetzt hat, zumindest in der Automobilindustrie, auf die sich diese Studie bezieht, die vom Lehrstuhl für Maschinenbauinformatik (ITM) der Universität Bochum gemeinsam mit der Beratungssparte der IBM erstellt wurde. Dabei hat sich der PLM-Reifegrad im Vergleich zu der im Jahr 2004 durchgeführten Studie deutlich verbessert. Somit kann als Fazit gezogen werden: PLM hat sich in den letzten zehn Jahren – 1999 wurde die erste Studie dieser Art durchgeführt – von der Vision zur Realität entwickelt und eine beachtliche Integrationsweite und -tiefe erreicht.

In vielen Chefetagen der Automobilindustrie sind die Verantwortlichen zur Einsicht gekommen, dass PLM-Lösungen zwingend notwendig sind, um die aktuellen Herausforderungen zu meistern. Waren im Jahr 2004 noch die Kostenreduzierung und die Erschließung neuer Märkte im Hauptfokus, so stehen jetzt die Bewältigung der Absatzkrise, die Reduzierung der Kapitalbindung und die Beherrschung des technologischen Wandels besonders in Richtung von umweltverträglicheren Produkten im Mittelpunkt.

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Hierfür bieten PLM-Lösungen eine gute Grundlage, zum Beispiel für mehr Effizienz beim Anforderungsmanagement und Innovationsmanagement oder für eine disziplinübergreifende Unterstützung der Entwicklung von Mechanik-, Elektronik- und Software-Komponenten. Vorrangig geht es heute dabei oftmals um die Reduzierung der Komplexität und nicht mehr um die Beherrschung einer ständig steigenden Komplexität.
Durch die Restrukturierung der Entwicklungsprozesse und die verstärkte Nutzung virtueller Produktmodelle kann der gesamte Produktentstehungsprozess beschleunigt werden. Eine weitere Prämisse ist die Erhöhung der Flexibilität in der Produktion, und zwar sowohl in Zeiten des Wachstums als auch in Zeiten sinkender Nachfrage. Wollen die deutschen Hersteller weiterhin zu den Technologieführern gehören, müssen sie verstärkt in neue Entwicklungsbereiche investieren, aber auch neue Anforderungen erfüllen, beispielsweise kostengünstige Autos zu Preisen von unter 5.000 US-Dollar für den Weltmarkt produzieren. Um diese vielfältigen Anforderungen bei höchster Flexibilität zu beherrschen, wird der Informationsaustausch immer wichtiger, sowohl firmenintern als auch innerhalb der gesamten Zulieferkette.

Folglich haben eine enge Einbindung der verschiedenen Abteilungen und der einzelnen Mitarbeiter höchste Priorität, denn die oben genannte Studie kam auch zu dem Ergebnis, dass die fehlende Anwenderakzeptanz das größte Risiko für die erfolgreiche Umsetzung von PLM-Projekten darstellt. Hier in der aktuellen Ausgabe des CAD-CAM Report können Sie sich unter anderem über einen neuartigen Ansatz zur Optimierung der Geschäftsprozesse (ab S. 36) und über ein effizientes CAD-Datenmanagement (ab S. 30) informieren. Aber auch Themen wie Standardisierung und Wiederverwendung, Wissensmanagement und effizienter CAD/CAM-Einsatz zeigen zusätzliches Nutzenpoten- zial auf und werden durch Praxisbeispiele aus Produktentwicklung, Fertigungsoptimierung, Elektrokonstruktion und Strömungssimulation ergänzt. Außerdem wird auch auf Koopera- tionsmöglichkeiten zwischen Hochschulen und Unternehmen hingewiesen (S. 50), um den Praxisbezug in der Ausbildung zu garantieren und um neue Forschungsergebnisse schneller in marktreife Produkte umsetzen zu können.

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