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EditorialKlug ist, wer sich langfristig Optionen sichert

„Engineering-Daten sind ein Schatz – so sollte man sie auch behandeln.“

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Ich gestehe: Einst konnte auch ich einen Apple-Computer mein Eigen nennen. Der war so teuer, dass ich damals mein – zugegebenermaßen älteres – Auto dafür hergeben musste. Aber während andere noch mühsam ein Windows auf ihr MS-DOS installierten, lief mein Mac(intosh) bereits. Zumindest aus meiner Sicht war das mitgelieferte System 7.5 deutlich intuitiver zu bedienen als ein Windows 3.1, und egal welches Dateiformat ich meinem Mac in den Diskettenschacht stopfte – er konnte es lesen und schreiben. Als Teil der Apple-Gemeinde blickte man deshalb auf all die hinab, die sich mit Microsoft-Systemen herumschlagen mussten. Gleichwohl schwankte der Marktanteil von Apple-Systemen im Bereich der Eulerschen Zahl, lag teilweise deutlich unter der „Fünf-Prozent-Hürde“.

Diesen Marktstatus hat der Computerbauer aus Cupertino inzwischen weit hinter sich gelassen. Leider auch einige andere Eigenschaften, von der uneingeschränkten Nutzung verschiedenster Dateiformate – verwiesen sei auf die Diskussion um Flash-Inhalte – bis hin zu „Programmierfehlern“ wie der gerade bekannt gewordenen Speicherung von Positionsdaten von WLAN-Routern und Mobilfunkzellen. Folgt man den Kollegen des IT-Verlages Heise, lässt sich daraus immerhin ein eingeschränktes Bewegungsprofil erstellen – ohne dass der Anwender die Chance hat, diese Funktion abzuschalten. „Zufällig“ kann man mit den Daten auch eine Verkehrsdatenbank für Staumeldungen aufbauen. Um es klar zu sagen: Solche Datenbanken kann man ja aufbauen, aber bitte mit dem Einverständnis der Anwender. Das dürfte im Zweifel gar nicht so schwer zu erhalten sein, wenn man sich ansieht, wie bereitwillig häufig im Bereich „Social Media“ Daten preisgegeben werden.

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Warum diese Vorgeschichte? Weil sie zeigt, dass sich scheinbar Marktanteil und das Verhalten am Markt gegenseitig beeinflussen. Meiner Meinung nach kann man Apple heute für vieles kritisieren, was man früher nur Microsoft vorwarf. Da inzwischen auch Apples Betriebssystem auf gewöhnlicher Hardware läuft, ergeben sich für uns Software-Anwender daraus zwei zentrale Fragen: 1. Wie flexibel bin ich beim Einsatz eines Systems? Und 2.: Kann ich vorhandene (Alt-) Daten weiter verwenden? Beide Fragen werden noch wichtiger, wenn man vor der Wahl der richtigen Engineering-Software steht. Warum? Genannt sei hier nur ein Aspekt: Gerade im Maschinen- und Anlagenbau gibt es Produkte, die 30 und mehr Jahre im Einsatz sind. Da spielt die „Langzeitstabilität“ von Daten und Programmen eine wichtige Rolle. Denn wer kann heute noch problemlos auf Daten von 1981 zugreifen und diese auch wirklich nutzen? Insbesondere für Engineering-Daten aber gilt: In ihnen steckt, was findige Ingenieure einst erdacht haben. Sie sind im wahrsten Sinne des Wortes ein Schatz, den es zu bewahren gilt. Gute Software-Lösungen sollten diese Daten deshalb auch genauso behandeln. Für den Großteil meiner alten MS-DOS- und auch Apple-Programme gilt leider, dass ich sie heute nicht mehr nutzen kann.

Übrigens: Auch wir hegen einen Schatz – nämlich die Informationen, die wir Heft für Heft veröffentlichen. Dieser Schatz lässt sich nun „online“ noch besser heben. Was neu ist, lesen Sie auf den Seiten 14 und 15. Schauen Sie doch mal vorbei unter:

www.plm-it-business.de

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