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EditorialKleine Daten-Dienstwege

„Inseln statt Integration sind noch immer Realität“

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„Ich schicke Ihnen einfach die Excel-Tabelle zu.“ Das kennt fast jeder, der mit Geschäftspartnern Daten austauscht. Entweder bestehen keine eindeutigen Vorgaben von IT-Seite oder es wird öfter „der kleine Daten-Dienstweg“ gewählt. Dass dies weder sicherheitskonform, noch praxisgerecht ist und zudem zeitaufwändig, weiß eigentlich (fast) jeder. Wie groß das Ausmaß solcher Daten-Bypasslösungen ist, zeigt eine aktuelle Studie der Marktforscher von Forrester. Diese belegt, dass Unternehmen noch immer mit Integrationsinseln zu kämpfen haben. Aber auch, dass sie endlich ihre Kommunikation mit einer umfassenden Prozessintegrationsstrategie optimieren und so ihre Geschäftsergebnisse verbessern wollen. Als Thema der Untersuchung wählten die Marktforscher „Electronic Data Interchange (EDI) und B2B (Business-to-Business)-Anwendungen für den Datenaustausch und Dateitransfer zwischen Handelspartnern“. Befragt wurden weltweit 300 leitende IT-Manager.

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Die Umfrageergebnisse machen deutlich, dass die Unternehmen noch immer verschiedene IT-Lösungen nebeneinander nutzen und nach wie vor mit den Problemen zu kämpfen haben, die durch solche Integrationsinseln entstehen. „In den vergangenen zwanzig Jahren haben Unternehmen die Automation von B2B-Prozessen eher nach taktischen Gesichtspunkten gehandhabt. Einzelne Lösungen wurden bei Bedarf zusätzlich installiert, ohne jedoch umfassende Strategien zu entwickeln“, kommentiert Brian Gibb. Er ist Vice President bei Sterling Commerce, einem auf IT-Integrationslösungen spezialisierten Anbieter.

Dass Handlungsbedarf besteht, liegt auf der Hand, denn rund zwei Drittel der befragten Unternehmen tauschen derzeit mit etwa 60 Prozent ihrer Geschäftpartner auf elektronischen Weg Dokumente aus. Und etwa 42 Prozent der Befragten nutzen noch Tabellen und andere Textdateien für den Informationsaustausch. Klare Vorstellungen haben diese allerdings wie eine Neuordnung aussehen sollte: Die Integration mit anderen Anwendungen hat Vorrang (66 Prozent) und es müsste flexibel auf neue Geschäftsanforderungen reagiert werden können. Auch die Unterstützung kleinerer Partnerunternehmen ohne eigene EDI-Lösungen hat eine hohe Priorität (58 Prozent).

Generell streben die Befragten eine ganzheitliche Strategie zur Verbesserung der B2B-Integrationsfähigkeit ihres Unternehmens an und fordern eine einfachere Unterstützung für die Optimierung der Prozesse, eine umfassendere Kontrolle über den Dateitransfer sowie eine unkompliziertere Anbindung externer Partner an ERP-Systeme.

Die Umfrage zeigt, dass das Thema IT-Integration nichts an Aktualität verloren hat und gut vernetzte Unternehmen mit vorausschauenden IT-Strategien ihre Wettbewerbsfähigkeit sichern.

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