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EditorialIngenieure – mehr als Schraubendreher und Maschinenzeichner

Dieser Beitrag versucht eine Antwort auf das im letzten CAD-CAM Report erschienene Editorial des Chefredakteurs zu geben, insbesondere auf die Forderung an die Hochschulen, möglichst schnell möglichst viele Ingenieure mit Schnittstellenwissen zu anderen Bereichen auszubilden, um den Fachkräftemangel zu lindern.

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Editorial: Ingenieure – mehr als  Schraubendreher und  Maschinenzeichner

Nun, ganz so schlimm sieht es mit der Ausbildungsqualität nicht aus, denn an denjenigen Universitäten und Fachhochschulen, die PLM nicht nur als eine weitere Art der Verknüpfung von Rechnersystemen interpretieren, werden zukünftige Ingenieure mit möglichst vielen Aspekten des Produktlebenszyklus vertraut gemacht. Diese Aspekte werden in Übungen und Projektarbeit vertieft. Solche Ausbildungen bieten beispielsweise die Lehrstühle der ViP-Gruppe innerhalb des Berliner Kreises (siehe Kasten) an, und die Nachfrage bei den Studenten ist enorm.

Jeder ViP-Lehrstuhl hat seine Spezialisierung. Wir haben uns in Magdeburg auf die Integrierte Produktentwicklung (IPE) konzentriert, um durch umfangreiche Simulationen und Szenarienprüfungen zu erreichen, dass letztendlich nach Abschluss der Produktentwicklung möglichst keine Überraschungen mehr in Fertigung, Montage, Vertrieb, Nutzung, Wartung und Entsorgung auftreten können (gegen Werkzeugbruch und Produktmissbrauch sind wir natürlich machtlos). Dabei entwickeln wir ein Produkt nicht nur in seinen Funktionen, sondern gleichzeitig und gleichwertig in seiner Form (Industrial Design), seiner Handhabbarkeit (Ergonomie), seiner Herstellbarkeit, seiner Nachhaltigkeit und seines Preis-Leistungs-Verhältnisses. Die Studenten wenden die in der Ausbildung erlernten Kenntnisse in mehreren Projekten an, wobei es darum geht, als Team in einem zeitlich sehr engen Rahmen aus Produktideen (die in der Regel von der Industrie kommen) funktionsfähige Prototypen zu entwickeln und zu bauen. Diese breite Ausbildung gibt es seit dem Jahr 2000. Die Studenten der IPE kommen aus dem Maschinenbau, der Wirtschaftswissenschaft, der Informatik, der Arbeitswissenschaft, dem Sportgerätebau und der Psychologie, die sich natürlich erst einmal zusammenraufen müssen und sich so das erforderliche Schnittstellenwissen erwerben. Bislang fand jeder IPE-Absolvent einen guten Arbeitsplatz.

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Wenn Sie also, verehrter Leser, an exzellent ausgebildeten und motivierten Mitarbeitern Interesse haben, dann nennen Sie mir doch ein Produktproblem, das es wert ist, von einem motivierten Studententeam bearbeitet zu werden, Sie lernen dabei nicht nur Ihre zukünftigen Mitarbeiter kennen, sondern erhalten zudem noch eine geeignete Lösung Ihres Problems. Rufen Sie mich doch einfach an: 0391 – 67 - 18794.

Prof. Dr.-Ing. Dr. h.c. Sándor Vajna vajna@mb.uni-magdeburg.de Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg

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