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EditorialAuch das scheinbar Unmögliche sollten wir wagen

»Es gibt noch viel zu entdecken.«

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Gliese 581 kannte ich bislang zugegebenermaßen nicht. Angeblich einer der hundert Sterne, die unserer Sonne am nächsten sind. Was wiederum relativ ist – angesichts der über 20 Lichtjahre Distanz zwischen uns und Gliese 581. Ende September entdeckten Astronomen nun einen Planeten, der Gliese 581 umkreist. Das Besondere daran: Er hat den richtigen Abstand zu seiner Sonne, theoretisch könnte es also flüssiges Wasser auf ihm geben – zumindest aus Sicht der Menschen eine notwendige Voraussetzung für Leben. Unwillkürlich werden Fans der Reisen des Raumschiffs Enterprise dabei an so genannte ‚Klasse-M-Planeten‘ denken, doch ob es sich wirklich um einen bewohnbaren oder gar bewohnten Planeten handelt, wird sich erst noch zeigen müssen.

Wer nun meint, dass sich der Aufwand das zu erforschen bei dieser Entfernung nicht lohnt, da sie schier unüberbrückbar scheint, der irrt. Erst vor etwas mehr als 100 Jahren gelang es dem Menschen, mit kleinen Flugzeugen kurze Distanzen zurückzulegen. Heute steigen wir dagegen wie selbstverständlich in einen A380 oder eine B747 – um morgen auf der anderen Seite der Erde auszusteigen. 100 Jahre weiter, im 22. Jahrhundert, könnten sich also nicht nur diesbezüglich schon ganz andere Möglichkeiten ergeben haben. Auch solche, die uns heute als ‚unmöglich‘ scheinen.

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Welchen Stand die Computertechnik in hundert Jahren erreicht haben wird, ist ebenfalls eine spannende Frage. Noch Mitte des letzten Jahrunderts soll ja IBM-Gründer Thomas Watson den Bedarf deutlich unterschätzt haben, als er von weltweit vielleicht fünf Computern ausging. Doch Hand aufs Herz: Wer von uns wollte eine Prognose auch nur für die nächsten 50 Jahre wagen? Will heißen: Welche Möglichkeiten sich uns in der Zukunft bieten, können wir aus heutiger Sicht nicht abschätzen. Klar scheint nur: Heute ‚unmögliches‘ kann morgen ‚möglich‘ sein.

Wer etwa einen Blick auf die Anfänge von Simulationsrechnungen wirft – das können Sie in dieser Ausgabe auf Seite 46 aufgrund des Interviews mit Cadfem-Gründer Dr. Günter Müller tun – kann nur staunen, welches Potenzial schon heute in so genannten Multiphysik-Anwendungen steckt. Denn zwischen handcolorierten Auswertungen in diesem Artikel und heute liegen nur knapp 30 Jahre.

Rückblicke wie diese machen eines klar: Jeder, der die Ausgaben für Forschung & Entwicklung reduziert, spart an der falschen Stelle. Selbst wenn das, was da manchmal erforscht wird, zunächst unsinng erscheint. Wer weiß, ob wir nicht doch eines Tages zu Gliese 581 reisen können, um den Planeten dort selbst in Augenschein zu nehmen.

Diesen Artikel …
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