smart engineering - Industrie 4.0 aus einer Hand

Editorial

Verkehrte Welt: Wir alle sehnen uns nach Sicherheit. Wir kaufen Autos, die beim Crashtest die volle Punktzahl erreicht haben. In keinem Land der Welt werden so viele Versicherungen gegen alle möglichen Risiken des Lebens abgeschlossen. Und vom Staat erwarten wir Schutz in vielen Bereichen des öffentlichen Lebens. Aber: Für die Einbruchsicherheit in der eigenen Wohnung oder Haus und für die Abschottung unserer Computer und Netzwerke tun wir noch immer viel zu wenig. Im privaten Bereich ist das Risiko überschaubarer als in Unternehmen, denn hier kann es – im schlimmsten Fall – ums Überleben gehen. Insbesondere die gerade für deutsche Unternehmen wichtigen Werte, vor allem das Know-how, sind in latenter Gefahr. Wer glaubt, dass lediglich amerikanische und britische Geheimdienste im Netz unterwegs sind, der täuscht sich gewaltig. Das weltweite Interesse an Firmenwissen und Geheimnissen ist genauso gewaltig wie die Dimensionen der Web-Nutzung und der täglichen Kommunikation: Laut Schätzungen werden rund 2,2 Milliarden E-Mails täglich versendet, etwa 634 Millionen Websites sind online und etwa 51 Millionen kommen jährlich hinzu.

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Im Web wird sowohl aufs Geratewohl als auch ganz gezielt nach Daten gefischt. Obwohl Studien immer wieder behaupten, dass sich Unternehmen den Gefahren nicht bewusst sind, bezweifle ich das sehr. Zum einen wird eine Vielzahl dieser Studien durch die Anbieter von Sicherheitslösungen finanziert und lanciert, zum anderen sprechen seriöse Medienberichte eine andere Sprache und ich kann mich nicht erinnern, dass ich in den letzten zwei Jahren mit irgendjemanden gesprochen habe, dem die Problematik nicht bewusst war. In gewisser Weise sollten wir daher dem Ex-NSA-Mitarbeiter Edward Snowden dankbar sein, dass das Thema Datensicherheit inzwischen so oft und so vielfältig thematisiert wird wie nie zuvor.

Das größte Problem ist für viele IT-Verantwortliche, dass es eine Vielzahl von potenziellen Lücken in der Unternehmens-IT gibt – vom Webzugang über mobile Geräte bis hin zu unvorsichtigen Mitarbeitern. Außerdem sind alternative, sichere Software-Produkte oft zu kompliziert zu bedienen oder nicht so weit verbreitet wie beispielsweise Outlook von Microsoft. Dass es dennoch möglich ist, auch hier sichere Alternativen

einzusetzen, zeigt unser Beitrag ab Seite 34

.

Wer sich mit dem Thema Datensicherheit beschäftigen möchte oder muss, dem empfehle ich das umfangreiche Portfolio hierzu auf der Cebit im März. Neben der zentralen Anlaufstelle in Halle 12 sind Lösungen zur IT-Sicherheit in zahlreichen weiteren Angebotsschwerpunkten zu sehen. Auch im Konferenzprogramm werden Sicherheitsfragen diskutiert. „Das Thema ist so präsent wie noch nie auf der Cebit. Wir gehen davon aus, dass mehr als 500 Unternehmen Lösungen rund um IT-Sicherheit zeigen werden“, sagt Oliver Frese, Vorstand der Deutschen Messe AG, in Hannover.

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Welche Wirkung hat der Anblick von Robotern auf Menschen? Mit dieser Frage befasst sich das Team um Professor Markus Appel vom Campus Landau in einem aktuellen Forschungsprojekt. Mit ihrer Studien wollen die Forscher herausfinden, inwieweit wir Menschen künstliche Intelligenz als helfende Hand im Alltag akzeptieren oder ablehnen.

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