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EditorialBitte mehr Einsatz!

„Etwas mehr Zukunft sollten wir wagen!“
Der Hype bezüglich der Elektromobilität sei vorbei, berichtete die FAZ vor kurzem, die Bundesregierung verabschiede sich von dem Ziel, bis zum Jahr 2020 eine Million Elektroautos auf die Straße zu bringen. Und weiter: Die Industrie warne davor, dass ohne weitere staatliche Förderung das Ziel nicht erreicht werde, während die Regierung sich damit herausrede, dass die Batterieforschung sich hinziehe und nicht schnell genug (binnen zwei Jahren) leistungsfähige Energiespeicher zur Verfügung stünden – diese seien aber der Schlüssel zu allem.

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Diese Meldung lässt einmal mehr vermuten, dass uns leider die Fähigkeit abhanden kommt, uns langfristige, volkswirtschaftlich sinnvolle Ziele zu setzen und diese auch umzusetzen. Dass die Industrie nach Fördergeldern ruft, ist normal. Allerdings darf man die Frage stellen, ob nicht auch die betroffenen Unternehmen mehr investieren müssen – schließlich werden sie es sein, die eines Tages den Profit aus dieser Technologie ziehen wollen (und vermutlich werden). Seitens der Regierung ist richtig, dass sie prüft, ob Förderung Sinn macht. Allerdings sollte man meinen, dass eine Zwei-Jahres-Perspektive ein wenig zu kurz greift – schließlich sollte die Regierung eine langfristige Perspektive besitzen und verfolgen (auch wenn unser politisches System Zweifel daran aufkommen lässt).

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Gerade das Thema der Mobilität braucht aber eine langfristige Perspektive – und die Elektromobilität ist eine gute. Zumal Erdöl auf Dauer schlicht zu schade ist, um es zu verbrennen – die High-Tech-Materialien der Kunststoffindustrie wären ohne Erdöl nicht denkbar. Auch hinsichtlich des Kohlendioxid-Ausstoßs wäre der Elektroantrieb ein Fortschritt – so gesichert ist, dass der Strom für die Ladung der Akkus oder die Elektrolyse (Brennstoffzellen gibt es auch noch!) nicht aus mit fossilen Brennstoffen betriebenen Kraftwerken stammt. Womit sich der Kreis zur Energiepolitik insgesamt schließt – leider landet man hier umgehend beim Thema Netzausbau, bislang auch kein Highlight vorausschauenden Planens (hier könnte man übrigens ernsthaft darüber nachdenken, die teurere Erdverkabelung zu fördern und zu fordern – viele Probleme ließen sich damit lösen).

Tröstlich stimmen an dieser Stelle die Entwickler von CAE-Lösungen für Simulations- und Berechnungsaufgaben. Sie erweitern derzeit den Leistungsumfang ihrer Programme insbesondere hinsichtlich der Elektrochemie – und tragen damit ihren Teil dazu bei, dass den Batterieentwicklern adäquate Werkzeuge zur Verfügung stehen. Diesen Weg sollten alle Beteiligten weiter verfolgen! Die ansonsten von der Elektromobilität betroffenen Unternehmen und die Regierung könnten sich hieran ein Beispiel nehmen.

Übrigens: Aufmerksamen Lesern dürfte aufgefallen sein, dass das Hoppenstedt-Logo auf der Titelseite fehlt. Doch keine Sorge: Rückwirkend zum 1. Januar 2012 hat die WEKA Firmengruppe alle Geschäftsanteile der Hoppenstedt Publishing GmbH von der schwedischen Bisnode Gruppe übernommen. Aus Hoppenstedt Publishing ist damit nun WEKA BUSINESS MEDIEN geworden. Außer dem Unternehmensnamen haben sich damit aber nur unsere E-Mail-Adressen geändert – alle anderen Kontaktdaten sind geblieben.

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