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EditorialAbhängigkeiten

Viele kennen die Ohnmacht gegenüber marktbeherrschenden Anbietern. Die Preisentwicklung für Strom, Öl und Gas haben Privatleute wie Unternehmen in jüngster Zeit das Fürchten gelehrt. Sie fühlen sich diesen Oligopolisten schutzlos ausgeliefert. In der Kommunikationstechnologie hingegen hatte man sich schon daran gewöhnt, die teils willkürlich gebündelten Produkt- und Servicepakete der Festnetz- und Mobilfunkbetreiber (fast) klaglos abzunehmen. Doch auch in der IT-Branche sind diese Machenschaften immer wieder feststellbar.

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Aktuell beklagen sich die Kunden des weltweit größten Herstellers von betriebswirtschaftlicher Standardsoftware über eine kräftige Preiserhöhung für Wartungsleistungen. Von fast 30 Prozent berichten die Kunden. Zum Vergleich muss man wissen, dass dieser Kostenblock in der Regel rund 25 Prozent der Lizenzkosten ausmacht. Das bedeutet außerdem, dass der Kunde für eine großzügige Lizenzorder indirekt abgestraft wird. Großkunden haben sich dagegen gewehrt und erreicht, dass der Aufwand für die Betreuung und Unterstützung nicht mehr linear, sondern degressiv zum Vertragswert verläuft. Solche Verhaltensweisen sind den IT-Verantwortlichen ein Dorn im Auge, denn sie belasten ihre Budgets stark und engen den Spielraum für andere wichtige Projekte ein. Die Großkunden werden hofiert, mit den Kleinen wird noch nicht einmal geredet. Besonders die IT-Leiter der mittelständischen Unternehmen beklagen sich über diese Praxis und haben sich bereits in Interessensgemeinschaften organisiert. Dass es sich dabei um keinen Einzelfall handelt, darüber berichten Anwender seit Jahren. Hier ist es der amerikanischer Marktführer für Datenbanken, der ebenfalls die Preise für seine Produkte und die Wartung zweistellig angehoben hat. Dort der Herrscher über Betriebssysteme und Office-Produkte, deren Funktionalität und Zusammenwirken mit Fremdsystemen weniger nach den Bedürfnissen der Kunden entwickelt werden, sondern vielmehr den eigenen Strategien folgen, um die Marktvorherrschaft zu sichern. In die Preisgestaltung lässt er sich sowieso nicht reinreden.

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Zwar werden die Preiserhöhungen immer mit Mehrwerten garniert. Diese sind jedoch allzu oft eher theoretischer Natur und gehen an den Praxisbedürfnissen schlicht vorbei. Vor allem die kleinen und mittelständischen Unternehmen fühlen sich hier regelrecht ausgeliefert. Aber gerade sie haben durchaus Möglichkeiten, um Alternativen zu suchen und umzusetzen. Denn meist sind sie nicht durch Konzernentscheidungen gebunden, haben also die freie Wahl. Und es gibt durchaus Alternativen – sowohl bei System-Software als auch bei den Anwendungen. Es muss zum Beispiel nicht das komplette Portfolio des marktbeherrschenden Anbieters sein. Business-Software lässt sich durchaus mit Bausteinen anderer Hersteller kombinieren. Und bei den führenden Systemen wie beispielsweise ERP oder PDM sind viele zuverlässige mittelständische Anbieter mit guten Produkten unterwegs, mit denen auf Augenhöhe verhandelt werden kann.

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