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Daten Management: Intelligentes Stammdatenmanagement bei Unilever
ine effiziente, zuverlässige und qualitätssichernde Handhabung der Produktstammdaten gehört für jedes größere Unternehmen zur Pflichtaufgabe - andernfalls drohen massive Probleme im operativen Geschäft. Typische Gründe hierfür sind unklare Regelungen bei den Zuständigkeiten für die Stammdatenpflege, Fragmentierung von Daten und Prozessen sowie mangelndes Reporting und Fehlermanagement. Um diese und ähnliche Probleme zu vermeiden setzt der Konzern Unilever mittlerweile europaweit auf die Lösung des Hamburger Software-Entwicklers Systrion. Mithilfe des Systems werden Stammdatenprozesse vollständig abgebildet, eine uneingeschränkte Zugänglichkeit sichergestellt und die Daten einer regelmäßigen Prüfung unterzogen.

Der niederländisch-britische Konzern Unilever ist primär in der Produktion von Haushaltsreinigern, Körperpflegeprodukten und Lebensmitteln tätig. Zum Portfolio, welches insgesamt 400 Marken in über 14 Kategorien enthält, gehören unter anderem bekannte Vertreter wie Langnese, Dove oder Axe. Mit weltweit mehr als 165.000 Mitarbeitern in über 100 Ländern – davon rund 5.500 in Deutschland – gehört der Konzern zu den Marktführern in seiner Branche. Die Tatsache, dass nahezu 160 Millionen Mal am Tag irgendwo auf der Welt ein Unilever-Produkt verkauft wird, setzt eine optimale Organisation und Strukturierung der Unternehmensprozesse voraus. Ein wichtiger Bestandteil hiervon ist das Produktstammdatenmanagement.

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Auf der Suche nach dem Optimum


Um in diesem Bereich optimal aufgestellt zu sein und bestehenden Problemen Herr zu werden, wurde vor circa vier Jahren im Hamburger Sitz der Unilever-Organisation für die Länder Deutschland, Österreich und Schweiz (DACH) gemeinsam mit der Hamburger Systrion AG das langfristige und komplexe Projekt Prisma auf den Weg gebracht. Erklärtes Ziel war es dabei, das Stammdatenmanagement so zu optimieren, dass die zentrale Verfügbarkeit von korrekten und konsistenten Stammdaten sichergestellt ist, um beispielsweise die Änderungen von Preisen oder Verpackungen wesentlich leichter zu ermöglichen und vorhandene Informationen den entsprechenden Abteilungen zugänglich zu machen. „Bis zu diesem Zeitpunkt wurden die Daten manuell aus den jeweiligen EDV-Systemen in ein Excel-Format übertragen, welches dann per E-Mail weitergeschickt wurde. Ein Vorgehen, welches das Fehlerpotential natürlich deutlich vergrößert hat“, berichtet Michael Friebel, Head of Information and Data Management DACH. Die Folge: Neben einem erheblich höheren Zeitaufwand konnten beispielsweise unkorrekt nachgehaltene Preise zu Rechnungsdifferenzen führen. Weitere negative Begleiterscheinungen einer umständlichen Stammdatenpflege, bei der Pflegeprozesse fragmentiert sind und somit eine konsistente Datenqualität nicht gewährleistet werden kann: Eine eingeschränkte Auskunftsfähigkeit gegenüber Geschäftspartnern und Endkunden, Verzögerungen in der Produktentwicklung oder konkrete Probleme im Supply Chain Management, wie beispielsweise zu hohe oder zu niedrige Bestände.

Um dem entgegenzuwirken beziehungsweise vorzubeugen, wurde der Hamburger Software-Entwickler Systrion – der durch frühere Projekte bei Unilever bereits Prozesswissen sammeln konnte – mit der Implementierung einer passenden Lösung beauftragt. „Eine gute Basis war bereits vorhanden, woraus die Idee entstanden ist, Bestehendes auszubauen und zu ergänzen. Dabei standen vor allem die Optimierung der Einrichtung von Workflows und die Möglichkeit, zentral aus dem System heraus Preislisten drucken zu können, im Vordergrund“, so Rainer Rusch, Unilever Deutschland GmbH Customer Development Operations (CDO) Manager, dessen Abteilung maßgeblich zur Entwicklung beigetragen hat. Herangereift ist dabei eine umfangreiche und konfigurierbare Lösung, die den Anforderungen voll und ganz gerecht wird.


Ein neues Zeitalter des Stammdatenmanagements

Durch die Zusammenführung einer äußerst heterogenen Systemwelt in einer einzigen zentralen Lösung konnte der Zeitaufwand bei der Erstellung der Preislisten um 80 Prozent reduziert und die Datenqualität von 55 auf 99,2 Prozent deutlich erhöht werden. Insgesamt das Ergebnis einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit, wie Rainer Rusch unterstreicht: „Die Abstimmung hat sich sehr gut gestaltet und funktionale Spezifikationen wurden problemlos umgesetzt und programmiert. Dabei ist eine anwenderfreundliche Lösung entstanden, die es Neueinsteigern ermöglicht, ohne Schulung damit umzugehen.“ Mittlerweile nutzen bei Unilever DACH 700-800 zufriedene Anwender aus unterschiedlichen Unternehmensbereichen die Lösung. Wobei die größte Auszeichnung für Systrion und auch die an der Kooperation beteiligten Abteilungen bei Unilever sicherlich der Umstand ist, dass das System mittlerweile europaweit zum Einsatz kommt. -sg-



Philip Kühn, Schenefeld

Unilever, Hamburg, Tel. 040/3493-0, http://www.unilever.de

Systrion, Hamburg, Tel. 040/556194-0, http://www.systrion.com

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