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PLM-Technologie - Datenmanagement in der Fertigung

PLM-TechnologieDatenmanagement in der Fertigung

In der Fertigung nimmt die Zahl an verbauten IT-Komponenten zu. Die Anzahl und Größe der generierten Dokumente oder Zeichnungen steigt stetig und damit auch die Datenmenge, die effizient verwaltet werden muss.

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Datenmanagement in der Fertigung

Darüber hinaus verschmelzen die einzelnen - früher klar abgegrenzten - Prozesse Entwicklung, Produktion, Vertrieb und Verwaltung immer mehr. Auch dadurch werden an das Datenmanagement komplexere Anforderungen gestellt. Wie muss ein modernes Datenmanagement also aufgestellt sein, um eine effiziente Fertigung zu gewährleisten?

Das Datenmanagement umfasst weit mehr als lediglich die Verwaltung des Datenaufkommens in einem Unternehmen. Speicherung, Analyse und Verfügbarkeit sind essentielle Faktoren, die über die Rentabilität entscheiden - insbesondere im Bereich der Fertigung. Produktionsanlagen werden immer größer und die generierten Datenmengen nehmen stetig zu. Auch die Anforderung an ihr Management steigen: Prozess- sowie Materialdaten, CAD-Zeichnungen oder CAM-Daten müssen für jedes Produkt organisiert und aufbereitet werden. Die technische Dokumentation wird immer umfangreicher und muss zumeist revisionssicher abgelegt werden, da sich produzierende Unternehmen gegen Haftungsansprüche absichern müssen. Auf der anderen Seite müssen alle Fertigungsprozesse möglichst transparent abbilden werden.

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Experten sind sich sicher: Für einen verlässlichen Informationsaustausch innerhalb des Unternehmens sowie letztlich für dessen Wettbewerbsfähigkeit ist ein modernes Datenmanagement heute unerlässlich.

Datenmanagement

Ganzheitlicher Ansatz
Ein Datenmanagement, das aus Insellösungen besteht, die nur bestimmte Bereiche der Fertigung abdecken, reicht nicht mehr aus. Zum einen erschwert ein solches Szenario das Zusammenspiel zwischen den einzelnen Lösungen, zum anderen ist die Möglichkeit der Auswertung und Korrelation der Daten erheblich aufwendiger. Ein modernes Datenmanagement bietet einen ganzheitlichen Ansatz, der sich über den kompletten Fertigungsprozess erstreckt. Wie stellt sich das konkret dar?

Basis eines effizient organisierten Datenmanagements ist die Erfassung des Ist-Zustands, der Analyse der vorhandenen Daten in Bezug auf deren Alter und die Häufigkeit der Zugriffe. Der IT-Dienstleister sollte dabei nicht nur das Management an sich bedienen, sondern auch Technologien zur Datenablage, -archivierung und -wiederherstellung, letzteres im Fall von Störungen oder Maschinenausfälle, zur Verfügung stellen. Dabei gilt es organisatorische Aspekte nicht aus den Augen zu verlieren. Faktoren, wie viel Zeit ein Backup benötigt oder wie es am besten umgesetzt werden kann ohne dass die Performance der IT-Infrastruktur oder anderer Geschäftsprozesse darunter leidet, sind von großer Bedeutung für die Performance der gesamte IT Infrastruktur. In der Fertigungsindustrie wird häufig rund um die Uhr in Schichten gearbeitet. Dementsprechend verteilen sich die Datenlasten auf die IT-Infrastruktur. Derartige spezielle Eigenschaften müssen in dem Gesamtkonzept berücksichtigt werden.

Eine Frage der Technologie
Anders als beispielsweise in einer klassischen Nutzerumgebung werden Daten in der Fertigung meist nicht von vielen einzelnen Clients erzeugt, sondern von wenigen Stationen viele, meistens sehr kleine Datenpakete generiert. Darunter fallen etwa Sensordaten, Produktionsdaten oder Seriennummern. Daher stellt für Storage-Systeme in erster Linie nicht das reine Datenvolumen eine Herausforderung dar, sondern das Management der hohen Anzahl der erstellten Files. Ein gutes Datenmanagementkonzept in der Fertigung zeigt sich an einer performanten Handhabung der großen Anzahl von Dateien.

Für solche Herausforderungen spielt nicht nur die Auswahl des Storage-Systems oder der Server eine entscheidende Rolle. Die zentralen Fragen lauten: In welcher Struktur können die Daten gemanagt werden und welche Technologie stellt dieses Management zur Verfügung? Welche der anfallenden Daten müssen sicher und schnell verfügbar sein und welche Daten können in ein – wie auch immer geartetes – Archiv verschoben werden, um die Menge an Dateien in der aktiven File-Struktur zu minimieren?

Hohe Verfügbarkeit sicherstellen
Gerade in der Fertigungsindustrie kommt der Verfügbarkeit von Daten eine entscheidende Rolle zu. Die rasche Wiederherstellung im Fall einer Störung reduziert die Ausfallkosten. So gehört zur Evaluierung der Anforderungen an die IT-Infrastruktur auch die Definition, wie viel Zeit während eines Störfalls verstreichen darf, bis die Daten wieder hergestellt sind (Recovery Time Objective) beziehungsweise wie viele Daten maximal verloren gehen dürfen (Recovery Point Objective). Darüber hinaus ist zu klären, inwiefern sich diese Definition auf verbundene Arbeitsprozesse auswirkt.

Anders gesagt: Je schneller das Backup-System arbeitet, desto höher fällt die Datenverfügbarkeit aus. Jedoch existiert eine Vielzahl an Storage- und Backup-Lösungen, mit denen sich gespeicherte Daten kopieren, replizieren, spiegeln oder komprimieren lassen. Einige dieser Funktionen können sich gegenseitig behindern und wirken sich dann negativ auf die Performance des Backup- und Storage-Systems aus. Daher umfasst eine effiziente Datenmanagementlösung auch die Applikationsebene und stellt sicher, dass sich die einzelnen Anwendungen nicht gegenseitig ausbremsen.

Ein kostenoptimierter Ansatz im Bereich Backup ist etwa Backup-as-a-Service. Die Performance im aktiven Storage-System lässt sich durch unterschiedliche Speicher-Tiers erhöhen. Ebenso reduziert ein optimales Archivkonzept den Speicherbedarf der einzelnen Tiers, denn Daten, auf die eher selten zugegriffen wird, machen einen Großteil des gesamten Datenvolumens aus. Durch ein optimiertes Datenmanagement können Fertigungsunternehmen auf diese Weise langfristig die Kosten der aktiven Storage-Umgebung reduzieren, indem Daten, die beispielsweise nur noch zur Recherche oder aus rechtlichen Gründen vorgehalten werden müssen, auf ein günstigeres Speichermedium abgelegt werden. Gleichzeitig werden diese Daten nicht mehr im Backup berücksichtigt, was zu einer Entlastung der IT-Infrastruktur führt. Die Backup-Fenster werden effektiver genutzt und im Falle einer Störung können Daten schneller wieder hergestellt werden, da das Volumen auf den aktiven Storage-Systemen ebenfalls reduziert wurde. Auf diese Weise trägt ein gut organisiertes Datenmanagement zur Kostenreduzierung im Maschinen- und Anlagenbetrieb bei. -sg-

Autor: Thomas Ulrich, Practice Manager Data Management bei der Dextradata GmbH

Dextradata, Essen, Tel. 0201/95975-0, http://www.dextradata.com

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