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IT-Report 2016Maschinenbau treibt Digitalisierung voran

Der VDMA IT-Report 2016 für den Maschinen- und Anlagenbau gibt einen aktuellen Einblick in die Investitionsvorhaben sowie die Beurteilung der IT-Trendthemen. Insgesamt haben 100 Unternehmen aus der Branche an der im Sommer durchgeführten Erhebung teilgenommen und zeigen, dass im Zusammenhang mit dem allgemeinen Digitalisierungswunsch besonders die Bedeutung der Trendthemen noch einmal deutlich angestiegen ist.

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Top-10-Investitionsbereiche

Im Vergleich zu den vorangegangenen IT-Studien des VDMA setzen Maschinenbauunternehmen mit ihren aktuellen Investitionsplänen bis 2018 nun zum Teil neue Schwerpunkte. Beispielsweise sind Redaktions- und Content-Management-Systeme etwa für technische Produktdokumentationen, die in der Vergangenheit eher auf den hinteren Investitionsrängen zu finden waren, jetzt an die Spitze gerückt. Auch Lösungen für die Maschinendatenerfassung (MDE) stehen aufgrund zahlreicher Industrie 4.0-Projekte und der zunehmenden Digitalisierung in der Produktion im Fokus der Branche. Gleiches gilt für die Aus- und Weiterbildung, denn E-Learning Lösungen vereinfachen die Wissensvermittlung für Mitarbeiter nicht nur vor Ort, sondern vor allem weltweit. Webshops und digitale Ersatzteilkataloge kletterten schon 2014 erstmals unter die zehn am häufigsten genannten Investitionsbereiche und werden bis 2018 den Einsatz im Maschinenbau mit einem Neuinvestitionsanteil von rund 60 Prozent ebenfalls deutlich vergrößern. Das Gleiche gilt für Dokumenten Management, CRM- und Business Intelligence Systeme. Rund 50 Prozent der jeweils angedachten Projekte sind Neueinführungen.

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App-Anwendungen etablieren sich
Weiter fortgesetzt hat sich der vergleichsweise rasante Bedeutungszuwachs von Apps im industriellen Umfeld. Hatten 2014 die smarten „Softwarehelfer“ nur für rund 42 Prozent der befragten Unternehmen eine Relevanz, so sind es in diesem Jahr bereits 76 Prozent. Für rund die Hälfte dieser Unternehmen haben Apps sogar eine mittlere bis sehr hohe Bedeutung für die Unternehmensprozesse, was sich auch in den Anwendungen widerspiegelt. Denn mehr als 50 Prozent der befragten Maschinenbauer haben externe oder eigenentwickelte Apps im Einsatz. Bis auf den Bereich Unternehmens-IT (ERP, CRM), der nahezu unverändert blieb, konnten alle anderen Anwendungsfelder ihren Einsatzanteil gegenüber 2014 deutlich erhöhen. Dabei haben bei Corporate Publishing, Webshop / Katalog, Engineering und Produktion & Service die eigenentwickelten Apps Ihren Vorsprung vor den externen Angeboten weiter ausgebaut.

Cloud-Lösungen verändern IT-Landschaft nachhaltig
Nach anfänglich verhaltener Einsatzbereitschaft haben sich Cloud-Lösungen im Maschinenbau nun aufgrund des umfangreichen Angebotes am Markt, verbesserter technischer Voraussetzungen und des gestiegenen Bedarfes nach „schnell“ einsatzfähigen Lösungen einen festen Platz in der IT-Landschaft erobert. Mehr als 80 Prozent der befragten Maschinenbauer messen diesem Thema mittlerweile eine Bedeutung für das Unternehmen bei. Für die Hälfte der Unternehmen haben Cloud-Lösungen sogar eine mittlere bis sehr hohe Bedeutung. Insgesamt ist der Einsatzanteil in allen Anwendungsfeldern gegenüber 2014 gewachsen. Den höchsten Anstieg haben Bewerbermanagement (+83 Prozent), Office Anwendungen (+59 Prozent) und CRM-Lösungen (+51 Prozent) verzeichnet. Dabei haben die „Private Clouds“ in mehreren Bereichen Ihren Vorsprung gegenüber den „Public Clouds“ weiter ausgebaut. Auch für die nächsten zwei Jahre ist mit einem weiteren Anstieg bei der Nutzung von Cloud-Lösungen zu rechnen, wie die Planungen der Unternehmen verdeutlichen.

Big Data Anwendungen stehen noch am Anfang
Auch wenn Big Data (Analytics) im Zusammenhang mit Industrie 4.0 bereits viel diskutiert worden ist, stehen die Unternehmen hier noch am Anfang. Für jedes zweite Maschinenbauunternehmen hat das Thema allerdings heute schon eine mittlere bis sehr hohe Bedeutung. Auch die ersten Anwendungen sind bereits im Einsatz. Insgesamt 16 Prozent der befragten Maschinenbauer verwenden entsprechende Lösungen. Vorreiter mit einem Einsatzanteil von 10 Prozent sind der Service und die Instandhaltung. Auf den weiteren Plätzen folgen Produktion (8 Prozent), Logistik (4 Prozent) und Marketing (3 Prozent). Der heute vergleichsweise noch geringe Anwendungsanteil wird in den kommenden zwei Jahren deutlich ansteigen. Rund ein Viertel der Befragten plant bis 2018 entsprechende Einführungen.

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