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Daten und ProzesseDen Datenaustausch radikal vereinfachen

Mit einer neuen, offenen Architektur basierend auf der Software-Lösung Workspaces als universellem Container verspricht das Bremer IT-Unternehmen Contact, die unternehmensübergreifende Zusammenarbeit mit Partnern und Zulieferern auf eine neue Grundlage zu stellen. Workspaces bietet Unternehmen mit verteilter Wertschöpfung entlang der Engineering Supply Chain den Schlüssel für den einfachen und reibungslosen Austausch der Produktdaten.

Daten und Prozesse: Den Datenaustausch radikal vereinfachen

Laut einer im August 2009 veröffentlichten Umfrage des sendler/circle ist die global verteilte Entwicklungszusammenarbeit heute die größte Herausforderung. Dies betrifft immer mehr auch gemeinsame Projekte mit Kunden, Lieferanten und Partnern. Das vermeintliche Idealbild, wo alle direkt im selben, zentralen System des OEM beziehungsweise Auftraggebers arbeiten, hilft hier nicht. Es erfordert rigide, inflexible Verfahren und Standards und verhindert die Zusammenarbeit unter Partnern auf Augenhöhe. Workspaces funktionieren anders. Entscheidend dafür ist, die Idee des "Single Source of Truth" im Sinne der festen Verbindung definierter Inhalte mit einem bestimmten System zu hinterfragen. Dass leistungsfähige PLM-Systeme ihren Content bei Bedarf auch hoch performant lokal und repliziert in einem interkontinentalen Netzwerk bereitstellen, kann noch grundsätzlicher gedacht werden: Es gibt keine Originale, und das Netz ist "Single Source of Truth". Ausgehend von einem frei wählbaren Kollaborationskontext wie einem bestimmten Projekt werden über das Netz (das Internet) ereignis- oder bedarfsgesteuert ausschließlich Änderungen zwischen den beteiligten Knoten propagiert. Repositories für die Selbstorganisation sind Workspaces (virtuelle Arbeitsräume). Ein einzelner Workspace repräsentiert und strukturiert den Content eines Anwenders bestehend aus Hintergrundinformationen wie etwa Bauraumdaten und den eigentlichen Arbeitsgegenständen wie zum Beispiel den zu modifizierenden Komponenten einer Baugruppe. Anwender können beliebige Workspaces parallel anlegen und nutzen, um etwa Kunden, Produkte, Projekte oder Varianten zu unterscheiden und jeweils in einem dedizierten persönlichen Kontext zu arbeiten. Die Objekte und Arbeitsgegenstände in einem Workspace sind Dateien und Dokumente beliebigen Typs wie CAD-Modelle und Spezifikationen oder Berechnungen in Form von Office-Dokumenten. Hinzu kommen bei Bedarf produkt- und prozessrelevante Daten wie beispielsweise Auszüge aus der Anforderungs-, Funktions- und Produktstruktur, die nicht als Dokumente vorliegen.

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Lokales Content Management

Das Workspace Management stellt Funktionen bereit, die dem Anwender helfen, diesen Content einfach zu organisieren. Die Funktionen gliedern sich grob in das Zusammenspiel mit den Autorensystemen, Kollaboration/Synchronisation und lokales Content Management. Ein Beispiel für solche Funktionen sind Snapshots: Die Möglichkeit, auf Knopfdruck den aktuellen Stand eines Workspace einzufrieren und damit Zustände wie etwa beim Austausch einer Baugruppe mit einem Zulieferer nicht nur zu dokumentieren, sondern später wieder vergleichbar zu machen, wenn beauftragte Änderungen zurück fließen. Im Sinne einer offenen Architektur können neue Funktionen wie beispielsweise die automatische Ermittlung von Spiegelteilen über eine definierte Schnittstelle im Sinne von "Plug-Ins" einfach integriert werden. Das Workspace Management ist damit flexibel an die Belange bestimmter Branchen, Disziplinen und Autorensysteme anpassbar. Ein Schwerpunkt von Workspaces ist das Content Management für die im Unternehmen verwendeten CAD-Systeme. Die Schnittstelle zum jeweiligen System und seinen Besonderheiten ist gekapselt. Unternehmen profitieren damit insbesondere in Multi-CAD-Umgebungen von einer einheitlichen Oberfläche, geringerem Schulungsaufwand und sofort in der Breite wirksamen Funktionserweiterungen. Anwender eines bestimmten CAD-Systems profitieren von der Produktsicht in ihrem Workspace erweiterbar um Office-Dokumente, Produktstrukturen etc.

Unternehmensübergreifende Zusammenarbeit

Workspaces können in ihrer Funktion als Daten-Container bedarfs- oder ereignisgesteuert im Prinzip allein anhand von Änderungen in zeitlicher Folge synchronisiert werden. Was dies konkret bedeutet, soll am Beispiel der unternehmensübergreifenden Zusammenarbeit beleuchtet werden. Unterschiedliche Unternehmen können Workspaces entsprechend ihren Bedürfnissen einsetzen: Als reinen Content-Container, in Verbindung mit dem Workspaces Management, um dessen besondere Funktionen zu nutzen, und schließlich bei Bedarf mit dem eigenen PLM- oder ERP-System. Die Zusammenarbeit mit anderen Unternehmen besteht ausschließlich in der Synchronisation des Workspace-Content. Die Szenarien sind flexibel gestaltbar: Beginnend beim Austausch per E-Mail, im Peer-to-Peer Verfahren bis hin zur Nutzung eines zentralen Collaboration Portal oder SOA Access Point, hinter dem ein PLM Backbone geschaltet ist, der als globaler Synchronisationspunkt dient.

Beispiel Collaboration Portal

Einer der wichtigsten Anwendungsfälle in der unternehmensübergreifenden Zusammenarbeit ist der kontinuierliche Austausch von Produktdaten im Auftrags- und Projektkontext. Die größte Herausforderung besteht dabei in der reibungslosen und einfachen Kommunikation von Änderungen, Zwischen- und Endergebnissen. Mit andere Worten: Es geht nicht um das Prinzip "Fire & Forget", sondern um die kontinuierliche Synchronisation der sich ändernden Produktdaten zwischen den beteiligten Unternehmen. Für die Kommunikation mit Lieferanten und Partnern bietet Contact mit dem Collaboration Portal eine neue, Web-basierte Plattform. Auftrags- und projektbezogen und unter Berücksichtigung des Know-how-Schutzes können Workspaces über diese Plattform unternehmensübergreifend ausgetauscht und aktualisiert werden. Gerade große und komplexe Baugruppen verursachen im Änderungsfall hohen zeitlichen Aufwand, um diese Änderungen in der eigenen Umgebung nachzuführen. Workspaces und der Workspace Manager bieten hier besondere Funktionen an, die den Anwender gezielt bei seinen Aufgaben unterstützen: Ein intelligenter Import assistiert während des Importprozesses, indem etwa neue und geändert Elemente besonders hervorgehoben und Folgeaktionen wie das Ersetzen oder Versionieren entsprechender Elemente zur Auswahl gestellt werden. Ein jederzeit aufrufbarer Baugruppenvergleich zeigt die genaue Historie von Baugruppen und Bauräumen an. Er identifiziert neue, gelöschte und ersetzte Komponenten, und zeigt geänderte Lageinformationen von Komponenten an. Besondere Filter unterstützen schließlich OEM-spezifische Verfahren wie beispielsweise VW/Davos oder KVS zur automatischen Behandlung von Modellpaketen und Dateinamenskonventionen.

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