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Neues/InteressantesAus- und Weiterbildung bedeutet Wertschöpfung

Das Zitat »Nach dem Spiel ist vor dem Spiel« gilt auch bei den zyklisch auftauchenden Wirtschaftskrisen. Die Aus- und Weiterbildung im CAD/PDM-Bereich ist ein Punkt, auf den dieses im Besonderen zutrifft. Ein spezielles Augenmerk ist dabei auf Ausbildungskonzepte, -qualität und -inhalte zu richten, um die Investition zu einem wirtschaftlichen Erfolgsfaktor zu machen.
Neues/Interessantes: Aus- und Weiterbildung bedeutet Wertschöpfung

Wussten Sie,

dass Ingenieure in Deutschland durchschnittlich 4,45 Tage pro Jahr weitergebildet werden?

dass 75 Prozent des Produktivitätswachstums eines Landes von Informationstechnologie generiert wird?

dass in Deutschland im europäischen Vergleich nur 36 Prozent der Weiterbildungsinvestitionen in diesen Bereich gehen?

dass PDM mittlerweile ein elementarer Bestandteil in der Konstruktionsarbeit ist?

Ein Land wie Deutschland, das einen großen Teil seiner Wertschöpfung durch seine Innovationsfähigkeit erzielt, benötigt einen Know-how-Vorsprung, um auch in Zukunft seine führende Rolle beizubehalten. Speziell die Ausbildungskampagnen der Bundesregierung sollen hier für einen entsprechend qualifizierten Nachschub sorgen. Dieselbe Bedeutung hat das Thema allerdings auch für die hochqualifizierten Berufstätigen, denn bei den heutigen Innovationszyklen ist in allen Branchen für Investitionsgüter beziehungsweise der fertigenden Industrie eine kontinuierliche, lebenslange Weiterbildung erforderlich. Diese Investition erfolgt, denn statistisch erhält heute jeder Ingenieur durchschnittlich 4,45 Tage Ausbildung pro Jahr (Quelle: Umfrage des VDI Wissenforums für 2008).

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CAD/PDM-Ausbildung im Blickpunkt

Diese Aktivitäten in einer Krise zu reduzieren, bedeutet kurzfristig zwar eine schnelle Einsparung von Kosten, langfristig ist es allerdings gleichbedeutend mit einer Dequalifizierung des Personals, was wiederum die Wettbewerbsfähigkeit schwächt.

Interessanterweise lassen sich geringere Wertschöpfungszuwächse in einem Land unmittelbar auf mangelnde IT-Aus- und Weiterbildung zurückführen. Eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) belegt dies eindrucksvoll, denn 75 Prozent des jährlichen Produktivitätswachstums werden durch die Nutzung von Informationstechnologie generiert. Dennoch werden nur 36 Prozent der jährlichen Weiterbildungsmaßnahmen der Unternehmen in diesem Bereich investiert. Im europäischen Vergleich liegt Deutschland hier auf einem der letzten Ränge. Die Studie sieht auch hier einen der Gründe, warum der Wertschöpfungszuwachs pro Beschäftigten ebenfalls geringer ausfällt als bei anderen, vergleichbaren europäischen Ländern.

Für die Schlüsselrolle, die die fertigenden Unternehmen heute in Deutschland spielen, trifft diese Studie natürlich auch auf die kreativen Tätigkeiten in der Produktentwicklung zu. Besonders die Themen CAD/PDM haben in den letzten Jahren erhebliche Innovationssprünge erlebt, deren Vorzüge aber nur in einem geringen Maße bei den Anwendern der Systeme angekommen sind.

Ausbildungskonzepte mit Grundlagen und Spezialwissen

CAD- und PDM-Lösungen beinhalten heute eine Vielzahl an Funktionalitäten, von denen jeweils nur ein gewisser Teil in den jeweiligen Unternehmen benötigt wird. Die CAD-Technologie wird um Komponenten wie das freie Modellieren (zum Beispiel Synchronous Technology, Explicite Modeling) erweitert. PDM-Software wird der Explorer für den Konstrukteur. Damit verändert sich auch die Aufgabenstellung für die CAD- und PDM-Ausbildung. Ging es in der Vergangenheit in erster Linie darum, einem CAD-Anwender das Wissen über alle im CAD-System vorhandenen Funktionen zu vermitteln und die Anwendung im Unternehmen dann seinen experimentellen Fähigkeiten zu überlassen, so ist dies bei immer mehr Teamarbeit und schlanken, aber durchgängigen Unternehmensprozessen vollständig anders. Die frühere Vorgehensweise gleicht der theoretischen Vermittlung aller Verkehrsregeln und Verhaltensweisen eines Autos, ohne einen Praxisanteil. Würden Sie jemandem Ihr Auto überlassen, wenn er nur eine theoretische Prüfung bestanden hat?

Heutige Ausbildungskonzepte müssen aus einer Grundlagenvermittlung bestehen und eine Spezialisierung in mehreren Schritten vom Grundwissen bis hin zum Expertenwissen ermöglichen. Dies muss zusätzlich wirtschaftlich bezahlbar sein. Trainer und Berater, die dies leisten können, sollten aber auch in der Lage sein, betriebsinterne Anforderungen – wie Teamarbeit, Änderungskonstruktion und Teilefamilien – praxisnah und vor allem einfach auf Themen wie Konstruktionshandbüchern, freies Modellieren oder Parametrik abbilden zu können. Der Konstruktionsmethodik kommt immer noch eine hohe Bedeutung zu, insbesondere wenn ein Bauteil später von einem anderen Konstruktionsmitarbeiter verändert werden soll.

Moderne Ausbildungskonzepte bestehen daher aus:

Grundlagentrainings (geben die Basis, sorgen für Erfahrungsaustausch),

Spezialtrainings (vertiefen Wissensbereiche),

Workshops (individuelles Wissen für konkrete Anwendungsfälle) und

Coaching (Wissensvertiefung in der Praxis, zum Beispiel nach Updates),

um Anwender zu wertschöpfenden CAD/PDM-Anwendungsspezialisten zu entwickeln.

PDM-Software ist heute ein elementarer Bestandteil der Konstruktionsarbeit bei mehr als 80 Prozent aller Unternehmen – und das mit steigender Tendenz. Die Arbeit des Konstrukteurs mit einer PDM-Lösung konzentriert sich hierbei auf grundlegende Tätigkeiten, wie das strukturierte Speichern, das Finden und die Weitergabe in den nächsten Arbeitsprozess (Änderung/Freigabe). Der PDM-Einsatz wird damit zum Grundwissen jeder Konstruktionsarbeit. Ergänzend hierzu findet in der Regel eine tiefergehende Integration von CAD- und PDM-Funktionalität statt, beispielsweise bei der Produktstrukturverwaltung. Durch diese Anforderung ist es unerlässlich, dass moderne Ausbildungskonzepte das CAD- und PDM-Grundlagenwissen in einem Schritt vermitteln. Durch eine kombinierte Wissensvermittlung wird sichergestellt, dass der Konstrukteur sich keine falschen Abläufe beim Datenmanagement angewöhnt, die später mit weiteren Ausbildungsinvestitionen oder durch zusätzliches innerbetriebliches Engagement verändert werden müssen.

Dies bedeutet nicht zwangsläufig eine Verlängerung der Trainingszeiten, sondern lässt sich durch sinnvolle Veränderung der Trainingsinhalte erreichen, denn nicht jede neue Funktion muss in einen Grundlagenkurs eingebunden werden. Interessanterweise wird die Möglichkeit dieser Konzepte von Beratern aufgrund der hohen Individualisierungsgrade von PDM-Lösungen häufig verneint. In der Realität stellt sich dies allerdings anders dar. Die Individualität besteht in der Regel in der Abbildung von Arbeitsprozessen und Attributdaten, während verwendete PDM-Basis-Funktionen in den meisten Fällen bei allen Anwendern identisch sind. -fr-

Ascad GmbH, Bochum Tel. 02 34/95 94 - 0, http://www.ascad.de

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