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IBM positioniert sich nach der Abgabe des Vertriebs von Dassault-Lösungen als unabhängiges PLM-Beratungsunternehmen. Integrations-Know-how, IBM-eigene Software und die langjährige Erfahrung im PLM-Bereich ermöglichen individuell angepasste PLM-Umgebungen. Partnerschaften bestehen mit Dassault Systèmes, SAP, Siemens PLM und PTC.
Nachrichten: Auf eigene Rechnung

„Wir sind weiter im PLM-Bereich unterwegs, nun aber ganz klar als unabhängiger Beratungspartner“, fasst Holger Horn, Partner und Bereichsleiter PLM in der Servicesparte GBS (Global Business Services) der IBM die aktuelle Situation zusammen. Mit dem nun abgeschlossenen Übergang der IBM-Vertriebsmitarbeiter, die für PLM-Software von Dassault Systèmes zuständig waren, an Dassault selbst, kann IBM Unternehmen als ‚Trusted Advisor’ und ‚Neutraler Integrator’ im PLM-Umfeld zur Seite stehen. Denn neben der traditionell engen Partnerschaft zu Dassault Systèmes besitzt IBM auch Partnerschaften mit SAP, Siemens PLM und PTC. Darüber hinaus rücken IBM-eigene Lösungen in den Vordergrund, insbesondere für das Datenmanagement.

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Über zwölf Monate hinweg unterstützte IBM GBS etwa die Meyer-Werft in Papenburg bei der Systementscheidung für eine Nachfolgelösung zu deren Catia-V4-Installation und begleitet das Unternehmen nun bei der Einführung der V6. Dabei wurden auch Alternativsysteme einer ernsthaften Prüfung unterzogen. „Dass wir herstellerunabhängig und branchenspezifisch PLM-Strategien entwickeln und umsetzen, ist vom Markt akzeptiert worden“, fährt Horn fort.

IBM bietet damit aus einer neutralen Sicht Auswahl, Einführung, Betreuung und Wartung einer PLM-Landschaft an. „Bereits vor der PLM-Einführung ist es unabdingbar, ein umfassendes Change-Management aufzusetzen, um Mitarbeiter, Teams und Standorte frühzeitig einzubinden“, erläutert Andreas Schellhammer, Partner in der Strategieberatung bei IBM GBS. „Dafür haben wir den bereits vielfach erprobten Ansatz Organizational Change Strategy – kurz OCS – etabliert. Mit diesem OCM-Konzept konnten wir bereits in einer Reihe komplexer PLM-Vorhaben die Projektrisiken signifikant reduzieren und Projektkosten minimieren.“

IBM-eigene Software vereinfacht PLM-Umsetzung

„Zahlreiche Produkte aus unserem Software-Portfolio komplettieren PLM-Projekte“, ergänzt Dr. Thomas Wedel, Marketing Manager für PLM und Websphere bei IBM. Web-sphere-Lösungen ermöglichen beispielsweise die Integration von PLM-Softwarekomponenten mit anderen Applikationen und benachbarten Geschäftsprozessen. „Zudem erfordern heutige PLM-Implementierungen häufig die intensive Zusammenarbeit über Standort- und Unternehmensgrenzen hinweg – das lässt sich mit unseren Collaboration-Lösungen aus der Lotus-Familie realisieren“, fährt Wedel fort. Speicherung und Zugriff auf die komplexen Datenstrukturen im PLM-Umfeld könne man mit Information-Management-Lösungen effizient unterstützen und das Management der heterogenen PLM-Systemlandschaften übernähmen die Tivoli-Anwendungen. Interessant ist darüber hinaus das Portfolio der Rational-Lösungen, etwa im Bereich der Entwicklung von Embedded-Software oder beim Anforderungsmanagement.

Kosten der PLM-Lösung transparent machen

Unter dem Begriff Application Management Services (AMS) will IBM auch die Kosten einer PLM-Lösung transparent machen. Damit sollen insbesondere mittelständische Unternehmen den Betrieb und Support von IT-Werkzeugen sowie darauf aufbauenden Prozessen ganzheitlich und nachhaltig verbessern können. Abgedeckt wird mit dem AMS-Modell eine komplette PLM-Anwendungslandschaft, die von der digitalen Entwicklung mit CAD-Systemen über Analyse- und Simulationstools sowie PDM-Systeme bis hin zum SCM und Individualsoftware reicht. Bestandteile des AMS-Angebots sind ein ticketbasiertes Abrechnungsmodell, lokale Ansprechpartner in einer globalen Betreuungsstruktur sowie die flexible Steuerung der Support-Ressourcen.

„Da wir unser AMS-Modell über ein flexibles Bezahlmodell anbieten, erhalten Unternehmen eine transparente Kostenübersicht für ihre komplette PLM-Anwendungslandschaft“, sagt Holger Horn. „Die erzielten Einsparungen führen zu finanziellen Freiräumen, um strategisch wichtige Investitionen zu tätigen, mit denen mittelständische Unternehmen ihre Innovationskraft und globale Wettbewerbsfähigkeit stärken können.“

Ebenfalls einen Blick auf die Kosten – jetzt aber die der zu fertigenden Produkte – bietet sich mit der EAM-Lösung Tivoli Maximo (Enterprise Asset Management). Damit wird ein PLM-Ansatz verwirklicht, der nicht nur die digitale Produktentwicklung begleitet, sondern auch ein ganzheitliches Product Lifecycle Cost Management (PLCM) ermöglicht. Dieses umfasst alle Prozesse, Instrumente und IT-Komponenten, die bei der Prozesskostenanalyse eine zentrale Rolle spielen. Durch den Einsatz von Tivoli Maximo wird das PLCM so erweitert, dass auch die Auslastung von Gebäuden, Anlagen oder Flotten in die Kostenanalyse einfließt. PLCM umfasst damit alle Teilprozesse und Funktionen, um die Produkt- und Herstellungskosten entlang der gesamten PLM-Kette zu managen.
„Auf Basis umfangreicher Projekterfahrung können wir die komplette Bandbreite aller Fragestellungen im PLM-Bereich abdecken“, fasst Holger Horn zusammen. Die Basis für eine PLM-Landschaft liefert IBM dazu mit dem SOA-basierten PDIF-Framework (Product Development Integration Framework), das sich mit klassischer PLM-Standardsoftware zu einer maßgeschneiderten PLM-Umgebung integrieren lässt. Gerade das PDIF biete Unternehmen jeder Größenordnung und Branche die Möglichkeit, PLM als weltweite Collaboration-Umgebung zu nutzen, um verteilte Abteilungen und Standorte einzubinden, so Horn abschließend. -co-

IBM Deutschland GmbH, Ehningen, Tel. 0800/2255426, http://www.ibm.com/solutions/plm

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