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ERP, Cebit: H5/G08 - Agieren statt reagieren

ERP-SoftwareAgieren statt reagieren

In Zeiten sich stetig wandelnder Märkte müssen Entscheidungsträger schnell sein. Agilität gehört mittlerweile zu den wichtigsten Eigenschaften eines erfolgreichen Unternehmens. Eine moderne ERP-Lösung muss deshalb die Flexibilität bei der Unternehmenssteuerung erhöhen und die Fähigkeit maximieren, von Veränderungen zu profitieren.

ERP-Lösung

Agile Unternehmen zeichnen sich dadurch aus, Geschäftschancen schneller als die Konkurrenz zu erkennen und zu ergreifen. Sie sind in der Lage, Ressourcen rasch aus weniger erfolgsversprechenden Geschäftsbereichen hin zu attraktiven Alternativen zu verlagern. Das setzt aber voraus, dass ihnen ihre Business-Software umfassende Einblicke in ihr Geschäft eröffnet und ihnen maximale Flexibilität bietet. Das fängt damit an, dass die ERP-Software den Nutzern alle wesentlichen Informationen auf einen Blick präsentiert. In herkömmlichen Unternehmenslösungen gibt es Tausende von Screens, und es ist das Gegenteil von agil, wenn sich die Anwender mühsam durch die nötigen Bildschirme klicken müssen, um an die Daten und Funktionen zu gelangen, die für ihre spezifischen Rollen und Prozesse nötig sind. Deshalb muss eine moderne Business-Software in der Lage sein, ihnen eine maßgeschneiderte Darstellung aller Inhalte und Informationen zu ermöglichen.

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Ähnlich wie die Lobby eines Spitzenhotels sollte sie jedem Nutzer auf seinem Startbildschirm hilfreiche Informationsquellen anzeigen und die Möglichkeit bieten, von einem zentralen Ort aus zu anderen Bereichen der Software zu gelangen. Führungskräfte beispielsweise sollten so einen schnellen Überblick über alle für sie relevanten Kennzahlen in Echtzeit erhalten, damit sie das Unternehmen zielgerichtet steuern können. Die individuellen Startbildschirme müssen einfach konfigurierbar sein und idealerweise stehen den Anwendern bereits von Haus aus zahlreiche vorkonfigurierte Startbildschirme für unterschiedliche Rollen und Aufgaben zur Verfügung, aus denen sie bequem auswählen können.

Benachrichtigungssysteme
Für eine effiziente Versorgung der Mitarbeiter mit Informationen sorgen auch Benachrichtigungssysteme, indem sie die Nutzer jederzeit und überall proaktiv über wichtige Änderungen oder notwendige Aktionen unterrichten – etwa bei Bestellungen, Aufträgen oder Produktionen. Manager, Disponenten, Logistiker und Techniker werden dadurch bei ihren Entscheidungen unterstützt, sie erhalten mehr Transparenz und können ihren Kunden bessere Services bieten.

Benachrichtigungssystem

Ein Beispiel für ein solches Benachrichtigungssystem ist IFS Streams der ERP-Lösung IFS Applications. Dieses System fasst Nachrichten, Workflow-Aufgaben, Geschäftsereignisse und aus Abonnements zusammen. Die Abonnements kann jeder Anwender ohne Hilfe der IT-Abteilung selbst konfigurieren, etwa um sich automatisch über Verzögerungen bei einem Auftrag oder über den Versand bestellter Waren informieren zu lassen – und so manuelle „Follow-ups“ zu vermeiden.

Um einen raschen Erkenntnisgewinn zu garantieren, sollte eine ERP-Lösung außerdem die Vorteile des In-Memory-Computing gezielt ausnutzen. Mit dieser Technologie lassen sich vor allem Analysen erheblich schneller durchführen und visualisieren als mit herkömmlicher Datenhaltung. Führungskräften stehen dadurch praktisch in Echtzeit die Reports oder Kennzahlen zur Verfügung, die sie zur Steuerung ihrer Aufgabenbereiche benötigen.

Idealerweise verfolgt eine Business-Software dabei einen hybriden Ansatz, bei dem diese Technologie nur in den Bereichen zum Einsatz kommt, in denen sie ihren größten Nutzen entfaltet. Das erlaubt es den Anwenderunternehmen, ihre ERP-Lösung weiterhin auf Basis einer relationalen Datenbank zu betreiben und schützt so ihre Investitionen. Sie sind nicht gezwungen, eine neue, spezielle In-Memory-Datenbank einzuführen, um die Vorteile dieser Technologie nutzen zu können. Stattdessen können sie ihre vorhandenen Datenbanken behalten und müssen sich damit auch nicht von ihrem über Jahre aufgebauten Know-how dafür trennen.

Mobile Prozesse
Ein Garant für Agilität ist Mobilität. Deshalb ist es heute eigentlich eine Selbstverständlichkeit, dass eine ERP-Software mobile Prozesse durchgängig unterstützt. Die Nutzer müssen alltägliche Aufgaben unkompliziert mit Apps erledigen können – sei es Kundendaten abrufen, Reisekosten abrechnen, das Arbeitszeit-Reporting erstellen oder Business-Intelligence-Auswertungen einsehen. Ihre Business Software sollte ihnen dazu Apps zur Verfügung stellen, die sich bei Bedarf einfach aus einem App-Store herunterladen und nach ihrer Installation sofort intuitiv nutzen lassen, ohne dass dafür irgendeine Einarbeitung oder Übung nötig ist.

Daneben sollten die Mitarbeiter aber auch die Möglichkeit haben, die komplette Unternehmenssoftware auf Smartphones, Tablets, Notebooks und Hybrid-Geräten zu nutzen. Um möglichst alle mobilen Endgeräte – gegebenenfalls inklusive der privaten Devices der Mitarbeiter – abzudecken, sollten die mobilen Anwendungen über alle gängigen mobilen Plattformen wie Android, iOS und Windows hinweg lauffähig sei und auch die spezifischen Stärken von Wearables nutzen.

Da immer mehr Unternehmen global tätig sind, benötigen sie heute auch eine globale ERP-Lösung. Sie muss eine weltweite Konsolidierung unterstützten und es ermöglichen, das Unternehmen länder-, währungs- und sprachübergreifend zu steuern. Nur wenn weltweite Projekte effizient abgebildet und realisiert werden können und auch komplexe Matrix-Organisationen die optimale Unterstützung erhalten, bietet eine Business-Software die richtigen Tools für Global Player und setzt einer künftigen Expansion keine Grenzen.

Agilität auch im IT-Betrieb
Eine moderne ERP-Software sollte aber nicht nur beim Endanwender, sondern auch im IT-Betrieb für große Agilität sorgen. Das kann sie etwa gewährleisten, indem sie sich durch Konfiguration statt Programmierung flexibel an die individuellen Bedürfnisse der Nutzer anpassen lässt. Auf diesem Weg können die Anwenderunternehmen ihre Modifikationen am Quell-Code der Software ganz erheblich reduzieren beziehungsweise vermeiden.

Darüber hinaus lässt sich der Pflegeaufwand durch innovative Schicht-Modelle senken. Sind Source Code, Lokalisierungen, Erweiterungen und Modifikationen in Form verschiedener Schichten voneinander getrennt, lassen sich Upgrades und Erweiterungen deutlich schneller, effizienter und kostengünstiger realisieren. In der Praxis hat sich gezeigt, dass Unternehmen, die von einer klassischen Drei-Schicht-Architektur auf ein derartiges Modell umgestiegen sind, den zu pflegenden Source Code um 40 Prozent reduzieren konnten. Daraus resultieren nicht nur erhebliche Effizienz-Vorteile im Betrieb und eine stark verbesserte Total Cost of Ownership (TCO), sondern auch eine erhöhte Sicherheit bei der Nutzung der Software.

Last but not least muss eine zukunftsfähige ERP-Lösung die Anwenderunternehmen bei ihren Cloud-Strategien unterstützen. Dazu sollte sie die unterschiedlichsten Szenarien abdecken können – von kompletten Vor-Ort-Installationen (On-Premise) über die Auslagerung der Infrastruktur in die Cloud (IaaS) bis hin zur gesamten Anwendung als Managed Service in der Cloud. Sämtliche Cloud-Services sollten dabei erprobte Technologien wie Microsoft Azure unterstützen. Dann sind die Unternehmen optimal für die Cloud-Zukunft gerüstet und können die für sie beste und vorteilhafteste Konstellation wählen. -sg-

Herbert Feuchtinger, IFS Europe Central
IFS, Erlangen, Tel. 09131/77340, www.ifsworld.com/de

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