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Neues/Interessantes, 11-12-2009

Altair erzielt bahnbrechende Zeitersparnis bei Crashsimulationen

Zum ersten Mal war es möglich, die Simulation eines Frontalcrashes, ei...
Altair Engineering gab Anfang November die Implementierung eines neuen Analyseprozesses bekannt, der die Simulationszeit für virtuelle Crashtests drastisch reduziert. Um diese Ergebnisse zu erzielen, hat Altair eng mit der Intel Corporation zusammen gearbeitet und die neusten Software-Werkzeuge und Compiler von Intel verwendet, so dass die Kommunikationsstrukturen optimiert und die beste Leistung erzielt werden konnte. Dafür wurde ein auf der Intel-Mikroarchitektur basierendes Cluster mit dem Codenamen Nehalem verwendet.

Virtuelle Crashtests gehören zu den zeitaufwändigsten Aufgaben im automobilen Entwicklungsprozess. Die Kombination eines neuen Lösungsansatzes für die Simulation hochdynamischer Vorgänge, die bekannte Skalierbarkeit, die Qualität und Reproduzierbarkeit, die Altairs Crash-Solver Radioss auszeichnet, und Intels Expertise im HPC-Bereich (High Performance Computing), ermöglichte es einem Team von Forschungsingenieuren virtuelle Crashtests in Minuten statt in Stunden durchzuführen. Zum ersten Mal war es möglich, die Simulation eines Frontalcrashes, eines aus über einer Million Elementen bestehenden Fahrzeugmodels, in weniger als fünf Minuten durchzuführen.

»Über diesen Quantensprung bei Simulationsleistungen bin ich sehr erfreut«, berichtet Djamal Midoun, Unibody Safety Manager bei Ford. »In Zusammenarbeit mit Altair hat Ford einen Entwicklungsprozess etabliert, der durchweg Fahrzeuge mit höchstem Sicherheitsstandard liefert. Radioss ist einer der Eckpfeiler dieses Prozesses und diese weitreichende Effizienzsteigerung wird uns eine große Bandbreite an neuen Möglichkeiten bieten. In der Zukunft werden wir dank dieser Entwicklung Designvarianten nicht nur schneller als jemals zuvor beurteilen, sondern auch routinemäßig Sensibilitäts- und Robustheitsanalysen durchführen können, da diese bisher unglaublich zeitintensiv waren.«

Beschleunigung und Ver- besserung der Qualität

Die Herausforderung für die Software-Ingenieure von Intel war der Erhalt der Skalierbarkeit bei einer hohen Anzahl von Kernen. Dies ist ihnen mit der Implementierung eines hybriden Parallelisierungsmodells (MPI + OpenMP) von Altairs neuen Algorithmen gelungen. Das Ergebnis konnte mit einem Intel-Cluster, der auf einem Intel-Xeon-Prozessor der 5560-Serie basiert, erzielt werden. »Die Beschleunigung der Simulationszeit bei gleichzeitiger Verbesserung der Qualität und Robustheit von Crash-Berechnungen sind Herausforderungen, denen wir zunehmend Bedeutung beimessen«, erklärt Laurent Di Valentin, Experte für numerische Simulationen bei PSA Peugeot Citroën. »Die Verringerung der CPU-Anforderungen ermöglicht neue Wege der Modellverbesserungen mit Radioss – wie feinere Netze, Integration besserer Materialgesetze bei Rissbildung, Optimierung und Streuung – die uns einen bestmöglichen und sicheren Entwicklungsprozess bei unseren Fahrzeugprojekten in Aussicht stellen.«
»Dieser Durchbruch liefert das fehlende Glied beim CAE-getriebenen Design in der Fahrzeugsicherheit«, betont Dr. Uwe Schramm, Altairs CTO für HyperWorks. »Mit der zeitsparenden Technologie von HyperWorks haben wir bereits die manuellen Arbeitsschritte bei Modellerstellung und Zusammenbau sowie bei der Berichterstellung, um mehr als den Faktor 10 reduziert. Kombiniert mit unserem neuen hybriden Solver-Ansatz, konnten wir den Engpass der mit virtuellen Crashtests einhergehenden Durchlaufzeit eliminieren. Jetzt ist es möglich, aus multidisziplinären Optimierungen von Crashverhalten, Lebensdauer und NVH (Anm. d. Red.: Noise, Vibration, Harshness – Geräusch, Vibration, Rauigkeit) wertvolle Erkenntnisse für den Designprozesses zu erhalten.« -fr-

Altair Engineering, Böblingen Tel. 0 70 31/62 08 - 0, www.altair.de

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