  Neue Aufgaben für große Formate Schon seit Herbst 2010 verfügbar, ist der HP Designjet T2300 eMFP per Firmware-Upgrade nun auch webfähig. Auf die Funktionen des ePrint&Share-Services kann der Nutzer des T2300 eMFP über den farbigen Touchscreen zugreifen. (Bild: HP) Das Entwicklungspotenzial im Großformatdruck ist noch nicht ausgereizt - auch hinsichtlich der Einbindung der Geräte in PLM-Konzepte. Das wird nicht zuletzt durch die so genannten Multifunktionssysteme ermöglicht, die zusätzlich auch scannen können. Werden sie auch noch webfähig, lassen sich PLM-Konzepte effektiv unterstützen.Wer sich im Bereich Großformatdruck
(Large Format Printing - LFP)
umschaut, trifft auf nur wenige Anbieter
- aber dafür umso mehr Geräte.
Über deren technische Eigenschaften
hinaus haben die Hersteller
zudem auch die dazugehörenden
Arbeitsprozesse im Fokus, angeboten
werden ganze Drucklösungen.
Dass dies bis hinein in PLM-Konzepte
reicht, zeigte vor Kurzem Hewlett-
Packard. Mit der Web-Anbindung
seiner Großformatdrucker erleichtert
das Unternehmen nicht nur den
Druck von Großformatdokumenten,
sondern vereinfacht auch die Zusammenarbeit
über Ländergrenzen hinweg.
Über den ePrint& Share-Service
bietet das Unternehmen dafür sogar
eine eigene Cloud-Lösung an, die
zudem den Fernzugriff auf mit dem
Web verbundene Großformatdrucker
erlaubt. Der Vorteil: Auch papiergebundene
Arbeitsprozesse lassen sich
so in ein PLM-Konzept einbinden. Auch wenn das die Computerhersteller
nicht gerne hören: Intuitiver
als auf Papier lassen sich Ideen
und Anmerkungen kaum kommunizieren.
Man kann in ihnen per Stift
auf einfachste Weise Ideen skizzieren und Bemerkungen eintragen. „Papier
verliert im digitalen Workflow nicht
an Bedeutung“, stellt auch Matthias
Malm fest, bei Hewlett-Packard
(HP) in Böblingen Bereichsleiter für
das Large Format Printing Business
(den Bereich Großformatdruck). Die
Frage ist nur, wie sich das Medium
Papier in die für PLM-Konzepte typischen
geschlossenen Prozessketten
integrieren lässt, insbesondere
bei Änderungsprozessen. Denn es
muss sichergestellt sein, dass nicht
nur die Daten zu einem geänderten
Bauteil angepasst, sondern auch alle
Abhängigkeiten innerhalb der Konstruktion
sowie in Folgeprozessen
wie der Beschaffung berücksichtigt
werden. Üblicherweise lässt sich das
über elektronisch verknüpfte Dateien
erreichen. Gerade Unternehmen, die über
Fertigungsstandorte in verschiedenen
Ländern verfügen, könnten
hier vom Web-Anschluss der Drucker
profitieren. Häufig existiert hier das
Problem, dass bei Bauteiländerungen
auch sichergestellt sein muss, dass
jeweils die aktuellste Zeichnung verwendet
wird. Denkbar ist in diesem
Fall, dass die Fertigungsvorbereitung
die modifizierten Zeichnungen
von der Zentrale aus direkt an den
Großformatdrucker am jeweiligen
Standort schickt und ausdruckt. Vor
Ort müssen die Mitarbeiter dann nur
noch die fertig gedruckte Zeichnung
entnehmen. Kommt dabei der HP Designjet
T2300 eMFP (siehe CAD-CAM
REPORT 11/12-2010, S. 62) mit seiner
Scan-Einheit zum Einsatz, lassen
sich auch Änderungsvorschläge im
Rahmen des kontinuierlichen Verbesserungsprozesses
vereinfachen
– und oben genannten Vorteile des
Mediums Papier nutzen. Denn nun
reicht es aus, dass beispielsweise ein
Mitarbeiter vor Ort seine Vorschläge
in die Zeichnung ‚schreibt‘ und diese
dann einscannt. Umgehend können
dann auch Fertigungsvorbereitung
und Konstruktion den Vorschlag einsehen
und gegebenenfalls umsetzen.
Auf diese Weise lässt sich also auch
‚Papier‘ in Prozesse des Änderungs-
Managements einbinden.  Höhere Produktivität und bessere Bedienbarkeit Canons iPF815 liefert dem Anwender eine Reihe zusätzlicher Funktionalitäten. (Bild: Canon) Eine höhere Produktivität und
bessere Bedienbarkeit seiner Großformatdrucker
hat auch Wettbewerber
Canon im Visier. Beispielsweise mit
den 44-Zoll-Farbdruckern (111,8 cm)
für CAD-Anwender. Bei der Entwicklung
des ImagePrograf iPF815 und
des iPF825 ging es nicht nur um
Druckqualität und hohe Druckgeschwindigkeiten,
zusätzlich bieten
diese Geräte eine Kalkulationsfunktion,
einen Administrator-Modus, eine
größere Festplatte, mehr dedizierten
Speicherplatz für die Dateiverarbeitung
und eine verbesserte HP-GL/2-
Unterstützung. Mit Hilfe einer neuen
Kalkulationssoftware zur Kostenverfolgung
können die Anwender nun
die Druckkosten genau berechnen,
und somit letztlich Wege finden, die
Gesamtproduktionskosten und den
Tintenverbrauch zu verringern. Hilfreich
ist auch, dass es für die 160 GB
große Festplatte eine Funktion zum
sicheren Löschen gibt (gemäß Bestimmung
des ‚U.S. Department of
Defense‘, DoD 5220-22.M). Nach der Übernahme von Océ
durch Canon kommt der Océ Color-
Wave 300 mehr oder weniger aus
dem gleichen Haus. Nach Angaben
des Herstellers handelt es sich um
einen All-in-One-Drucker für Großformatanwendungen
– gegenüber separaten Farb- und Schwarzweißsystemen
soll der Anwender rund
30 Prozent der Investitionskosten
und rund 50 Prozent Standfläche
einsparen. Das Gerät basiert auf der
Thermo-Inkjet-Technologie und verfügt
ebenfalls über einen integrierten
Scanner. Einen ersten Überblick über derzeit
am Markt befindliche Großformatdrucker
liefern die Tabellen auf
den folgenden Seiten. Bei der Suche
nach dem richtigen Gerät spielt aber
auch die konkrete Anwendung eine
wichtige Rolle. -co-   Large Format Printing (LFP): Produktivität steigern, Kosten senkenDie Hersteller von Großformatdruckern bewegen sich in einem wettbewerbsintensiven Markt. Obwohl nur rund ein halbes Dutzend Anbieter den Bereich Large Format Printing (LFP) bedienen, ist der Kampf um den Kunden äußerst hart. Nur gut drucken war gestern, heute müssen die Hersteller mehr bieten: Der Kunde verlangt vor allem schnelle und einfach bedienbare Geräte, die kostengünstig arbeiten. Die Nutzer von Großformat-
Drucksystemen haben klare Vorstellungen,
wofür sie bei Neuanschaffungen
Geld ausgeben: Mehr
Leistung bei optimierten Kosten
und einfacher Bedienung. Diesen
Forderungen müssen sich die
Hersteller von LFP-Drucklösungen
stellen. Im harten Wettbewerb um
Marktanteile versuchen die Hersteller
zu punkten und sprechen statt
von Geräten, Verbrauchsmaterialien
und Software lieber von Drucklösungen.
Marktführer HP hat aktuell
hierzu sein Portfolio erweitert und
verspricht seinen Kunden Produktivitätssteigerungen
bei gleichzeitiger
Kostensenkung. Die HP-Modellpalette
ist groß und deckt alle
Ansprüche ab. Regelmäßig kommen
neue Geräte hinzu wie beispielsweise
der neue „Alleskönner“
HP Designjet T1200 HD-MFP. Der
Großformat-Multifunktionsdrucker
(MFD) bietet Kunden integrierte
Scan-, Kopier- und Druckfunktionen
für eine Vielzahl von Dokumenten
wie Zeichnungen, Karten,
Renderings und fotorealistische
Bilder. Das mit einem CCD-Scanner
(CCD – Charge-Coupled Device) mit
vier Kameras und 600-dpi-Technologie
ausgestattete Gerät bietet integrierte
Postscript-Funktionen für
erstaunliche Ergebnisse und eignet
sich für den Einsatz in Planungsabteilungen,
aber auch Reproanstalten
und Copyshops. Die Druckeinheit
kann laut HP problemlos in
zahlreiche branchenführende Scan-
Anwendungen anderer Hersteller
integriert werden und ermöglicht
eine „hervorragende Kopierqualität
und -leistung“.
 Viele Aufgaben – ein GerätOcé stellte bereits Anfang des
Jahres das neue Multifunktionsdrucker
Océ Colorwave 300 für den
Großformat-Farbdruck vor. Das Gerät
bearbeitet Druck-, Scan- und Kopieraufträge
in Farbe oder Schwarz/
Weiß, wobei es durch sein kompaktes
Design sowie sauber sortierte
und gestapelte Dokumente besonders
gut für Unternehmen mit begrenztem
Platzangebot eignet. Nach
Aussagen von Océ wurde der Platzbedarf
um rund 50 Prozent gegenüber
herkömmlichen Drucksystemen
reduziert. Speziell für Architekturbüros,
Konstruktionsunternehmen und
Druckdienstleister wird das Gerät
mit Thermo-Inkjet-Technologie als
eine echte Alternative zu konventionellen
Großformat-Tonersystemen
angeboten. Schnell, sauber und leiseDer deutsche Hersteller Rowe setzt bei seinen aktuellen Modellen auf geräuscharmen Betrieb und sein Eco-Press-Verfahren, „mit minimaler Wärmeabgabe an die Umgebung“. Die neuen Hochleistungsdrucksysteme sind problemlos ins Büro zu integrieren, sogar direkt neben dem Arbeitsplatz. Entwickelt wurden die Systeme als Drucker (RS), Scanner (RC) und Kombigerät (RCS), jeweils in den Varianten 4000 und 6000. Der wesentliche Unterschied liegt hier bei der Druck- beziehungsweise Scangeschwindigkeit. Beide Drucksysteme verfügen standardmäßig über zwei Rollen, wobei die 4000er Variante um eine dritte Rolle, die 6000er Variante um eine dritte und vierte Rolle erweitert werden kann. Canon setzt im Großformatdruck auf das neue 12-Farben-Pigmenttintensystem Lucia EX. Die innovative Drucktechnologie mit wasserbasierenden Tinten soll Ausdrucke mit höherer Präzision und mehr Farben ermöglichen und so die Anforderungen von Profis im Bereich hochwertiger Druckqualität erfüllen. Die neuen Image- Prograf Modelle iPF8300, iPF6350 und iPF6300 nutzen das neue Pigmenttintensystem und können so hochwertigere Qualitätsdrucke mit dichterem, schärferem Schwarz und weicheren Farbabstufungen herstellen. Außerdem können laut Canon selbst feinste Details in den Schattenbereichen der Fotos wiedergegeben werden. Diese neuen Tinten haben eine innovative Polymerstruktur, die für eine höhere Kratzfestigkeit und mehr Schutz vor Farbverblassung sorgt. Gleichzeitig werden Bronzing und Metamerie auf ein Minimum reduziert. -sg- |  |  Video: Siemens PLM SoftwareRed Bull Formula Racing One Team  Themen in CAD-CAM REPORT Nov./Dez. 2011PLM IT Business NewsletterUnser Newsletter informiert Sie über die wichtigsten Neuigkeiten, Produktentwicklungen und Trends aus der Branche. Jetzt kostenlos registrieren!   |  |